Das passiert bei der Mitgliederversammlung 2018

Hier findet Ihr die wichtigsten organisatorischen Informationen und alles Wesentliche zu Tagesordnung und Anträgen für die 96-Mitgliederversammlung 2018! Am 19. April um 18 Uhr geht es in der Swiss Life Hall los!

Die MV als 96-Fest

Die Mitgliederversammlung ist der wichtigste Termin im Jahr, bei dem die Zukunft unseres Vereins gestaltet wird. Für alle stimmberechtigen Mitgliedern sollte die Veranstaltung also eigentlich ein Pflichttermin sein.

Premiere: Erstmalig findet die Mietgliederversammlung in der Swiss Life Hall statt.

Erstmals ist die MV in diesem Jahr in der Swiss Life Hall und auch inhaltlich wird die Versammlung ganz anders daherkommen als zuletzt. Die Abteilungen stellen sich in der Halle in einer Art 96-Expo vor, die 96-Sportler des Jahres-Wahl feiert Premiere und auch die gesamte 96-Fußball-Profimannschaft inklusive des Trainerteams um André Breitenreiter wird am 19. April in der ehemaligen Stadionsporthalle geschlossen anwesend sein. Mehr als 1000 Mitglieder werden zu einem 96-Fest erwartet!

Die Nominierten für die Wahl zum 96-Sportler des Jahres werden bereits im Vorfeld vorgestellt - natürlich #NiemalsAllein mit Paten aus dem Profifußball. Hier gibt es alle Infos dazu:


Tagesordnung

Dies ist die Tagesordnung für die Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 19. April, in der Swiss Life Hall:

  1. Begrüßung und Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Bekanntmachung der Anträge
  4. Bericht des Vorstands
  5. Bericht des Aufsichtsrates
  6. Aussprache zu den Berichten
  7. Entlastung des Vorstands
  8. Entlastung des Aufsichtsrates
  9. Vorstellung, Aussprache und Abstimmung über vorliegende Anträge
  10. Ehrung der langjährigen Mitglieder nach §21 der Satzung
  11. Wahl des Sportlers des Jahres und Siegerehrung
  12. Verschiedenes

Anträge

Diese Anträge wurden fristgerecht für die Mitgliederversammlung eingereicht:

Anträge zur Satzungsänderung

  • Satzungsänderungsantrag

    Diesen Antrag gibt es wortgleich von zwei Mitgliedern:

    § 11 Ziffer 1 Satz 2 der Satzung wird um den Zusatz „und die Vereinsorgane" erweitert und soll dann lauten:

    „Die Mitgliederversammlung ist das oberste beschließende Organ des Vereins
    Ihre Beschlüsse sind für alle Mitglieder und die Vereinsorgane verbindlich. Stimmberechtigt sind alle Volljährigen Mitglieder des Vereins (gern. § 8 Ziffer 3)."

    § 11 Ziffer 2 der Satzung wird dahingehend geändert, dass die Mitgliederversammlung in allen Belangen des Vereines zuständig ist:

    2. Die Mitgliederversammlung ist in allen Belangen des Vereines zuständig, insbesondere ist sie zuständig für:

    a)    Entgegennahme der Berichte der Vereinsorgane
    b)    Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
    c)    Wahl und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrates
    d)    Wahl und Abberufung der Mitglieder des Ehrenrates
    e)    Festsetzung von Mitgliedsbeiträgen und Umlagen mit Ausnahme der Beiträge für Fördermitglieder, die gem. § 6 Abs. 6 vom Vorstand festgesetzt werden
    f)    Entscheidung über Anträge
    g)    Entscheidung über Satzungsänderungen bzw. Neufassung einer Satzung
    h)    Entscheidung über Auflösung des Vereins

    § 15 Ziffer 3 a) der Satzung wird geändert:
    Das Wort „entscheidet" wird durch das Wort „vertritt" geändert und ein neuer Satz eingefügt, wonach auch der Vorstand an die Entscheidungen der Mitgliederversammlung gebunden ist.

    Die Neufassung des § 15 Ziffer 3 a) lautet:

    „Der Vorstand vertritt den Verein in allen ideellen, sportlichen, wirtschaftlichen und strategischen Belangen. Er ist an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden. Ihm obliegt die Darstellung des Vereins in der Öffentlichkeit."

    Begründung:
    Der Satzungsänderungsantrag ist notwendig, damit der Hannoversche Sportverein von 1896 e.V. seinen Pflichten als Mitglied der Niedersächsischen Fussballverband (NFV) nachkommt.
    Gemäß § 4 unserer Satzung ist unser Verein Mitglied in den für seine Sportabteilungen zuständigen Sportfachverbänden. Hierzu gehört der Niedersächsische Fußballverband. Der NFV ist gemäß § 5 1 der NFV-Satzung wiederum Mitglied im Deutschen Fußballbund (DFB). Die Regelungen des DFB sind für den Antragsgegner verbindlich (§ 14 DFB-Satzung).

