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"Wir hätten mindestens einen Punkt verdient"

Nach der unglücklichen 3:1-Niederlage bei Hertha BSC Berlin hebt 96-Cheftrainer André Breitenreiter deutlich die Mannschaftsleistung und den Willen unserer Jungs hervor. Für ihn wäre mindestens ein Punkt verdient gewesen. Hier gibt's alle Stimmen zum Spiel!

96-Cheftrainer André Breitenreiter: Nach einem 3:1 scheint das Spiel entschieden, aber unsere Mannschaft marschiert trotzdem nach vorne und versucht, trotzdem noch den Anschlusstreffer zu erzielen. Sie glaubt mit unbändigem Willen an die eigenen Stärken und hat dann noch die Chance zum 3:2 zumindest. So ist es insgesamt ein sehr glücklicher Sieg für Hertha. Wir hätten hier mindestens einen Punkt verdient gehabt, wenn nicht sogar auch drei. Für uns heißt es, gut zu regenerieren, die Köpfe hoch zu nehmen, das haben wir auch im Kreis gesagt. Wir haben eine gute Leistung gezeigt, dafür wird man belohnt und das nehmen wir uns am Sonntag gegen Leverkusen vor.

96-Keeper Philipp Tschauner: Ich glaube, dass wir heute nicht verdient haben, zu verlieren. Wir haben bis auf die ersten zwanzig Minuten, in denen wir ein bisschen schläfrig gespielt haben, wir zu tief gestanden haben, zu viel über die Außenspieler zugelassen haben, hier ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei hunderprozentige Torchancen, die Jarstein wirklich gut gehalten hat. Wenn wir da den Ausgleich machen, wird es ein ganz anderes Spiel. Dann bekommen wir kurz vor der Pause einen Ping-Pong Ball. Aber dann hat man auch gesehen, wie wir aus der Kabine zurückgekommen sind. Wir wollten unbedingt das Spiel noch drehen, wir haben dann nur auf ein Tor gespielt, bis auf den Schuss von Selke und Kalou, der vorbei schießt. Wir haben viele gute Torchancen herausgespielt, aber Fußball ist leider ungerecht. Dann fehlen ein paar Millimeter, dass der Ball auf der Linie ist. So bekommt man das 3:1. Das ist natürlich schade, aber man sieht, dass wir unbedingt das zweite Tor noch machen wollten. Das zeigt schon, dass wir heute nicht hätten verlieren wollen.

96-Stürmer Niclas Füllkrug: Wir haben die Dinger heute einfach nicht rein gemacht und hatten dann auch in der ein oder anderen Situation wirklich Pech bzw. nicht das Glück, was wir sonst vielleicht haben. Es ist bitter, dass wir das Spiel hier verlieren. Ich hatte trotzdem immer das Gefühl bei Standards, dass ich ganz nah dran bin und immer nur zwei, drei Zentimeter gefehlt haben oder mich jemand gestört hat. Es hat wirklich nicht viel gefehlt zum Standardtor. Es ist bitter, weil man weiß, dass die Berliner eine offensive Standardstärke haben und wir dann auch noch zwei Standard-Gegentore bekommen. Das ist sehr ärgerlich.

96-Verteidiger Julian Korb: Es ist sehr ärgerlich. Wir hatten uns fest vorgenommen, hier was mitzunehmen. Wir hatten eine Vielzahl an Torchancen, auch die klareren, machen ein richtig gutes Auswärtsspiel, daher ist es sehr bitter, dass wir hier verlieren. Über ihre Außenspieler und Kalou haben sie sehr variabel gespielt, aber nach der Halbzeit haben wir das besser gemacht, sind weiter angerannt und haben dann noch das Anschlusstor geschossen. Blöderweise haben wir dann noch das dritte bekommen, so ist das dann manchmal im Fußball.

Hertha-Coach Pál Dárdai: Das 3:1 ist glücklich, aber wir haben die gewünschte Punktzahl. Nach so einer langen Saison war das ein sehr gutes Heimspiel und ein körperbetontes Spiel. Ich musste zwei Spieler mit Verletzungen auswechseln. Das ist auch nicht einfach für uns, weil Mitchell Weiser als Spielmacher über außen mit Lazaro agiert hat. Das haben sie gut gemacht, dann war Mitch raus. Trotzdem war das eine kämpferische, gute Leistung, gerade in dieser Phase mit der Punktzahl, die wir vorher hatten. Das war ein wichtiger Sieg für uns.