Unser neues Sportzentrum

Hannover 96 freut sich, eines der größten Infrastrukturprojekte der Vereinsgeschichte zu realisieren. An der Stadionbrücke gegenüber vom Neubau der Krankenhauses Siloah entsteht die neue Heimat für den Breitensport und die Mitgliederbetreuung. Mit dem Zentrum kann der Verein sein Sportangebot entscheidend ausweiten und bietet auch den bestehenden Abteilungen eine sehr gute Entwicklungschance.

Der Neubau bietet einen Blick auf die HDI Arena und eine attraktive Umgebung mit dem Sportpark (Landes- und Stadtsportbund, Landesfachverbände, Sportleistungszentrum, Stadionschwimmhalle), der Humboldt-Schule (Eliteschule des Sports), dem KRH Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus.

Das Gebäude weist Sporthallen für Kinderangebote, Fitnessräume und eine -fläche für Erwachsene, eine Kinderbetreuung, die Vereinsverwaltung und eine Gaststätte auf. In einem zweiten Bauabschnitt sind zudem weitere Sporträume und ein Bewegungsbecken mit Sauna geplant.

Bei den Außenflächen sind ebenfalls über zwei Bauabschnitte verschiedene Plätze für Fußball auf Kunstrasen und Sand, aber auch ein Spiel- und bewegungsplatz, eine Multifunktionsfläche, Beachvolleyball angedacht.

Ein Architektenwettbewerb wurde als städtebauliches-hochbauliches Workshop-Verfahren mit einem freiraumplanerischen Anteil durchgeführt. Das bedeutet, dass die vier teilnehmenden Architekturbüros einvernehmlich von der Landeshauptstadt Hannover und Hannover 96 bestimmt wurden und es keine offene Ausschreibung des Projektes gab. Diese Vorgehensweise wurde gewählt, um die nicht unerheblichen Kosten für Bearbeitungshonorare und Preisgelder möglichst gering zu halten. Das Verfahren war anonym. 

Im Nachgang des Wettbewerbs erfolgte eine Entwurfsanpassung der oberen Fassade. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mit dem Neubau des KRH Siloah-Oststadt-Heidehaus und der präsenten Lage an der Ritter-von-Brüning-Straße bat die Landeshauptstadt Hannover um einen Einbezug in diese Planungen.

Baubeginn Frühjahr 2017

Der Parkplatz an der Stammestraße ist seit dem 04. Oktober vollständig gesperrt. Die damit verbundenen Sondierungsarbeiten hinsichtlich möglicher Kampfmittel im Boden sind die ersten Maßnahmen auf dem von der Stadt Hannover im Erbbaurecht erhaltenden Grundstück.

Das lokale Energieversorgungsunternehmen "enercity" startete auf der angrenzenden öffentlichen Fläche bereits am 12. September mit der Verlegung einer über das Grundstück laufenden Gasleitung. Die Landeshauptstadt Hannover wird parallel zu dieser eine verlaufende Abwasserleitung ebenfalls verlegen. Von der ursprünglich geplanten Verlegung der Fernwärmeleitung konnte der Verein Abstand nehmen, da sich diese nach der Anpassung des Gebäudekörpers nicht mehr im Baufeld befindet. Die Verkleinerung des Baukörpers wurde nach der ersten Kostenberechnung vorgenommen.

Mit einer Bruttogeschossfläche von 5.200 qm lag das Investitionsvolumen in der ersten Planung bei über 13 Mio. €. Nach einer Bewertung aller Parameter entschieden die Gremien eine Reduzierung auf 3.200 qm. Hiermit kann das anvisierte Investitionsvolumen von 10 Mio. € eingehalten werden.

Im Terminplan sind die entscheidenden Meilensteine verankert. Der Bauantrag wurde am 07. Oktober unterzeichnet und eingereicht. Ein Baubeginn ist somit ab Februar/März 2017 möglich. Im Zeitraum der Bauantragsprüfung durch die Stadt Hannover werden die oben thematisierten Sondierungsmaßnahmen abgeschlossen sein und auch ein Zeitrahmen für mögliche Kampfmittelbeseitigungen ist berücksichtigt.

Die Fertigstellung ist für Sommer 2018 geplant. Hannover 96 hat dann im Bereich der Sportabteilungen seine größte Infrastrukturmaßnahme in der Vereinsgeschichte abgeschlossen. Die erfolgreiche Entwicklung des Vereins bei den sportreibenden Mitgliedern basiert fast ausschließlich auf einer Nutzung vereinsfremder Sportstätten. Diese Tatsache führte immer wieder zu kurzfristigen und auch langwierigen Ausfällen der Angebote und damit zu Unmut bei den Mitgliedern sowie zu Kündigungen. Mit dem Sportzentrum schafft der Verein verlässliche Ressourcen für seine Angebote und zusätzliche Flächen zur Sportangebotserweiterung. Die beiden Sporthallen mit einer Größe von 145 und 445 qm werden sowohl für Mannschaftsportarten wie Badminton, Tischtennis und Floorball genutzt, aber auch dem umfangreichen, sportartenübergreifenden Angebot der Abteilung Fit & Kids zugänglich gemacht. Bestehende Angebote wie die Windel- und Zwergathleten werden hier ebenso integriert wie die dann neugegründete Kindersportschule und weitere Trendsportarten. Auch für Bouldern, ungesichertes Klettern bis zu einer Höhe von 4 m, wird eine Fläche geschaffen. Weitere Abteilungen finden hier ebenfalls eine Heimat.

Ein neuer Bereich wird im obersten Geschoss geschaffen. Mit einem Gesundheits- und Fitnessbereich reagiert der Verein auf die veränderten Nutzungsbedürfnisse der Sporttreibenden. Diesem Thema werden sich die folgenden Ausgaben der 96 aktiv immer wieder widmen. Gerade die Familie soll im neuen Sportzentrum im Mittelpunkt stehen. Die Angebote werden so konzipiert, dass alle Familienmitglieder parallel Sport treiben können und der Besuch zum Gemeinschaftserlebnis wird. Diese Konstellation verbunden mit dem großen Sportangebot ist sicherlich einmalig in Hannover. Neben Sporträumen und den dadurch bedingten Nebenräumen werden auch die Büros der Vereinsverwaltung im neuen Gebäude untergebracht. Zudem bietet eine Gaststätte allen Sportlern aber auch allen Fans und externen Gästen seine Leistungen an. Verfolgt werden können hier alle Spiele der Bundesliga.