    Der DFB verfügt über einen Ethik-Kodex. In dessen Präambel heißt es:

    "Der DFB will den Fußball dauerhaft tragfähig und erfolgreich organisieren sowie seine vielfältigen Potenziale auch zur Erhaltung und Stärkung der demokratischen und ethischen Grundlagen einer freiheitlichen Gesellschaft verantwortlich nutzen."

    Damit unser Verein seinen Pflichten nachkommt, ist die Änderung notwendig.

    Zudem haben in der letzten Mitgliederversammlung die Mitglieder unseres Vereines einen Beschluss gefasst, der im Anschluss zu einem oder mehreren Gerichtsverfahren geführt hat. Innerhalb dieses Gerichtsverfahren wurde entschieden, dass Beschlüsse der Mitgliederversammlung für den Vorstand nicht bindend sind. In den Medien war das hässliche Wort "Vorstandsdiktatur" zu lesen.

    Mit diesem Antrag soll klargestellt werden, dass sich der Hannoversche Sportverein von 1896 e.V. im Einklang mit den übergeordneten Verbänden zu demokratischen Grundsätzen bekennt und die Entscheidungskompetenz bei den Mitgliedern liegt. Damit soll auch gegenüber den Medien das Signal gesandt werden, dass in unserem Verein keine "Diktatur" vorherrscht, sondern eine Meinungsvielfalt Platz haben kann - sofern sie auf Achtung und Anstand beruht.

Sachanträge

  • Sachantrag

    Die Mitgliederversammlung beschließt, die Wirtschaftsprüfungs- und Rechtsanwaltskanzlei Baker & Tilly mit der Bewertung der im Kalenderjahr 2014 veräußerten Geschäftsanteile von 15,66 % an der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA zu beauftragen. Die Wirtschaftsprüfungs­und Rechtsanwaltskanzlei wird gebeten, schriftlich ein kurzes Gutachten zu erstellen, ob die Geschäftsanteile zu dem Marktpreis veräußert worden und - falls nicht - wie hoch der tatsächliche Marktpreis zum Zeitpunkt der Veräußerung gewesen ist. Sollte der Marktpreis bei dem Verkauf der Geschäftsanteile nicht erzielt worden sein, soll die Kanzlei Baker & Tilly Ausführungen machen, inwieweit die (ggfls.) gerichtliche Rückabwicklung von dem Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. verlangt werden kann und ob weitere Ansprüche des Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. gegenüber der Käuferin bestehen.

    Begründung:
    Unser Verein besaß zuletzt Kommanditaktien an der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA in von ca. 15,66 %. In den drei Geschäftsjahren vor dem Verkauf wurde ein Gewinn in Höhe von 11, 77 Millionen Euro erwirtschaftet. Für den Verein errechnet sich - entsprechend seiner Anteile - ein anteiliger Gewinn in Höhe von 1,84 Millionen Euro.

    Eine Gewinnausschüttung zugunsten unseres Vereines hat nicht stattgefunden.

    Tatsächlich wurden für diese Geschäftsanteile nur 3,5 Mio. Euro im Herbst 2014 bezahlt, während z.B. der VFB Stuttgart für 11, 75 % seiner Anteile immerhin 41,5 Mio. Euro oder der Hamburger Sportverein e.V. 18,75 Mio. Euro für 7,5% erhalten haben. Anders ausgedrückt: Unsere ausgegliederte Profimannschaft soll im Herbst 2014 nur zehn Prozent des Wertes der HSV AG und knapp 6,5 % des Wertes der ausgegliederten Profimannschaft des VFB Stuttgart gehabt haben.

    Die Höhe des Kaufpreises für die Gesellschaftsanteile ist nicht nachvollziehbar. Der Vorstand hatte zwar in der Vergangenheit betont, dass Gutachten zu dem Marktwert eingeholt wurden und der Kaufpreis über dem im Gutachten angegebenen Wert liegen sollen. Die Bewertung von 15,66 % der Anteile für 3,5 Millionen Euro entspricht einer allerdings einer Gesamtbewertung von 22,35 Millionen Euro.

    Bei der Bewertung berücksichtigen die Gutachten u.a. nicht den Kader der Profimannschaft, dem in der Saison 2014/15 u.a. die Spieler Lars Stindl, Hiroshi Kiyotake, Salif Sane oder auch Ron - Robert Zieler nebst weiteren Topathleten angehört haben. Allein der Kader soll nach Transfermarkt.de in der Saison einen Wert von 83,60 Millionen Euro gehabt haben. Damit liegt allein der Wert der Profimannschaft bei dem 4 - fachen des hochgerechneten Verkaufspreises.

