Profis, Stimmen

"Es ist ein geiles Gefühl"

Ihlas Bebou spricht nach dem 4:2 über Borussia Dortmund am 96TV-Mikrofon über seinen Doppelpack, diese Wahnsinnspartie und den nächsten Gegner RB Leipzig. Außerdem: die weiteren Stimmen zum Spiel!

96-Trainer André Breitenreiter: Wir haben heute über 90 Minuten eine beeindruckende Leistung unserer Mannschaft gesehen.  Die Jungs waren lauf- und zweikampfstark, auch wenn die Statistik es anders darstellt. Wir haben uns natürlich vorgenommen, das Kombinationsspiel der Dortmunder zu unterbinden. Wenn man sie lässt, dann finden sie die Räume und haben die individuelle Qualität. So hieß es für uns, Mann gegen Mann den Gegner zu jagen, zu pressen und immer wieder die Räume, die sich uns bieten - eben hinter die hochstehende Viererkette der Dortmunder zu kommen - durch unsere schnellen Spieler zu nutzen. Das haben die Jungs von der ersten bis zur letzten Minute perfekt umgesetzt.

96-Abräumer Marvin Bakalorz: Das war heute anstrengend – ein tiefer Rasen, gute Gegenspieler - aber es hat sich gelohnt. Man hat heute gesehen, dass Dortmund mit langen Bällen über die Kette etwas Probleme hat und wir haben das voll ausgenutzt. Wenn man Dortmund spielen lässt, sie rauskombinieren lässt, ihnen Sicherheit gibt, dann ist das fast nicht zu verteidigen. Genau da haben wir angesetzt, dass die Jungs, die so stark an der Kugel sind, erst gar nicht an den Ball kommen.

96-Torschütze Jonathas:
Ich bin sehr glücklich, vor allem über die Art und Weise, wie dieser Sieg zustande gekommen ist und vor allem darüber, dass wir so eine Topmannschaft in der Liga geschlagen haben. Nach den letzten Ergebnissen war es wichtig, drei Punkte nachzulegen, dass uns das heute gelungen ist, umso besser.  

Borussia-Coach Peter Bosz: Das Problem war, dass Hannover sehr früh angegriffen hat. Die haben auf dem ganzen Platz im Eins gegen Eins verteidigt und wir waren nicht in der Lage, unseren Fußball auf den Rasen zu bringen. Hannover wollte den Ball immer wieder hinter unsere Linie legen, darauf haben wir nicht richtig reagiert. Das hat nichts damit zu tun, dass wir hoch verteidigen. Das haben wir heute gar nicht gemacht, sondern Hannover hat hoch verteidigt. Wir haben vorne unsere Räume nicht genutzt, weil Hannover viel aggressiver war. Wenn wir nicht genug Druck machen, ist es zu einfach für den Gegner. Wir waren schlicht und ergreifend nicht aggressiv genug.

BVB-Kapitän Marcel Schmelzer: Schwer zu sagen, warum wir verloren haben. Wir müssen das erstmal analysieren, da gibt es einiges zu besprechen. Hannover hat mit dem ersten Kontakt fast jedes Mal hinter unsere Linie gespielt, darauf sind wir immer wieder reingefallen. Das kann ich so kurz nach dem Spiel schon sagen. Über alles andere müssen wir uns intern jetzt Gedanken machen. Heute war ein echter Rückschlag, vorher wurde es von außen hereingetragen.