Aktuelle Form
Arminia Bielefeld steht nach 23 Spieltagen mit 27 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz – und liegt damit für einen Aufsteiger absolut im Soll. Die Ausgangslage hätte jedoch noch komfortabler sein können: Am vergangenen Spieltag setzte es ein 1:2 gegen Schlusslicht Greuther Fürth. Ein Rückschlag, der im Nachgang für deutliche Worte sorgte. Trainer Mitch Kniat sprach davon, man habe "Punkte verschenkt", weil seine Mannschaft die Anfangsphase "komplett verschlafen" habe.
Zuvor präsentierte sich der Aufsteiger stabil: vier Spiele ohne Niederlage, darunter Siege gegen Braunschweig und Magdeburg. Prägend bleibt die Spielanlage: Bielefeld gehört zu den lauf‑ und sprintstärksten Teams der Liga und setzt Gegner durch permanentes Anlaufen unter Druck.
Besonders auffällig ist auch die Standardstärke. Die Arminia schlägt die meisten Ecken der Liga, weiß diese zu nutzen und setzt ihre körperlichen Vorteile konsequent ein. Ein Beispiel: Mittelstürmer Roberts Uldrikis, 1,98 Meter groß und nach langer Verletzung zurück, traf beim Startelf-Comeback doppelt – darunter per Kopf nach einer Ecke von Standardexperte Tim Handwerker. Auch in Fürth führte ein Eckball zum Tor, zudem verwandelte der DSC alle sieben zugesprochenen Elfmeter.
Spielerisch tat sich Bielefeld zuletzt im letzten Drittel schwerer, vor allem wenn frühe Gegentreffer das Spiel kippten. Doch als Gesamtpaket bleibt die Arminia ein Gegner, der über Athletik, Standards und hohes Tempo jederzeit gefährlich werden kann.
Zentrale Figuren
Mael Corboz ist Kapitän, Dauerläufer und das Herz des Teams. Corboz stand in dieser Saison bis zum letzten Spieltag immer über 90 Minuten auf dem Platz und wurde erst in Fürth zum ersten Mal ausgewechselt. Kein Spieler der gesamten Liga läuft so viel wie er: 12,82 Kilometer pro 90 Minuten im Schnitt machen ihn zum laufstärksten Akteur der 2. Bundesliga. Als Kapitän ist er der wichtigste Anker des DSC.
Monju Momuluh ist ein Ex‑96er und bei der Arminia im Aufwind: Vor der Saison aus Hannover gekommen, hat sich Momuluh schnell als Stammkraft etabliert. Unter Trainer Mitch Kniat ist er offensiv gesetzt und mit neun Torbeteiligungen (sechs Vorlagen, drei Tore), Bielefelds bester Scorer – eine Vorlage lieferte er im Hinspiel gegen 96. Mit Tempo, Mut im Eins‑gegen‑Eins und starken Tiefenläufen ist er der gefährlichste Flügelspieler des Teams.
Joel Grodowski ist trotz einer kurzen Formdelle weiter Bielefelds zuverlässigste Torgefahr. Mit 8 Saisontoren führt er die interne Torjägerliste klar an. Seine größte Waffe: enorme Geschwindigkeit. Schon in der vergangenen Saison erreichte er bei Preußen Münster über 36 km/h – nur ein Spieler der Liga war noch schneller. Grodowski bleibt – auch nach drei Spielen ohne Startelfeinsatz – eine wichtige Stütze des Bielefelder Angriffsspiels und könnte schon der kommenden Partie wieder in die erste Elf rotieren.
Bilanz der letzten drei Spiele
- 3:2‑Sieg gegen Eintracht Braunschweig – 2. Bundesliga
- 2:0‑Sieg beim 1. FC Magdeburg – 2. Bundesliga
- 1:2‑Niederlage bei Greuther Fürth – 2. Bundesliga
Team
- Trainer: Mitch Kniat
- Kapitän: Mael Corboz
- Bester Torjäger: Joel Grodowski (8 Tore)
- Top-Scorer: Monju Momuluh (9 Scorer)
- Top‑Vorlagengeber: Monju Momuluh / Tim Handwerker (je 6 Assists)
- Schnellster Spieler (Saisonwert): Monju Momuluh (35,06 km/h)
- Topspieler laut kicker: Monju Momuluh (Ø‑Note 3,05)
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