Sportkegeln: Thorsten Reimers im Interview

Kegeln ist lange Zeit die Sportart mit den weitaus meisten aktiven Sportlern in Deutschland gewesen – sogar noch vor Fußball. Auch die 96er haben in ihrer beinahe 125-jährigen Geschichte immer gerne gekegelt, unter anderem auf der eigenen Kegelbahn im 1964 gebauten Klubheim in der Clausewitzstraße. Erst 2011 ist Kegeln als Leistungssport eine eigene Abteilung bei Hannover 96 geworden, die inzwischen im Soccerpark Langenhagen (Engelbostel) ihre neue Heimat gefunden hat. Sportler des Jahres ist Thorsten Reimers.

Glückwunsch zur Wahl zum Abteilungssportler des Jahres. Beschreib bitte kurz, seit wann Du bei 96 aktiv bist.

Vielen Dank. Seit April 2018 wohne ich in Hannover. Dadurch bin ich auch zum Sportkegeln bei Hannover 96 gleich im Anschluss gekommen und seit Mitte vergangenen Jahres Teil des Teams.

Was ist für Dich das Besondere an Hannover 96, warum hast Du Dich für 96 entschieden?

Nach berufsbedingter achtjähriger Pause vom Kegelsport wollte ich gleich, nachdem ich nach Hannover gezogen bin, wieder damit beginnen. Zwar findet man bei einer Internetsuche nach Kegelvereinen im Raum Hannover jede Menge Klubs, aber meine Entscheidung zu 96 zu kommen, war für mich als Fußballfan sofort klar. Und das war auch die richtige Entscheidung: Bereits das erste Probetraining bei Hannover 96 im Soccerpark Langenhagen hat mir so gut gefallen, dass ich gleich dortgeblieben bin.

Thorsten Reimers ist Sportkegler bei 96.

Was treibt Dich in Deinem Sport an?

Der Antrieb ist, Erfolge zu sehen und Stück für Stück besser zu werden. Noch wichtiger ist aber Spaß zu haben mit dem, was man tut. Ich freue mich auf jedes Training und auf jeden Wettkampf, weil es einfach toll ist, die Zeit miteinander zu verbringen. Das ist das Schöne am Mannschaftssport.

Wer oder was sind Deine Vorbilder?

Ich habe keine Vorbilder.

Welche Vorteile bringt Dir das neue Vereinssportzentrum von Hannover 96 an der Stadionbrücke?

Der Kegelsport belastet recht einseitig. Darum wäre ein Ausgleichstraining für den gesamten Körper im Vereinssportzentrum ideal. Leider schaffe ich es derzeit nicht, das Zentrum regelmäßig und effektiv nutzen zu nutzen.

Hast Du ein besonderes Ritual vor deinen Wettkämpfen?

Nein.

Was ist die nächste Herausforderung, die Du Dir selber gesetzt hast?

Die Herausforderung für mich ist, so viel wie möglich zu trainieren, um in der nächsten Saison mit meiner Mannschaft gute Wettkämpfe bestreiten zu können.

"Ich freue mich auf jedes Training und auf jeden Wettkampf."

Du vertrittst als Sportler des Jahres auch den Kegelsport bei 96 als Botschafter nach außen. Wie begeisterst Du andere Menschen für Deinen Sport? Warum sollte man Sportkegeln bei Hannover 96 betreiben?

Für uns spricht auf jeden Fall ein großartiges Miteinander. Die Begeisterung beim Training und bei Wettkämpfen sowie der Zusammenhalt im Verein - so etwas habe ich so zuvor noch nicht erlebt. An Spieltagen spielen teilweise drei Mannschaften von uns gleichzeitig, und man weiß manchmal gar nicht mehr, wer zu welcher Mannschaft gehört, aber dennoch feuert jeder jeden an und fiebert mit dem Team mit. Ich finde auch unsere Altersstruktur in der Sparte klasse. Von Jung bis Alt ist alles vertreten. Und damit einher gehen auch die Erfahrungen, die alle mitbringen. Einige, die gerade erst anfangen, und andere, die schon erfolgreich in der Bundesliga gekegelt haben. So wie im vergangenen Jahr tragen wir auch dieses Jahr im August unseren Hannover-96-Cup aus. Mit dabei waren vergangenes Jahr sogar Mannschaften aus Berlin und Schleswig-Holstein. Der Cup geht über zehn Tage, und es sind Damen- und Herrenmannschaften von der Bezirksliga bis hin zur Bundesliga vertreten. Ein ideales Event, um den Sport und die Leute, die ihn betreiben, kennenzulernen.