    Zudem soll laut unserem Vorstandmitglied Uwe Krause die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA Inhaberin der Wiederkaufsrechte für die Markenrechte gewesen sein und hätte die Markenrechte, die einen Wert von ca. 75 Millionen Euro haben sollen, für nur 1,38 Millionen Euro kaufen können. Auch diese stillte Reserve wurde bei der Bemessung des Kaufpreises der Anteile an der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA nicht berücksichtigt.
    Neben dem Wiederkaufsrecht und Wert des Kaders sind unter anderem auch weitere, nicht unerhebliche wertbildende Faktoren zu berücksichtigen: Die Einnahmen aus den Fernsehgeldern betrug knapp 36 Millionen Euro, Eintrittspreise usw.

    Die Bewertung des Wertes der Kommanditaktien der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA war o ff e n s i c h t I i c h unzutreffend und entsprach nicht ansatzweise dem Marktwert. Die Werte in den eingeholten Gutachten sind ohne Berücksichtigung des Kaders, der Rückkaufsrechte und der Einnahmen oder als reine Gefälligkeit erstellt worden.

    Schlussendlich möchte ich hinzufügen, dass es mir bei meinem Antrag ausschließlich um
    sach- und -markgerechte Bezahlung der veräußerten Anteile geht. Wer auch immer Inhaber der Gesellschaftsanteile ist, ist fur mich als Antragssteller nicht interessant. Aber derjenige,
    der Vereinsvermögen für sich privat verwenden will, soll - mindestens - den normalen Preis zahlen.

  • Sachantrag

    Die Mitgliederversammlung beschließt:
    Dem Vorstand und den Vorstandsmitgliedern des Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V. wird die Vollziehung des Vorstandsbeschlusses vom 14.06.2017 untersagt und ihnen verboten, 51 % der Geschäftsanteile an der Hannover 96 Management GmbH zu einem Kaufpreis von 12.750 Eu ro zu verkaufen und abzutreten. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly wird beauftragt, den Wert der Gesellschaftsanteile zu berechnen. Im Anschluss sollen Verhandlungen mit potentiellen Käufern über den Verkauf der Gesellschaftsanteile aufgenommen werden.

    Für den Fall, dass der Vorstandsbeschluss vom 14.06.2017 dennoch umgesetzt werden sollte, wird die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegenüber den Vorstandsmitgliedern beschlossen.
    Der Aufsichtsrat wird als solcher und seine Mitglieder werden jeweils individuell bevollmächtigt, den Unterlassungsanspruch des Vereins gerichtlich unter Zuhilfenahme eines Rechtsanwalts geltend zu machen.

    Begründung:
    Der Antragsteller, selbst ein langjähriger Fan, ruhiger Dauerkartenkunde von der West und ein um Ausgleich bemühtes Vereinsmitglied, möchte hier nicht weiteren Streit anzetteln. Dieser Antrag zielt nicht darauf, die geltenden Lizenzbestimmungen zu bestätigen, wonach unser Verein auch weiterhin unbedingt 100 % der Anteile an der Hannover 96 Management GmbH halten muss und daher, jedenfalls derzeit, keine Anteile an Herrn Martin Kind veräußern darf. Dieser Antrag zielt vielmehr darauf ab, den Wert der Gesellschaftsanteile durch eine anerkannte, weltweit agierende und im Profisport entsprechend renommierte, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bewerten zu lassen.

    Sinn und Zweck des Antrags ist es, das Vereinsvermögen zugunsten des Vereins und seiner Mitgliedern zu wahren. Dabei ist es nicht in erster Linie von Bedeutung, ob von dem Verein die Geschäftsanteile an der Hannover 96 Management GmbH gehalten oder die Gesellschaftsanteile zum sachgerecht von einer renommierten Witschaftsprüfungsgesellschaft ermittelten Marktpreis veräußert werden. Im Letzteren Fall würde der Verein den Wert der Gesellschaftsanteile erhalten und der Kaufpreis könnte entsprechend dem Satzungszweck zur Ausübung des Sports verwendet werden.

    Verlangt ist aber ein fairer und angemessener Umgang mit den Fragen, die sich manches Mitglied hinsichtlich des angemessenen Wertes und Preises der Anteile der Management GmbH stellt. Gemäß § 15 Ziffer 2 Buchstabe e) unserer Satzung hat der Vorstand die Sorgfaltspflicht einer ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleitung zu beachten. Wie den Medien und insbesondere dem Spiegel zu entnehmen gewesen ist, wurden die Geschäftsanteile der Hannover 96 Management GmbH mit einem Wert von wenigstens 10 Mio. Euro bewertet. Ein Kaufpreis von 12.750,00 Euro, der etwa einem Promille dieses Mindestwertes entspricht, wäre danach unangemessen niedrig.

    Daher ist zum Einen ein Gutachten nach den oben genannten Kriterien jetzt unumgänglich, zum Anderen die Verhinderung der Vollziehung des Vorstandsbeschlusses. Daraus folgen dann vorsorglich die Schadensersatzansprüche des Vereins im Falle der Missachtung. Der Aufsichtsrat schließlich hat nach unserer Satzung den Vorstand umfassend zu kontrollieren - siehe v. a. § 16 Nr. 6 - und muss im Zweifel handeln, um Schaden vom Verein abzuwenden. Dies muss, als ultima ratio, auch die Möglichkeit einschließen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu unternehmen und zwar sowohl für den Aufsichtsrat als Organ, als auch für die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder. Denn sollte, beispielsweise, der Aufsichtsratsvorsitzende einen Vorstandsbeschluss als nachteilig für den Verein erachten, aber keine Mehrheit im Gremium finden, muss er doch in der Lage sein, einen Vorgang, den er für falsch und schädlich für den Verein hält, noch zu stoppen. 

