Schwimmen: Angelina Köhler im Interview

Wasser ist ein Element des Lebens, und Schwimmen steht deshalb seit langer Zeit als ein Teil menschlicher Kultur im Mittelpunkt der Freizeitgestaltung. Diesem Anspruch folgend wurde die Abteilung Schwimmen am 6. Dezember 2017 bei Hannover 96 gegründet. Ziel ist es, viele Kinder und Jugendliche inner-und außerhalb des Vereins für das Sportschwimmen zu begeistern und entsprechend auszubilden und zu fördern. Im Leistungs- und Breitensport gibt es zudem  verschiedene Trainingsgruppen mit unterschiedlichen Leistungs- und Altersklassen. Sportlerin des Jahres in der Schwimmabteilung wurde eine deutsche Meisterin und fleißige Medaillensammlerin: Angelina Köhler.

Glückwunsch zur Wahl als Sportlerin des Jahres in der Schwimmabteilung. Beschreib bitte kurz, seit wann Du bei 96 aktiv ist.

Mit der Gründung unserer Abteilung schwimme ich für 96. Wenn man die Badekappe mit dem Logo eines durch die Fußball-Bundesliga bekannten Vereins trägt, dann wird man natürlich bei Wettkämpfen oft angesprochen. Viele außerhalb der Region wissen ja nicht, dass 96 auch eine Schwimmabteilung hat.

Was ist für Dich das Besondere an Hannover 96, warum hast Du Dich für 96 entschieden?

Ich wollte das Schwimmen gerne leistungsmäßig machen und wollte dann mit zwölf Jahren in das Sportinternat nach Hannover. Das hat dann auch geklappt. Mit 96 haben wir Schwimmer jetzt die Unterstützung eines großen, gut geführten Vereins. Und mein Vater ist ja auch Abteilungsleiter. Ich fühle mich sehr wohl bei 96.

"Ich fühle mich sehr wohl bei 96" - Angelina Köhler ist seit der Gründung der Schwimmabteilung im Dezember 2017 dabei.

Was treibt Dich an?

Ich liebe meinen Sport. Ich war als Kind schon immer gerne im Wasser und wurde dann im Alter von neun Jahren von Karina Kusch im Urlaub in der Türkei entdeckt. Dort habe ich an einem Schwimmcamp teilgenommen, das Karina geleitet hat. Zurück in Deutschland, bin ich dann in einen Verein gegangen und schwimme seitdem.

Sport, Arbeit, Schule und Freizeit: Wie schaffst Du es, alles unter einen Hut zu bringen?

Für ihren Erfolg trainiere ich derzeit acht- bis neunmal pro Woche. Ich besuche das Teilzeitinternat des Landessportbundes Niedersachsen, das hilft mir sehr. Und eine große Rolle spielen meine Eltern. Sie sind vor zwei Jahren extra nach Hannover gezogen. Sie haben ihr Leben für mich aufgegeben. Das würden nicht alle Eltern machen, meine Anerkennung dafür kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich bekomme zudem viel Unterstützung von meinen Lehrern. Bei Wettkämpfen werde ich dann vom Unterricht befreit und hole das nach oder lerne auf der Zugfahrt.

Welche Vorteile bringt Dir das neue Vereinssportzentrum von Hannover 96 an der Stadionbrücke?

Aus verständlichen Gründen gibt es an der Stadionbrücke ja kein Schwimmbad. So ein Olympia-Becken würde den Etat doch etwas übersteigen… (lacht).

Das große Ziel für 96-Schwimmerin Angelina ist Olympia.

Was ist die nächste Herausforderung, die Du Dir selbst gesetzt habt?

Ganz klar Olympia. Ob das 2020 schon was wird, weiß ich nicht. Aber 2024 nehme ich auf jeden Fall in Angriff.

Als Sportlerin des Jahres bist Du auch Botschafterin für Deinen Sport nach außen. Wie begeisterst Du  andere Menschen für Schwimmen? Warum sollte man bei Hannover 96 schwimmen?

Ich war im vergangenen bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires. Das war eine Super-Veranstaltung, die ich nie vergessen werde. Wer wissen will, wie attraktiv Schwimmen ist, muss sich von dort nur die Bilder angucken. Meine Schwestern Pauline und Jule schwimmen auch für 96, mein Vater ist Abteilungsleiter. Das sind gute Gründe, bei 96 Schwimmsport zu machen.