Profis, Pressekonferenz

"Wir funktionieren als Einheit"

Das nächste Heimspiel steht an! Vor dem Aufeinandertreffen mit dem SV Werder Bremen am Freitagabend in der HDI Arena sprechen André Breitenreiter und Horst Heldt über die angespannte Personalsituation, die trotzdem positive Stimmung in dieser Woche und die Causa Videobeweis. Seht hier die komplette Pressekonferenz und lest die wichtigsten Aussagen zusammengefasst!

Die wichtigsten Aussagen von André Breitenreiter und Horst Heldt zusammengefasst:

  • Breitenreiter über die Personallage: "Hübi" steht nicht zur Verfügung. Seine Kapselverletzung am Fuß lässt es nicht zu, dass er mit der Mannschaft trainiert. "Waldi", "Johnny", Felipe und "Eddy" sind ja leider jetzt erst einmal langzeitverletzt. Pirmin hat heute genauso wie gestern nicht am Training teilgenommen. Er wird morgen hoffentlich beim Anschwitzen dabei sein und dann werden wir kurzfristig entscheiden, ob er zur Verfügung steht. Salif hat heute nur ganz wenig und gestern gar nicht mit der Mannschaft trainiert. Auch bei ihm ist es sehr fraglich und offen, ob er zur Verfügung steht und spielen kann. "Baka" hat gestern nicht am Training teilgenommen, hat aber heute wieder leicht mitgemacht. Er ist noch nicht bei 100 Prozent, aber es sind ja auch noch anderthalb Tage bis morgen Abend. "Charlie" war ja auch erkrankt und war gestern noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, hat aber heute vollständig mittrainiert. Auch da werden wir sehen, ob er eine Option für den Kader sein kann. "Tschauni" und Felix waren krank, konnten aber gestern und heute Vormittag wieder mittrainieren. Sie stehen zur Verfügung. Timo Hübers ist rotgesperrt und steht dementsprechend nicht zur Verfügung.
               
  • Breitenreiter über mögliche Alibis: Wir werden elf Leute auf den Platz kriegen, die versuchen werden, ihre beste Leistung abzurufen. Und es ist für mich persönlich keine Ausrede, dass wir soviele angeschlagene und fragliche Spieler haben. Das nehmen wir nicht für uns, um ein Alibi zu schaffen, sondern wir wollen hier morgen an die letzten 30 Minuten des Leipzig-Spiels anknüpfen, um dann wennmöglich über 90 Minuten diese Leistung abzurufen und zu gewinnen.

  • Breitenreiter über die bisherige Woche: Die Stimmung in dieser Woche war sehr positiv. Wir haben natürlich inbesondere darauf geachtet, dass wir gerade die positiven Elemente nach vorne schieben. Das ist wichtig, dass die Jungs im Training auch lachen, dass sie guter Dinge sind, dass sie sich Spielzüge und -abschlüsse zutrauen. Das erwarten wir morgen auch. Es ist ausverkauft, die Atmosphäre wird gut sein dann hoffen wir, dass wir alle gemeinsam morgen endlich wieder punkten.

  • Breitenreiter über die aktuelle Situation: Wir funktionieren als Team genau so, wie wir es in vielen Spielen auch gut gemacht haben: als Einheit. Und dann auch in Situationen, in denen es gut läuft, mit Vertrauen und Glaube, mit guten Plänen, die die Jungs umsetzen, mit totaler Fitness. Es geht in erster Linie darum, sich an genau diese positiven Elemente zurückzuerinnern. Die Marktwertentwicklung zeigt, dass der Kader zu Beginn der Saison bei 48,8 Millionen lag und jetzt auf 82 Millionen gestiegen ist. Es ist also nicht alles schlecht. Jetzt haben wir natürlich einen Negativtrend und müssen einfach wieder positiv ins Spiel reingehen - und das von der ersten Minute an. Dann haben wir zuhause morgen Abend auch eine große Chance.

  • Breitenreiter über die Stimmung im Stadion: Gerade in der letzten halben Stunde gegen Leipzig war die Atmosphäe wirklich toll - auch wenn es nicht das ganze Stadion war. Das hat eben einfach gezeigt, wie das Publikum die Jungs trotz des Rückstands nach vorne gepeitscht hat. Dann sieht man schon, was noch mal für ein Schwung durch die Mannschaft gehen kann. Man hat deutlich gespürt, dass viele Fans sich vorgenommen hatten, die Mannschaft zu unterstützen und viele sind auf den Zug mit augesprungen. Das ist das, was die Jungs brauchen. Nur gemeinsam können wir es schaffen.

  • Breitenreiter über den kommenden Gegner: Bremen spielt die letzten Wochen und Monate sehr überzeugend. Die Mannschaft hat eine große Qualität, deswegen sind sie auch da, wo sie sind. Aber: Wir wollen morgen zeigen, dass wir es besser können als im Hinspiel.

  • Heldt über die Causa Videobeweis: Mittlerweile haben wir ein Antwortschreiben von der DFL bekommen, von Ansgar Schwenken. Da muss ich mich auch recht herzlich bedanken. Das war auch in der Ausführlichkeit gut. Inhaltlich kann man darüber diskutieren, aber trotz alledem hat sich die DFL da sehr viel Mühe gegeben. Ich hatte noch ein herausragend gutes Gespräch mit Lutz-Michael Fröhlich, der sich die Zeit genommen und die Thematik mit mir am Telefon besprochen hat.    

  • Heldt über ein Treffen mit DFB-Präsident Reinhard Grindel: Die Begegnung mit dem DFB-Präsidenten war in meinem Empfinden "Setzen - Sechs". Ein Stück weit von oben herab und ich habe mich überhaupt nicht abgeholt gefühlt. Herr Grindel hat auf dem Podium gesagt, dass er die Szenen nicht gesehen hat und dann gesagt, es war klar Abseits. Das finde ich schon bemerkenswert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn der FC Bayern sowas geschickt hätte, Herr Grindel auf dem Podium auch so agiert hätte.