Unser neues Sportzentrum

Hannover 96 freut sich, eines der größten Infrastrukturprojekte der Vereinsgeschichte zu realisieren. An der Stadionbrücke gegenüber vom Neubau der Krankenhauses Siloah entsteht die neue Heimat für den Breitensport und die Mitgliederbetreuung. Mit dem Zentrum kann der Verein sein Sportangebot entscheidend ausweiten und bietet auch den bestehenden Abteilungen eine sehr gute Entwicklungschance.

Gerne möchten wir unsere Mitglieder hier auf dem Laufenden halten und über die Schritt-für-Schritt-Veränderungen auf der aktuellen Baustelle informieren:

Baubeginn im Mai

Mit der Sperrung des Parkplatzes an der Stadionbrücke im Oktober 2016 begann, nach der Errichtung der Akademie in der Eilenriede, die Umsetzung des zweiten großen Infrastrukturprojektes bei Hannover 96. Noch haben die Maßnahmen vorbereitenden Charakter, dennoch gehören die Bagger gegenüber des Siloah-Krankenhauses für Anwohner, Pendler und Krankenhausbesucher bereits zum alltäglichen Bild.

Zwei Monate dauerten notwendige Sondierungsarbeiten auf der Fläche des späteren Gebäudes, bei denen alle anderthalb bis bis zu neun Metern tiefe Löcher gebohrt und mittels magnetischer Sondenmessungen anschließend mögliche Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg lokalisiert wurden.  Erschwert haben die Arbeiten und auch die Deutung der Messergebnisse, die bis zu fünf Meter hohen Kriegsschutt-Aufschüttungen, die auf allen Flächen dieses Gebietes vorherrschen.

Kurz vor Weihnachten lagen die abschließenden Messergebnisse vor. Drei Anomalien in neun Metern Tiefe und verschiedene kleine Verdachtspunkte in der Aufschüttung machten weitere Schritte notwendig. Die Arbeiten lagen von nun an in der Hand der Landeshauptstadt bzw. der Feuerwehr Hannover und wurden am 24. Februar gemeinsam mit dem Kampmittelräumdienst Niedersachsen auf einer Pressekonferenz vorgestellt:

  • Um die drei tiefen Verdachtspunkte werden erschütterungsarm jeweils quadratische Spundwände in die Erde gedrückt. Anschließend erfolgen das Ausbaggern auf bis zu einem Meter über den Verdachtsmomenten und eine genauere Sondierung.

  • Sollte sich der Kampfmittelverdacht erhärten, erfolgt am Sonntag 26. März die Evakuierung in einem Radius von 1.000 Metern. 15.600 Anwohner, die HDI Arena, das Stadion-Bad, die Swiss-life Hall, die Hochschule Hannover, das Bahngelände Fischerhof, der Olympiastützpunkt, der Landessportbund und zwei Flüchtlingsheime wären betroffen.

  • Ausgenommen von der Evakuierung wird das Siloah-Krankenhaus. Hier wird im Evakuierungsbereich eine kontrollierte Sicherheitszelle geschaffen, die aufgrund der dortigen Intensivmedizin notwendig ist, um die Patienten nicht mit einer Verlegung in andere Krankenhäuser zu gefährden.

  • Als Schutzmaßnahmen gegen eine mögliche Druckwelle und Splitter werden eine 35 Meter breite und 10 Meter hohe Wand aus Seecontainern (Befüllung mit Sand oder Wasser) aufgestellt und die Dachgeschosse sowie die erste Reihe der Räumlichkeiten Richtung Baugelände geräumt.

  • Bei den Schürfungen in der Aufschüttung wurden keine Kampfmittel gefunden.

Die Genehmigung des Bauantrages wird im März erwartet und die ersten Baumaßnahmen beginnen im April mit der Verdichtung des durch Kriegsschutt aufgelockerten Baugrundes. Kies-Rüttelstopfsäulen sorgen für die notwendige Festigkeit, ehe die Bodenplatte in Angriff genommen wird. Der offizielle Spatenstich wird im Mai vollzogen. Über die fortlaufenden Baumaßnahmen wird in den kommenden Ausgaben der 96 aktiv sowie auf der Website berichtet.

Im Sommer 2018 stürmen die Kinder die Bewegungslandschaften in den Sporthallen und erwachsene Mitglieder verbessern und erhalten ihre Gesundheit im Fitnessbereich. Hannover 96 reagiert mit dem Vereinssportzentrum auf die abteilungsübergreifenden Kapazitätsengpässe bei Sportflächen und auf die Entwicklungen des Sports. Ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein, neue Trainingsmethoden und die Digitalisierung sind Einflussfaktoren auf das Sportverständnis - Sport ist heutzutage auch Lifestyle. Zudem schreitet die Individualisierung voran und auch diesem Trend wird mit Personal-Trainings Rechnung getragen. Die Vereinsphilosophie eines Sportvereins kann auch im Bereich Fitness aber nur die Gemeinschaft und nicht das Einzeltraining sein. So wird es im Fitnessbereich Gruppenangebote sowie eine enge und kompetente Betreuung neuartiger Trainingskonzepte geben - seien Sie gespannt. Bei Familien bietet sich das parallele Sporttreiben von Kindern und Eltern an - ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Studios und selbstverständlich wird das Zentrum barrierefrei. Im Vereinssportzentrum an der Stadionbrücke finden alle eine sportliche Heimat.

Aktuelle Bilder von der Baustelle