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"Die Niederlage wird uns nicht umwerfen"

Nach dem 0:1 bei Eintracht Frankfurt hadert 96-Kapitän Philipp Tschauner am 96TV-Mikrofon zwar mit der unglücklichen Entscheidung vor dem Gegentreffer, blickt aber gleichzeitig nach vorne. Seht und lest hier alle weiteren Stimmen!

96-Coach André Breitenreiter: Wir haben heute im Ballbesitz nicht gut genug gespielt und waren nach vorne nicht durchschlagkräftig genug. Zudem haben wir uns von hinten nach vorn in der Spieleröffnung nicht durchgesetzt, obwohl wir zwar zweikampfstark gegen den Ball waren, aber mit dem Ball war es nicht gut genug. Wenn wir hier was mitnehmen wollen, dann müssen wir auch die wenigen Chancen nutzen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit haben wir dann ein Stück weit aufgemacht, dadurch ergeben sich dann auch mal Torchancen, die Tschauni dann klasse gehalten hat, sonst ist der Spielstand vorher entschieden. Intensive Spiele werden ganz oft durch Standards entschieden - das war heute auch der Fall, weil wir den Raum auch nicht gut verteidigt haben.

Frankfurts Trainer Niko Kovac: Ich habe nach dem Stuttgart-Spiel der Mannschaft gesagt, was nicht gut war. Die Jungs haben eine entsprechende Reaktion gezeigt und eine gute Mentalität bewiesen.

Es war klar, dass in diesem Spiel Standards eine wichtige Rolle spielen werden. Am Ende war es ein hart umkämpfter Sieg auf überschaubarem Spielniveau. Den Erfolg haben wir uns hart erarbeitet. Danny Da Costa macht eine sehr gute Entwicklung. Er ist bei Standards immer vorne mit dabei und heute hatten wir mit Johnny de Guzman jemanden, der die ruhenden Bälle gut rein gebracht hat.

96-Manager Horst Heldt: In der ersten Halbzeit habe wir nicht so richtig nach vorn gespielt und hatten dann eine Standardsituation (die zum Tor geführt hat, Amn. Der Redaktion) - ärgerlich. Aber die Eintracht hatte auch die ein oder andere Möglichkeit, ein Tor zu machen. Am Ende ist es ein knappes Ergebnis. Wir hatten auch unsere Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit - in der ersten weniger, aber in der zweiten - ein Tor zu machen, aber: Die letzte Konsequenz hat vielleicht gefehlt. Insgesamt, um hier etwas mitzunehmen, war es dann zu wenig. Zwei Niederlagen in Folge sind natürlich ärgerlich. Jetzt müssen wir das nächste Heimspiel gewinnen.

96-Stürmer Martin Harnik: Heute war es symptomatisch, dass eine Standardsituation das Spiel entscheidet. Wir haben in der ersten Halbzeit zweimal nicht gut aufgepasst. Das erste Mal hält Tschauni, das andere Mal war er machtlos. Das müssen wir besser verteidigen. Hinten raus hatten beide Mannschaften ihre Chancen, aber es war ein kampfbetontes Spiel heute. Für mich war es schön, jetzt endlich mal wieder zu spielen und alles reinzuhauen. Wir haben alle alles gegeben, es hat leider nicht ganz gereicht, aber ich hoffe natürlich weiter auf meine Einsätze.

Torschütze Danny Da Costa: Das war mein erster Bundesligatreffer heute. Ich hatte schon vorher die Situation, dass ich frei zum Kopfbal komme, aber ich habe mich natürlich gefreut, dass wir durch das Tor gewonnen haben. Ich habe gerade einfach nur Glücksgefühle. Der Trainer hat uns unter der Woche wachgerüttelt, dass wir wieder zurück zu den Basics müssen, dass wir zuerst wieder um jeden Meter kämpfen und fighten müssen - das haben wir getan - und das dann Fußballspielen von selber kommt. Und daran haben wir uns das ganze Spiel gehalten. In Hälfte zwei war es dann aber nur noch Kampf und kein vernünftiges Fußballspiel.

Ex-96er und SGE-Flügelflitzer Marius Wolf: Jeder gibt alles, jeder kämpft für den anderen - auch heute in diesem Spiel, wo es spielerisch nicht so gut aussah. Aber solche Spiele musst Du gewinnen.