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"Haben lange auf den Sieg hingearbeitet"

Nach dem 2:1 gegen den SC Freiburg fasst 96-Torschütze Waldemar Anton am 96TV-Mikrofon zusammen, was gegen die Breisgauer der Schlüssel zum Erfolg war. 

96-Cheftrainer André Breitenreiter: Wir sind alle sehr erleichtert. Nach den beiden letzten Spielen, in denen wir wirklich klar die bessere Mannschaft jeweils waren und wir uns nur mit einem Punkt belohnt haben, haben wir heute die Effektivität gehabt. Wir haben in der ersten Halbzeit schon deutlich das Spiel kontrolliert, auch wenn Freiburg durch eine Nachlässigkeit eine Riesenchance hat, noch das Tor zu erzielen, waren wir schon ruhig und geduldig in der Spieleröffnung aber auch im Spiel gegen den Ball. Wir haben sehr wenig zugelassen, wir waren gut organisiert, haben auch Präsenz gezeigt in den einzelnen Zweikämpfen und die zweiten Bälle gewonnen.

Wir machen das 2:0 und ab der 70. Minute haben wir uns auch zu weit hinten rein drängen lassen. Wir sind nicht mehr vorne angelaufen und sind hinten nicht mehr rausgerückt. So wurde der Druck immer größer, sodass wir auch gewechselt haben. Wir sind nicht mehr vorne angelaufen und sind hinten nicht mehr rausgerückt.

So wurde der Druck immer größer, sodass wir auch gewechselt haben. Wir haben versucht, das Zentrum zu unterstützen durch einen weiteren Mittelfeldspieler und bekommen dann, wenn das Spiel schon fast durch ist, durch einen Standard das Tor. Dann zittert man nochmal in den letzten Minuten. Trotzdem haben wir das - mit der Unterstützung des gesamten Stadions - heute über die Runden gebracht. Wir haben gut verteidigt und insgesamt hat man gesehen, warum Freiburg neun Spiele nicht verloren hat.  Das ist eine bärenstarke Mannschaft. Wir brauchten die Ruhe und auch die Kaltschnäuzigkeit, um diese Tore zu erzielen. Letztendlich zählen heute diese drei Punkte. Es ist ein großer Schritt gewesen, auf 31 Punkte zu kommen.

96-Manager Horst Heldt: Das war ein hartes Stück Arbeit. Freiburg ist mit neun nicht verlorenen Spielen hierhergekommen. Sie waren sehr griffig und haben uns das Leben schwer gemacht. Aber wir haben verdient gewonnen, weil wir unsere Chancen genutzt haben. Das war sicherlich kein Leckerbissen insgesamt heute, aber das war auch nicht notwendig und auch nicht wichtig, sondern wichtig waren drei Punkte. Wir haben davor zwei Spiele gehabt, wo wir hätten mehr mitnehmen können und müssen. Das haben wir nicht geschafft und deswegen war es heute wichtig, diese 30er-Hürde zu überspringen und das macht uns alle sehr glücklich. Es war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Nach wie vor ist es unser Ziel, nicht unten reinzurutschen. Jetzt sind es wieder elf Punkte auf den Relegationsplatz und das ist es, was wir erreichen wollten: Das der Abstand größer wird und nicht kleiner.

96-Torschütze Felix Klaus: Auch wenn Freiburg gedrückt hat, haben wir keine richtige Chance zugelassen, außer eben das Tor. Das 2:0 hat uns in die Karten gespielt, da sind wir etwas sicherer geworden, auch wenn Freiburg ein gutes Auswärtsspiel gemacht hat. Wir sind glücklich über die drei Punkte. Jetzt haben wir 31 Punkte auf dem Konto und sind natürlich zufrieden damit.

96-Keeper Philipp Tschauner: Wir hatten heute so ein Spiel, in dem wir ganz ordentlich gespielt haben, nicht richtig gut, aber wir hatten eine gute Effektivität vor dem Tor. Die ernstzunehmenden Torchancen, die wir hatten, haben wir genutzt. Wir wussten, dass das heute zählt. Aber ich spiele lieber ein ordentliches Spiel und gewinne es, als ein gutes Spiel und verliere oder punkte nicht so viel, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Es ist ärgerlich, dass wir am Ende noch zittern müssen und da noch den Anschlusstreffer kassieren, aber wir haben es über die Zeit geschafft, wir haben die drei Punkte geholt und haben nun 31 Punkte. Es ist schön, dass wir das heute geschafft haben.

Freiburg-Coach Christian Streich: In der ersten Halbzeit waren wir zu ballunsicher und haben zu wenig zweite Bälle gewonnen. Hannover war besser, aber nichtdestotrotz haben wir die große Chance, mit dem 1:0 in Führung zu gehen. Aber das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, wir können nicht die Qualität erzeugen, eben nicht die ganze Zeit in Rückstand zu geraten. Unsere Mannschaft hat eine überragende Qualität und eine Einstellung, wir haben wahnsinnig viele Spiele noch unentschieden gespielt und das ein oder andere noch gewonnen, aber wir müssen dann einfach mal die Effizienz haben, in Führung zu gehen. Das haben wir nicht, aber Hannover hatte es und bringt den Ball ins Tor. Die zweite Halbzeit haben wir fußballerisch wesentlich besser gespielt und bekommen genau in der Phase, wo es besser wurde, das 2:0 mit einem guten Angriff und am Ende reicht es nicht. Ich gratuliere Hannover zum Sieg.

SCF-Stürmer Nils Petersen: Das ist schade, wir hätten die Serie natürlich sehr gerne ausgebaut, das war heute auch möglich. Wir haben keinen guten Tag erwischt, der Gegner hat sein Spiel abgespult, so wie wir das erwartet haben. Wir hatten heute nicht viel entgegen zu setzen, dann kommt eben so ein Ergebnis zu Stande, was sich zwar knapp anhört, aber dennoch in Ordnung geht.