  • Sachantrag

    Markenrechte
    Die Mitgliederversammlung beschließt, die Rechtsanwaltskanzlei und unabhängige Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft, Baker Tilly International, mit der Prüfung über das Bestehen des Rückkaufwertes der Markenrechte und - sofern erforderlich - Durchsetzung verjährungshemmender Maßnahmen gegenüber der derzeitigen Lizenzinhaberin zu beauftragen.

    Die Rechtsanwaltskanzlei wird gebeten, ein schriftliches, kurzes Gutachten zu erstellen, ob der Hannoversche Sportverein von 1896 e. V. die (Rück-) Abtretung der Markenrechte von der jetzigen Lizenzinhaberin verlangen kann. Sofern die Rechtsanwaltskanzlei der Ansicht ist, dass kurzfristig zum Schutz des Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. gegenüber der jetzigen Lizenzinhaberin verjährungshemmende Maßnahmen ergriffen werden müssen, soll die Rechtsanwaltskanzlei entsprechende Maßnahmen ergreifen.

    Unmittelbar nach dem Eingang der Stellungnahme der Rechtsanwaltskanzlei soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, um das weitere Vorgehen beschließen zu können.

    Begründung:
    Unter anderem in der Jahreshauptversammlung 2017 hat unser Vorstandsvorsitzender, Herr Martin Kind, den Mitgliedern versprochen, dass die Markenrechte jederzeit von dem Verein zu dem damalig vereinbarten Kaufpreis in Höhe von 2, 7 Mio. DM (- 1,38 Mio. Euro) zurück erworben werden können. Herr Kind hat sogar ausgeführt, dass eine neue Gesellschaft gegründet werden kann, die die Markenrechte hält und - auch für den Verein - verwertet.

    Mit Schreiben vom 04.08.2017 teilte mir der Vorstand unseres Vereines, vertreten durch Herrn Krause, mit, dass „die Geschäftsführung" der Markenrechtsinhaberin mitgeteilt hat, dass die Markenrechte nicht verkäuflich sind und das Rückkaufsrecht nicht mehr bestehen soll.

    Neben dem enormen Wert der Markenrechte, die einen höheren zweistelligen Millionenbetrag als Wert haben, ist die Marke „Hannover 96" ein hoher identitätsstiftender Faktor für Sportler und Fans.

    Darüber hinaus bilden die Markenrechte die Möglichkeit, langfristig sichere und hohe Einnahmen für den Verein zu generieren, die wiederum allen Mitgliedern zur Verfügung stünden und Breitensport und das wirtschaftliche Überleben des Vereines sichern. So hat beispielsweise der Eintracht Frankfurt e.V. im Geschäftsjahr 2015/2016 durch die Vermarktung Einnahmen in Höhe von 2,032 Mio. Euro generiert; im Vorjahr waren es 1,861 Mio. Euro. Jedes Jahr nimmt der Breitensportverein Eintracht Frankfurt e.V. also mehr Geld durch die Vermarktung seiner Markenrechte ein, als unser Verein für den Rückkauf ausgeben müsste.

    In dem Kaufvertrag über die Markenrechte hat die Lizenzinhaberin dem unserem e.V.
    „unwiderruflich und zeitlich unbefristet" den Rückkauf und die Rückübertragung der Markenrechte zugesichert und wurde von Vereinsseite von Herrn Martin Kind unterzeichnet.

Informationsanträge

  • Informationsansträge

    Informationsantrag 1:

    Gibt es im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. einen Vorstandsbeirat oder ein ähnliches Gremium?

    Falls ja:

    - Auf welcher Grundlage (Satzung des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V.) erfolgte die
    Einrichtung eines solchen Gremiums?
    - Warum gibt es dieses Gremium?
    - Wer ist in diesem Gremium vertreten und mit welcher Begründung?
    - Welche Aufgaben hat dieses Gremium?
    - Welche Befugnisse haben die Mitglieder dieses Gremiums?
    - Welche Position vertritt der Aufsichtsrat zu diesem Gremium?

    Informationsantrag 2:

    1. Entsprechen folgende Sachverhalte in ihrem zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang der
    Realität?

    1998:

    • Um die drohende Insolvenz abzuwenden, verkauft der Verein seine Markenrechte an die S&S. Es wird eine Rückkaufoption zum ursprünglichen Kaufpreis vereinbart. Der Verein verpflichtet sich für die Nutzung der Marke, eine monatliche Nutzungsgebühr von 15.000 DM zu entrichten.
    1999:
    • Hannover 96 gliedert seine Profimannschaft in die Spielbetriebsgesellschaft KGaA aus. Mit der Ausgliederung geht auch die Rückkaufoption für die Markenrechte auf die KGaA über.

