Triathlon: Das Damenteam im Interview

Zu den alteingesessenen Abteilungen bei Hannover 96 gehört auch unsere Triathlon-Abteilung, die im Herbst 1995 den Weg in unseren Verein gefunden hat. Als Mannschaft des Jahres ist das Damenteam nominiert worden, das aktuell für 96 in der 2. Bundesliga startet. Gemäß dem guten Mannschaftsgeist haben sich Tabea Fricke, Dörte Zimmermann, Rebecca Neundörfer, Lena Brunkhorst, Dorothee Polte, Alica Klindworth und Rebekka Raphael die Interviewfragen fair aufgeteilt.

Glückwunsch Dir und dem Team zur Wahl zum Abteilungssportler des Jahres. Beschreib bitte kurz, seit wann Du bei 96 aktiv bist.

Tabea Fricke: Ich komme ursprünglich aus Gronau (Leine) und habe 2007 mit Triathlon in Hildesheim angefangen. Im Herbst 2014 bin ich zum Studieren nach Hannover gekommen, seit November 2014 trainiere ich bei 96. Seit der Saison 2015 starte ich auch für 96 in der 2. Triathlon Bundesliga.

Was ist für dich das Besondere an Hannover 96, warum hast Du Dich für 96 entschieden?

Dorothee Polte:
Ich finde besonders an Hannover 96, dass der Verein eine große Bandbreite an Menschen zusammenbringt. Wir sehen das besonders stark in der Triathlonabteilung – hier trainieren Fitness- und Freizeitathleten und Profi-Triathleten. Unsere Abteilung ist aktuell mit mehreren Teams in vier Ligen von der Landesverbandsliga bis hin zur 2. Bundesliga vertreten. Das ist schon sehr besonders und zieht auch. 2015 habe ich mich für Hannover 96 entschieden, weil der Verein die besten Trainingsbedingungen in dieser Umgebung mit vielen Trainingszeiten bietet. Ich kann hier Triathlon als zeitintensiven Sport mit meinem Vollzeitjob und regelmäßigen Dienstreisen vereinbaren - heute auch auf einem höheren Niveau als noch 2015. Natürlich darf man dabei nicht zimperlich sein. Zweimal pro Woche gehen wir im Sportleistungszentrum bereits morgens um 6 Uhr ins Wasser. Es ist toll, dass wir diese Möglichkeiten haben. Ich trainiere hier mit Menschen, die genauso viel Spaß am Sport haben und ambitionierte Ziele erreichen wollen. Viele halten Triathlon für eine reine Individualsportart, aber es pusht total, gemeinsam an der Startlinie zu stehen. Wir können als Team auch in diesem Sport viel erreichen.

Als Mannschaft des Jahres ist aus unser Triathlon-Abteilung das Damenteam nominiert worden, das aktuell für 96 in der 2. Bundesliga startet.

Was treibt Dich in Deinem Sport an?

Dörte Zimmermann:
Ich bin ein Wettkampftyp. Das Gefühl in einer neuen persönlichen Bestzeit und als Erste die Ziellinie zu überqueren, ist unbeschreiblich. Die Vorfreude beim Rennen auf die nächste Disziplin sorgt für Abwechslung. Hauptsächlich treibt mich das Gefühl von Stärke im Rennen an und dass ich alles erreichen kann, was ich mir vornehme. Zu erfahren, was der Körper, aber auch der Kopf leisten kann. Am Ende des Tages zufrieden mit mir zu sein und dem, was ich geleistet habe. Die Verantwortung für etwas zu haben, das treibt mich an und motiviert.

Wer oder was sind Deine Vorbilder?

Alica Klindworth:
Eines meiner Vorbilder ist Flora Duffy aus Bermuda. Sie hat bereits zweimal die ITU World Triathlon Series gewonnen und ist seit 2014 ungeschlagene Xterra Weltmeisterin. Besonders ihre Leidenschaft für das Mountainbike fahren macht sie zu einer meiner Vorbilder im Triathlon Sport. Nicht zu vergessen ist ihre unglaublich positive und freundliche Art.

Welche Vorteile bringt Dir das neue Vereinssportzentrum von Hannover 96 an der Stadionbrücke?

Rebekka Raphael:
Zu dem Vereinssportzentrum kann ich leider nicht viel sagen. Die Kurse liegen nicht parallel zu den Kinderangeboten, die mein Sohn Leo nutzen könnte. Schön ist es, dass wir unsere Stabilisationsübungen und den Yoga-Kurs dort machen können.

Hast Du ein besonderes Ritual vor Deinen Wettkämpfen?

Rebecca Neundörfer:
Bike Check-In -> Warmlaufen -> Trisuite anziehen -> Schwimmstrecke visualisieren -> Trainingsanzug aus und Badekappe auf -> Einschwimmen -> Brille richten -> Fokus auf den Start.

Was ist die nächste Herausforderung, die Du Dir selber gesetzt hast?

Dörte Zimmermann:
Bevor ich beim Triathlon in die Bundesliga Saison einsteige, starte ich im April beim Ötillö Hvar Swimrun in Kroatien. Im Juli starte ich außerdem beim größten Triathlon der Welt, beim Hamburg Wasser World Triathlon über die Olympische Distanz (1,5-40-10), bevor ich im August in Polen beim 70.3 Gdynia über die Mitteldistanz (1,9-90-21,2) an den Start gehe und dort mit der Qualifikation für die 70.3-WM liebäugle.

Du vertrittst als Sportler des Jahres auch die Triathleten bei 96 als Botschafter nach außen. Wie begeisterst Du andere Menschen für Deinen Sport? Warum sollte man Triathlon bei Hannover 96 betreiben?

Tabea Fricke:
Ich habe selbst mit zwölf Jahren meinen ersten Triathlon gemacht und bin seitdem fasziniert von der Vielfalt des Sports. Die drei Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen sind sehr abwechslungsreich - und man ist viel an der frischen Luft. Hat man auf die eine Sportart mal keine Lust, macht man einfach eine andere … Im Oktober habe ich außerdem meinen Trainerschein gemacht, seit November 2018 trainiere ich die Jugendlichen in unserer Abteilung, das bereitet mir große Freude. Unsere Kinder- und Jugendabteilung hat in den vergangenen Jahren eine Klasse-Entwicklung genommen. Natürlich hoffen wir, dass der Nachwuchs für unsere Bundesligamannschaften aus unserem eigenen Verein kommt. Ich kenne viele Triathlonvereine, aber eine solche Vielzahl an verschiedenen, betreuten Trainingsmöglichkeiten habe ich bisher in keinem anderen Verein gesehen.

"Die drei Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen sind sehr abwechslungsreich - und man ist viel an der frischen Luft. Hat man auf die eine Sportart mal keine Lust, macht man einfach eine andere."