Nachwuchs

U19 verliert im Elfmeterschießen

Es hat nur ganz knapp nicht gereicht: Nachdem die A-Junioren im Conti-Cup-Finale zunächst in Führung gegangen und das bessere Team waren, glich der VfL Wolfsburg in der zweiten Halbzeit aus. Unentschieden stand es auch nach der Verlängerung. Im Elfmeterschießen hatten die Wölfe dann die etwas besseren Nerven und gewannen mit 5:4.

Erinnerungen an das DFB-Pokal-Aus
In K.o.-Spielen der U19 fühlt man sich in den zurückliegenden Monaten an die englische Nationalmannschaft erinnert. Im Elfmeterschießen hat die Mannschaft von Daniel Stendel einfach kein Fortune. Erst verlor sie das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Schalke 04, nachdem nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung kein Sieger gefunden war, und auch am gestrigen Donnerstag im Conti-Cup-Finale gegen den VfL Wolfsburg fehlte 96 das nötige Glück vom Punkt.

Dabei war 96 insgesamt die gefährlichere und entschlossenere von zwei guten Mannschaften in einem hochklassigen und temporeichen Endspiel. Besonders in der ersten Hälfte wussten die jungen Roten zu überzeugen, phasenweise spielten sie den Gegner an die Wand und hätten nach 45 Minuten "mit 4:0 führen müssen", wie Stendel hinterher feststellte. Allein Noah Sarenren-Bazee hatte drei Riesenchancen, scheiterte aber entweder am Keeper oder an der eigenen Zielgenauigkeit. Besser machte es Grunert, der den hannoverschen Nachwuchs nach 27 Minuten verdient in Führung brachte. Dass Stendels Elf die Führung nicht ausbaute, sollte sich später rächen.

96 hätte höher führen können - und müssen
Denn dieser schmale Vorsprung hielt den VfL natürlich weiter im Spiel, und dass die Jungs von Trainer Dirk Kunert nicht umsonst Staffelmeister geworden sind, zeigte sich dann auch im zweiten Durchgang. Nachdem Seguin egalisiert hatte (51.), waren die Wölfe am Drücker und 96 hatte neben seinem Defensivkönnen auch Glück, dass es bei dem einen Gegentreffer blieb. In der Verlängerung war Stendels Mannschaft dem Sieg wieder näher, konnte aber aus den sich bietenden Gelegenheiten wieder nichts machen; das Fehlen von Top-Torschütze Kevin Krottke machte sich spätestens jetzt bemerkbar. 

So musste der Sieger vom Elfmeterpunkt ermittelt werden. Wolfsburg begann, die ersten beiden Versuche auf beiden Seiten saßen. Dann verschoss Cinar und 96 hatte die Chance, durch Onur Capin in Front zu gehen. Doch auch er konnte den Ball nicht im Tor unterbringen. Den fünften Elfmeter verwandelte Müller für die Jungwölfe, Sarenren-Bazee musste nun treffen. Doch Kuhfeld parierte den Schuss des so stark aufspielenden Offensivmannes - und das Spiel war aus.


Großer Jubel über Grunerts Führungstreffer. Am Ende sollte er leider nicht reichen.  

Köpfe schon wieder oben
"Nach dieser sehr unglücklichen Niederlage sind wir natürlich enttäuscht", sagte Stendel, der mit seiner Mannschaft unbedingt gewinnen und erneut in den DFB-Junioren-Vereinspokal einziehen wollte. Weil man bei 96 aber wusste, dass man erneut eine bärenstarke Leistung gezeigt hatte und es in dieser Saison noch etwas zu gewinnen gibt, waren die Köpfe schnell wieder oben.

"Wir machen nun zwei Tage frei und dann bereiten wir uns akribisch auf die nächste Begegnung mit dem VfL vor. Wir wollen mit aller Macht ins Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen und man hat heute gesehen, dass wir ohne Frage das Zeug dazu haben", blickte der 96-Coach auf die kommenden Halbfinalspiele. Sollte es am Ende so laufen, dass Wolfsburg Conti-Cup-Sieger ist und 96 deutscher Meister wird - im hannoverschen NLZ würde man wahrscheinlich sofort unterschreiben.
mi 

U19: Rehberg - Wolf, Hübers (70. Wilton), Panagiotidis, Arkenberg - Anton - Bähre, Tuna, Sarenren-Bazee - Grunert (46. Capin), Bahtiri

VfL Wolfsburg: Kuhfeld – Tille (46. Cinar), Dengler, Sprenger, Busching – Müller, Lohmann (70. Mandla), Seguin, Lysia – Stolze, Bülbül

Tore: 1:0 Grunert (27.), 1:1 Seguin (51.)

Schiedsrichter: Röntsch

Zuschauer: 500