    2014:
    • Mit Abschluss des Grundlagenvertrags geht die Rückkaufoption auf die S&S über und erlischt damit.

    Falls nein:
    - Wie ist der richtige zeitliche und inhaltliche Zusammenhang?

    Falls ja:
    - Hat der Verein jemals Nutzungsgebühren für die Nutzung der Marke an eine andere Gesellschaft (z.B. die S&S) gezahlt?

    2. Der vorgenannte Ablauf, wurde der Vereinsöffentlichkeit erst über die Jahre mit Verzögerung bekannt. Im wesentlichen erst nach einem entsprechenden Antrag auf der Jahreshauptversammlung 2017. Nach Angaben zahlreicher Vereinsmitglieder habe Martin Kind in den letzten Jahren, zuletzt auf der Jahreshauptversammlung 2017, öffentlich mehrfach geäußert, dass der e.V. auf die Markenrechte eine Rückkaufoption zum ursprünglichen Verkaufspreis besäße und davon jederzeit Gebrauch machen könne. Offensichtlich besteht diese Rückkaufoption aber nicht mehr und bestand auch zum Zeitpunkt der Äußerungen nicht.

    - Wurden entsprechende Äußerungen wiederholt getätigt?

    Falls ja:

    - Warum wurden diese Äußerungen getätigt, obwohl doch offensichtlich die Rückkaufoption seit längerem nicht mehr besteht?

    Antwort Vorstand Hannover 96 e.V.

    Im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. gibt es keinen Vorstandsbeirat oder ein ähnliches Gremium.

    Um die drohende Insolvenz abzuwenden, hat der Verein seine Markenrechte am 15.12.1998 an die S&S verkauft. Es wurde eine Rückkaufsoption zum ursprünglichen Kaufpreis vereinbart. Der Verein hat sich zusätzlich verpflichtet, für die Nutzung der Marke eine monatliche Gebühr von 15.000 DM zu entrichten. Diese Nutzungsgebühr hat der Verein zu keinem Zeitpunkt gezahlt.

    Mit Beschluss der Mitgliederversammlung 1999 hat der Verein seine Profifußballabteilung in die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Mit dieser Ausgliederung ging mit dem Willen der Mitglieder die Rückkaufsoption für die Markenrechte auf die KGaA über.

    Im Jahre 2014 wurde der Grundlagenvertrag zwischen dem Verein, der S&S und der KGaA abgeschlossen. Dieser Grundlagenvertrag sichert dem Verein unter anderem auf alle Zeiten die Einnahmen aus den Fördermitgliedschaften (bislang ca. 8 Mio. Euro). Aufgehoben wurde durch ihn der Inhalt des oben dargestellten Kaufvertrages vom 15.12.1998. Seit diesem Zeitpunkt besitzt die KGaA keine Rückkaufsoption mehr für die Markenrechte.

    Über den vorgenannten Ablauf wurden die Mitglieder in den jeweiligen Mitgliederversammlungen informiert. Insofern ist die Darstellung nicht nachvollziehbar, der Ablauf sei erst im Jahre 2017 bekanntgeworden.

    Herr Kind hat auf der Mitgliederversammlung 2017 entgegen anderslautender Darstellung nicht geäußert, dass der Verein eine Rückkaufsoption zum ursprünglichen Verkaufspreis hätte und davon jederzeit Gebrauch machen könne.

  • Informationsantrag

    Der Vorstand informiert die Mitgliederversammlung am 19.4.2018 detailliert darüber welche konkreten Anstrengungen zum Erwerb der Markenrechte auf den Beschluss der Mitgliederversammlung 2017 unternommen wurden.

    Folgende Fragen sind vollumfänglich zu beantworten:

    Wurde der Sales & Service GmbH ein konkretes Kaufangebot vorgelegt?
    Welcher Kaufpreis wurde vorgeschlagen?
    In welcher Höhe werden künftig Einnahmen aus der Lizenzierung von den Profigesellschaften erzielt?
    Als Geschäftsführungsgesellschaft ist die Management GmbH, die immer noch zu 100% im Besitz des Vereins ist, im Zugriff auf alle vertraglichen Vereinbarungen und Rechtsstellungen, die mit der Ausgliederung der Profifußballmannschaften in die Hannover 96 GmbH & KGaA übergingen.
    Der Grundlagenvertrag von 2014 nennt explizit die Vereinbarungen zu den Markenrechten und beschreibt die Aufhebung aller vorangehenden Vereinbarungen. Diese werden nicht im Detail genannt, was für einen rechtsgültigen Vertrag ungewöhnlich erscheint.
    Welche Vereinbarungen und Rechtsstellungen wurden konkret mit diesem Vertrag aufgehoben?

