Fußball: Ü32-Trainer Hakan Alhan im Interview

Fußball ist das Herzstück von Hannover 96 - seit fast 125 Jahren. Ob Herren-, Frauen- oder Jugendmannschaften: Bei 96 dreht sich alles um das Spiel mit dem runden Leder. Ganz besonders gut hat dies zuletzt unsere Ü32 unter Beweis gestellt, deshalb ist sie auch nominiert worden für die Wahl zum Sportler des Jahres. Für das Interview stand Trainer Hakan Alhan Rede und Antwort.

Glückwunsch zur Wahl zur Mannschaft des Jahres unserer Fußballabteilung. Beschreib bitte kurz, seit wann Du und die Mannschaft bei 96 aktiv seid.

Ich bin seit 2005 dabei. Die Ü32 gibt es aber bereits länger, seit 1995, damals gegen viele Widerstände aus der Taufe gehoben von Martin Brandstaeter, Thomas Hylla und anderen. Wir haben mehr als 30 Spieler, keiner geht, viele wollen nachrücken, die Kameradschaft IST hoch. Genau wie unser Anspruch. Wir sind eine Ü32, aber erfolgsorientiert.

Was ist für Dich das Besondere an Hannover 96, warum hast Du Dich für 96 entschieden?

Über einen Freund bin ich zu 96 gekommen, vorher war ich bei Eintracht Hannover aktiv. Erst habe ich als Ko-Trainer, dann seit 2013/14 als Trainer gearbeitet, die Mannschaft selbst zusammengestellt, Sichtungstrainings durchgeführt und so weiter. Wichtig für uns ist, dass wir zwar aufgrund der Größe der Mannschaft in fast jedem Spiel eine neue Aufstellung haben, aber aufgrund unseres Anspruchs und unserer Qualität im Kader immer gewinnen wollen.

"Wir haben mehr als 30 Spieler, keiner geht, viele wollen nachrücken" - die Ü32 geht für die Fußballsparte ins Rennen.

Was treibt Dich an?

Mein Leben besteht aus drei Säulen: Familie, Beruf, Sport. Das bringt zwar Drucksituationen mit sich, aber ich arbeite gerne zielstrebig, auch emotional. Es macht einfach unglaublich Spaß, als Trainer zu arbeiten, und natürlich sind auch die sportlichen Erfolge immer wieder neuer Antrieb.

Sport, Arbeit, Familie und Freizeit: Wie schaffst Du es, alles unter einen Hut zu bringen?

Das geht nur, wenn die Familie mitzieht und auch das Team voll hinter einem steht. Und da muss ich sagen: Die Jungs  in meiner Mannschaft ziehen voll mit.

Wer oder was sind Deine Vorbilder?

Natürlich alle Fußballer, egal ob von Bayern oder dem BVB, aber eben auch unsere Profis. Wir sind alle 96-Fans. Wir als 96er können stolz sein, eine Bundesliga-Mannschaft zu haben, das ist toll. Es ist toll, in diesem Verein zu spielen.

Das nächste Ziel:Am 4. Mai will die Ü32 Niedersachsenmeister werden.

Welche Vorteile bringt Dir das neue Vereinssportzentrum von Hannover 96 an der Stadionbrücke?

Zunächst einmal: Es ist großartig, was hier in den vergangenen Jahren aufgebaut worden ist an Infrastruktur. Egal ob im NLZ oder im Vereinssportzentrum: Wahnsinn, da können wir stolz drauf sein! Für uns heißt das: Mehr Möglichkeiten, Fußball auf unserem Grund und Boden zu spielen, nicht querbeet verteilt über die Stadt oder außerhalb. Wir haben alles da: Fitnessflächen, gute Kabinen und, und, und.

Hast Du ein besonderes Ritual vor Deinen Wettkämpfen?

Ich bin immer als Erster da und als Letzter weg - das ist mein Anspruch. Nach dem Spiel noch ein Pläuschen, Austausch mit meinen Spielern, das ist mir wichtig. Dazu erzähle ich gerne viel, versuche, meinen Jungs neben Taktik auch Spaß zu vermitteln.

Was ist die nächste Herausforderung, die Ihr Euch gesetzt habt?

Am 4. Mai wollen wir Niedersachsenmeister werden und die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft erreichen.

Ihr vertretet als Sportler des Jahres auch den Fußball bei 96 als Botschafter nach außen. Wie begeistert Ihr andere Menschen für Euren Sport? Warum sollte man Fußball bei Hannover 96 betreiben?

Wir sehen das, wenn wir unterwegs sind, besonders in der Region, zu Benefizspielen oder Hallenturnieren: Die Menschen lieben 96, sind stolz, dass wir zu ihnen fahren. Bei uns in der Mannschaft herrscht ein guter Teamgeist, wer einmal dabei ist, möchte nicht mehr weg. Wir spielen fair und bekommen durch den Vereine eine gute Unterstützung bei der Verwaltung und Infrastruktur. Das ist schon außergewöhnlich, das haben andere Vereine nicht.