Tischfußball: Ruben Heinrich im Interview

In Hannover sagt man traditionell "Krökeln". Da man dieses Wort aber ansonsten nur noch bis kurz hinter Braunschweig versteht und die Sportler unserer Abteilung deutschlandweit unterwegs sind, heißt die Abteilung einfach "Tischfußball". Mannschaft des Jahres ist die 1. Herren-Bundesliga-Mannschaft, im Interview vertritt Ruben Heinrich das Team.

Glückwunsch zur Wahl zum Team des Jahres in Eurer Abteilung. Beschreib bitte kurz, seit wann Ihr bei 96 aktiv seid.

Die Sparte Tischfußball ist vor zirka viereinhalb Jahren der 96-Familie beigetreten. Vorher vertraten wir Hannover unter dem Namen Krökelgemeinschaft Badenstedt (KGB) Hannover. Unter dem Wappen von Hannover 96 auflaufen zu dürfen, verleiht unserem Sport noch mehr Glanz. Andere große Sportvereine folgen diesem Weg, Tischfußball als Sparte aufzunehmen.

Was ist für Euch das Besondere an Hannover 96, warum habt Ihr Euch für 96 entschieden?

Der Verein Hannover 96 repräsentiert als größter Verein Niedersachsens sportlichen Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und das Streben nach Erfolg. Diese Attribute finden wir in der Ausübung unserer Sportart wieder, weswegen wir mit unserem Leistungsgedanken gut in den Verein passen. Als Spieler aus dem Einzugsgebiet Hannover und angesichts des Stellenwerts der Mannschaft in der Tischfußballszene kamen andere Vereine für uns nicht infrage.

Was treibt Euch an?

Es ist eine große Motivation, erfolgreich eine Sportart betreiben zu können. Es spornt schon besonders an, als Herausforderer eine Meisterschaft gewinnen zu können. Es spornt noch mehr an, wenn man im Fokus anderer Mannschaften ist und vom Rest gejagt wird. Das setzt schon besondere Emotionen frei. Das wiederholt erleben zu können ist Anreiz, weiter an der Sache zu arbeiten.

Sport, Arbeit, Familie und Freizeit: Wie schafft Ihr es, alles unter einen Hut zu bringen?

Das Schöne am Sport ist, dass er zwar viel Energie und Zeit raubt. Wenn man jedoch merkt, dass der Einsatz Früchte zeigt, man Erfolge feiert, zahlt das sehr viel zurück und lässt die Opfer, die man dafür gebracht hat, auch schnell vergessen.

Tischfußball bei 96 gibt es seit etwa viereinhalb Jahren.

Wer oder was sind Eure Vorbilder?

Vorbilder sind für uns Personen, die herausfordernde Situationen meistern und gestärkt aus diesen hervorgehen. Das ist im Sport und auch im privaten Leben wichtig.

Welche Vorteile bringt Euch das neue Vereinssportzentrum von Hannover 96 an der Stadionbrücke?

Das wird sich in Zukunft noch zeigen. Da wir dort leider nicht unsere Trainingsräume haben, spielt das Zentrum zunächst keine übergeordnete Rolle für uns. Wenn wir jedoch die Räume dort nutzen können, um auch national relevante Turniere durchführen zu können, wird der Stellenwert des Vereinssportzentrums für unsere Sparte spürbar steigen.

Hast Du selbst ein besonderes Ritual vor Deinen Wettkämpfen?

Da kann ich kein bestimmtes Ritual nennen.

Das Ziel unserer Tischfußballer ist die Verteidigung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft und ein gelungenes Abschneiden bei der Weltmeisterschaft im spanischen Murcia.

Was ist die nächste Herausforderung, die Ihr Euch selbst gesetzt habt?

Die Verteidigung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit Hannover 96 und ein gelungenes Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in Murcia (Spanien) in diesem Jahr.

Als Sportler des Jahres vertretet Ihr auch den Tischfußball als Botschafter nach außen. Wie begeistert Ihr andere Menschen für Euren Sport? Warum sollte man das Krökeln bei Hannover 96 lernen?

Tischfußball beinhaltet viele positive Eigenschaften für alle Alters- und Spielklassen. Jedoch sollte man diese in der Praxis erleben. Und da es nur einen Tisch dafür braucht, spricht nichts dagegen, bei einem netten Besuch mit Freunden oder auch alleine in unserem Vereinsheim schöne Spiele, neue Gesichter, viele Anregungen und eine Menge Spaß erleben zu dürfen.