    Begründung:
    Selbst wenn in unserem Verein die Vertretungsmacht und die übertragenen Rechte und Pflichten des Vorstands die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung derart beschränken sollten, dass ihre Beschlüsse durch den Vorstand nur als Empfehlungen bewertet werden dürfen, so ist die Mitgliederversammlung noch immer das höchste beschlussfassende Organ. Die vollständige und richtige Information der Versammlung darf erwartet werden und es gibt keinen Grund, bei vorausgesetzter ordnungsgemäßer Führung der Geschäfte, Informationen ganz oder teilweise den Mitgliedern vorzuenthalten.

    Antwort Vorstand Hannover 96 e.V.

    Der Vorstand ist der Empfehlung der Mitgliederversammlung 2017 gefolgt und hat bei der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG (Träger der Rechte) nachgefragt, ob die Markenrechte an den Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. veräußert werden können. Die Geschäftsleitung hat dem Vorstand jedoch mitgeteilt, dass eine Veräußerung nicht in Betracht kommt. Aus diesem Grunde ist vom Vorstand ein konkretes Kaufangebot nicht mehr vorgelegt worden.

    Mit Abschluss des Grundlagenvertrages im Jahre 2014 ist der zwischen dem Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. und der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG am 15.12.1998 abgeschlossene Vertrag über den Kauf und die Lizensierung einer Marke aufgehoben worden.

    Weitere Verträge über die Markenrechte existierten nicht.

    Selbstverständlich ist die Mitgliederversammlung vom Vorstand vollständig und richtig zu informieren. Das ist in der Vergangenheit stets geschehen und wird auch zukünftig der Fall sein. Zusätzlich hat der Vorstand über obige Fragestellung den Antragsteller Herrn Harnisch mit Brief vom 04.08.2017 informiert.

    Momentan – und das zur weiteren Information – befinden sich Vorstand und Geschäftsführung der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG in einem Gedankenaustausch darüber, ob und gegebenenfalls in welcher Form zukünftig eine gemeinsame Markeninhaberschaft möglich ist.

  • Informationsantrag

    1.    Versucht Herr Martin Kind sich im "Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der 50+1- Regel" bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Beiträge der Fördermitglieder als eigene Förderung anerkennen zu lassen?
    Wenn ja, in welcher Höhe, für welche Jahre und mit welcher Begründung?

    2.    Versucht Herr Martin Kind sich im "Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der 50+1- Regel" bei der DFL ein fiktives Gehalt für seine Tätigkeiten im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. oder einer der vom Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. direkt oder indirekt kontrollierten Gesellschaften (gemeint ist die Hannover 96 Management GmbH und die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA) an Förderleistung anzurechnen?

    Wenn ja, wofür genau, in welcher Höhe, für welchen Zeitraum und mit welcher Begründung?

    Wenn ja, können dem Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. hierdurch Nachzahlungen von Steuern oder Sozialabgaben entstehen, wenn Herr Martin Kind ein Gehalt bekommen hätte, aber auf dieses verzichtet hat?

    3.    Ist es richtig, dass der ehemalige Präsident Herr Götz von Fromberg schriftlich bestätigt hat, dass während seiner Präsidentschaft zwischen August 2005 und Juli 2006 keine Entscheidung ohne Herrn Martin Kind im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. oder in einer der vom Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. direkt oder indirekt kontrollierten Gesellschaften (gemeint ist die Hannover 96 Management GmbH und die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA) getroffen wurde, ohne dass Herr Martin Kind in diesem Zeitraum ein Amt inne hatte?

    Wenn ja, mit welcher Begründung war dies so und warum wurde dies vom damaligen Vorstand und Aufsichtsrat nicht unterbunden?

    Wenn ja, welche Entscheidungen wurden von Herrn Martin Kind in diesem Zeitraum  getroffen?

    4.   Gibt es aktuell Personen, die kein satzungsgemäßes Amt inne haben und dennoch (maßgeblich) an Entscheidungen mitwirken?

    Wenn ja, welche Personen sind dies und warum ist dies so?

    Für den Fall, dass der "Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der 50+ 1-Regel" den Vereinsmitgliedern vollständig bis spätestens 10 Tage vor der Jahreshauptversammlung zugänglich gemacht wird, würde ich meinen Antrag, mit Ausnahme von Punkt 4, zurückziehen.

    Für den Fall einer vollständigen schriftlichen Beantwortung bis spätestens sieben Tage vor der Jahreshauptversammlung behalte ich mir einen Rückzug des Antrags vor.

    Sollte beides nicht der Fall sein, möchte ich darum bitten, diesen Antrag einzeln auf der Jahreshauptversammlung zu beantworten und nicht im Bericht des Vorstandes oder Aufsichtsrates unterzubringen.

    Antwort Vorstand Hannover 96 e.V.

    1.    In dem Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel sind die Beiträge der Fördermitglieder nicht berücksichtigt.

    2.    Herr Martin Kind hat im Antrag auf die Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel kein fiktives Gehalt für seine Tätigkeiten im Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. angegeben. Diese Tätigkeit erfolgt seit 20 Jahren voll umfänglich unentgeltlich und ehrenamtlich.

    Nachzahlung von Steuern oder Sozialabgaben können beim Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. nicht erfolgen, da auch keine Gehälter gezahlt wurden.

    Für die Geschäftsführertätigkeit der

    - Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG
    - Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
    - Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG

    wurden Marktpreise angegeben, und diese wurden auch im Antrag berücksichtigt. Ebenfalls alle Jahre unentgeltlich.

    3.    Es ist nicht richtig, dass Herr Kind in der genannten Phase, in der er keine Funktion beim Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. hatte, auf irgendwelche Entscheidungen Einfluss genommen hat.

    Es wurden keine Entscheidungen durch Martin Kind während dieser Zeit getroffen. Deshalb war es auch nicht notwendig, dass dies vom Vorstand oder Aufsichtsrat unterbunden wird.                               

    4.    Es gibt keine Personen, die an den Entscheidungen des Vorstandes teilnehmen, mit Ausnahme der bestellten Vorstandsmitglieder. Von Zeit zu Zeit werden Gäste eingeladen, aber ohne Stimmrecht.

  • Informationsanträge

    1. Im Jahr 1998 gingen die Markenrechte für 1,38 Mio Euro (2,7 Mio DM) vom Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. an die Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG. Zeitgleich wurde eine Rückkaufoption zum selben Preis vereinbart. Diese Rückkaufoption wurde im Jahr 1999 an die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA übertragen.Welche Gegenleistung erhielt 1999 der e.V. für die Übertragung der Rückkaufoption an die KGaA?

    2. Wäre von der Rückkaufoption der Markenrechte Anfang 2014 Gebrauch gemacht, hätte die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA für 1,38 Mio Euro die Markenrechte von der Hannover 96 Sales & Service GmbH und Co. KG erwerben können. Der Wert der KGaA wäre um 50-75 Mio Euro (Quelle: Brand finance London/siehe taz 03.08.2017) gestiegen. Zu diesem Zeitpunkt war der Hannoversche Sportverein von 1896 e.V. noch im Besitz von 15,66% der Anteile an der KGaA. Der Wert dieser Anteile wäre zum Zeitpunkt des Verkaufs somit um 7,83 bis 11,745 Mio Euro höher gewesen, als er es ohne Anwendung der Rückkaufoption war. Wieso wurde von der Rückkaufsoption kein Gebrauch gemacht, zumal der e.V. die Stimmenhoheit in der KGaA zum damaligen Zeitpunkt besessen hat?

    3. Selbst ohne Ziehen der Rückkaufoption hatte die Rückkaufoption einen entsprechenden Wert für die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA in Form einer stillen Reserve. Wieso wurde dieser Wert bei der Ermittlung des Preises beim Verkauf der letzten Anteile vom Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. an die Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG nicht berücksichtigt?

    Antwort Vorstand Hannover 96 e.V.

    Zu Punkt 1:
    Mit notariell beurkundetem Ausgliederungsvertrag vom 25. Februar 2000 hat der Hannoversche Sportverein von 1896 e. V. die wirtschaftlich dem Fußballlizenzspielbetrieb zuzuordnenden Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens übertragen. Ausgliederungsstichtag für die Vermögensübertragung war der 1. Juli 1999. Eine Gründungsprüfung hat durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft  KPMG stattgefunden.

    Die folgenden Zeilen sind dem Prüfungsbericht der KPMG entnommen und spiegeln die Komplexität der Wertfindung wieder.

    "Die Bewertung des ausgegliederten Geschäftsbereichs Fußball hat nach den Grundsätzen der Unternehmensbewertung zu erfolgen. Üblicherweise erfolgt die Bewertung nach der sog. Ertragswertmethode, bei der der Wert grundsätzlich mit dem Barwert aller künftigen Einnahmen bzw. Ertragsüberschüsse (Ertragswert) gleichgestellt wird. Die Bewertung erfolgt auf Basis dessen, was vorhanden ist, das heißt, die Ertragskraft über die der Geschäftsbereich Fußball innerhalb des Vereins verfügt Die künftigen Maßnahmen des Erwerbers, hier der Hannover 96 GmbH & Co.  KG,  bleiben unberücksichtigt

    Ein besonderes Problem stellt bei der Schätzung der künftigen Erträge die im Fußballbundesligabereich sehr hohe Unsicherheit der Zukunftserwartung dar. Die tatsächlich erzielten Ergebnisse der Vergangenheit geben hierfür eine erste Orientierung, wobei die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse um außerordentliche Einflüsse zu bereinigen sind. Diese Erträge sind mit einem Kapitalisierungszinsfuß zu kapitalisieren, der sich am Kapitalmarktzins orientiert und um einen Risikozuschlag erhöht wird. Aufgrund der Unsicherheit des Fußballbundesligageschäfts wäre ein entsprechend hoher Risikozuschlag anzusetzen. Nach unserem Kenntnisstand hat der Geschäftsbereich Fußball von Hannover 96 e. V. in der Vergangenheit im Wesentlichen nur durch außerordentliche Einflüsse (Transfererlöse, Veräußerung von Rechten) positive Ergebnisse erzielen können. Durch die Veräußerung von Leistungsträgern konnten einerseits hohe Transfererträge erzielt werden, andererseits wurde aber der Mannschaft Substanz entzogen  und damit die Spielstärke gemindert. Im Zeitraum vom 1. Juli 1999 bis 31. Dezember 1999 wurde aus dem operativen Geschäft ein negatives Ergebnis erzielt.

    Aufgrund der Unsicherheit, ob positive Einnahmeüberschüsse in den folgenden Spielzeiten durch  den  Geschäftsbetrieb  Fußball erzielt werden können, ist der Risikozuschlag bei der Ermittlung des Kapitalisierungszinsfußes sehr hoch anzusetzen. Daher wäre zu erwarten, dass der Ertragswert den sogenannten Liquidationswert, der bei der Bewertung eines Unternehmens oder Unternehmensanteils als Wertuntergrenze anzusetzen ist, unterschreitet.

    Für die Bewertung des auszugliedernden Lizenzspielbereichs ist daher der Liquidationswert zu ermitteln.

    Für eine grobe Schätzung des Liquidationswertes können die Bilanzwerte einen ersten Anhaltspunkt bieten. Die Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden hat jedoch mit den Verkehrswerten zu erfolgen, so dass vorhandene stille Reserven aufgedeckt werden. Nach der von uns durchgeführten Prüfung ist davon auszugehen, dass mit Ausnahme des Spielervermögens keine stillen Reserven im Geschäftsbereich Fußball vorhanden sind. Die Bewertung des ausgegliederten Geschäftsbereichs  Fußball erfolgt daher  auf Basis der aus dem Jahresabschluss von Hannover 96 e. V. zum 30. Juni 1999 entwickelten Teilbilanz, die dem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 25. Februar 2000 als Anlage 2 beigefügt ist, mit der Ausnahme, dass das Spielervermögen nunmehr mit den Verkehrswerten anzusetzen ist." (Ende Wiedergabe aus Prüfungsbericht   KPMG).

    Der Hannoversche Sportverein erhielt für die Ausgliederung seines Fußballlizenzspielbetriebes 1.253.000.00 Stückaktien im Wert von 1.253.000,00 €. Hiermit waren alle materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände abgegolten, somit auch die Rückkaufoption für die Markenrechte.

    Zu Punkt 2 und 3:
    Es bestand zu keinem Zeitpunkt in keiner Weise ein Anlass zum Rückkauf, weil für den Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. eine kostenlose Nutzung  der  Markenrechte  vereinbart war und die Markenrechte in der KGaA bei  der Kommanditistin   liegen.
    Davon abgesehen, ist der Wert der Rückkaufsoption für die Markenrechte beim  Verkauf der  15,66 % igen Beteiligung an der Hannover 96 GmbH &  Co.  KGaA  im  Kaufpreis  von 3.500.000.00 € indirekt mit eingeflossen. Marken sind für Unternehmen von herausragender Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Als Indikatoren für den Wert einer Marke werden in der Regel Markenbekanntheitsgrad, Markenimage und Marktanteil herangezogen. Der Wert einer Marke ist meistens über einen längeren Zeitraum hinweg entstanden. Eine Möglichkeit der Wertermittlung stellt die Schätzung der gesamten Werbeaufwendungen dar, die  notwendig  wären, um die aktuelle Marktposition zu erreichen. Allerdings wird von den von PricewaterhouseCoopers/Sattler  befragten   Unternehmen   mehrheitlich   bezweifelt,   dass  eine Markenbewertung zuverlässig durchführbar ist. Darüber hinaus würde eine separate  Ermittlung des Markenwertes in den anerkannten Ertragswertverfahren zur Unternehmenswertermittlung auch zu  einer Doppelzählung führen.

    Der Wert einer Marke besteht für ein Unternehmen in der Erzielung höherer Margen und/oder einem stärkeren Unternehmenswachstum, Über beide Größen fließt der Wert der Marke in die künftig geplanten finanziellen Überschüsse des Unternehmens ein. Der Barwert der künftigen Cashflows  beinhaltet somit bereits den Markenwert.

    Es ist besonders wichtig herauszustellen, dass der Vorstand nicht in irgendeiner Weise  etwas unter Wert aus dem Vermögen des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V. abgegeben hat. Alle Bewertungen und Wertermittlungen wurden unter Einbeziehung Dritter (Wirtschaftsprüfer) herausgearbeitet und berücksichtigen die spezifischen Gegebenheiten des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e. V.. Alle anderen in den Medien kolportierten Werte oder Wertvorstellungen entbehren jeglicher seriöser Auseinandersetzung mit den individuellen Gegebenheiten des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e. V. und dienen nur einer populistischen Meinungsbildung  in der Öffentlichkeit.