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"Es geht jetzt um alles"

Mitten in der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel gegen den Karlsruher SC am kommenden Samstag (Anpfiff: 13 Uhr), spricht Cheftrainer Christian Titz im Video-Interview über die Aufarbeitung des Paderborn-Spiels, die entscheidende Phase im Saisonfinale und die Erwartungen an die Partie im Wildpark.

/ Profis

Zielgerade der Saison
Mit dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am Samstag (Anstoß: 13 Uhr) befindet sich Hannover 96 bereits auf der Zielgeraden der Saison ein. Vier Partien stehen noch aus – und die Ausgangslage ist so klar wie anspruchsvoll: Die Roten sind seit fünf Spielen ungeschlagen, zählen zu den formstärksten Teams der Rückrunde und haben weiterhin vieles in der Hand.

Cheftrainer Christian Titz weiß, welche Bedeutung die kommenden Wochen haben. "Wenn es in die letzten Spiele reingeht, brauchst du Siege – um dranzubleiben oder dich abzusetzen. Das haben wir für uns noch in der Hand", sagt der 55‑Jährige mit Blick auf den Saisonendspurt. Auf mögliche Rechenspiele lässt er sich dabei bewusst nicht ein: "Ich rechne aber nicht alle Spiele aus, dafür ist der Fußball zu unberechenbar. Wir gehen die Situation so an, dass wir die Spiele für uns entscheiden wollen."

Dabei bricht Titz die aktuelle Phase der Saison auf eine klare Formel herunter. "Es geht jetzt um alles", sagt der Cheftrainer – wohl wissend, dass die Tabelle in diesen Wochen eine Rolle spielt. "Du kannst nicht verhindern, dass jemand auf die Tabelle schaut und weiß, dass wir durch einen Sieg näher rankommen."

Starke Form, starke Zahlen
Die Leistungen der vergangenen Wochen unterstreichen, dass Hannover 96 gut gerüstet in diesen Saisonendspurt geht. Als zweitbestes Team der Rückrunde sammelten die Roten bislang 25 Punkte – gleichauf mit dem SC Paderborn an der Spitze dieser Statistik. Auswärts ist 96 sogar das Maß der Dinge: Kein Team der Liga holte in dieser Spielzeit mehr Zähler in der Fremde.

Auch der Blick auf die Gesamttabelle zeigt die besondere Ausgangslage: 54 Punkte nach 30 Spieltagen bedeuten für Hannover den besten Wert zu diesem Zeitpunkt seit der Saison 2016/17 (57 Punkte), die am Ende mit dem Aufstieg in die Bundesliga gekrönt wurde.

Für Titz ist entscheidend, wie seine Mannschaft mit diesem Druck umgeht – und genau darin sieht er aktuell eine klare Stärke. "Wir arbeiten seit Langem daran, dass die Spieler mit dieser Situation umgehen können. Ich finde, dass sie das in der Rückrunde wirklich gut machen."

Balance als Grundlage
Was den Cheftrainer besonders zufriedenstellt, ist die Art und Weise, wie sich sein Team präsentiert. "Es ist keine Selbstverständlichkeit, rauszugehen, dominant zu spielen und in den Mut und ins Risiko zu gehen", betont Titz. Gleichzeitig habe 96 eine belastbare Balance entwickelt: "Wir haben ein gutes Mittelmaß zwischen Absicherung in der Defensive und der Bereitschaft nach vorne zu spielen gefunden."

Diese Grundausrichtung soll die Mannschaft auch durch das Saisonfinale tragen. "Das wird von Woche zu Woche so bleiben. Wenn du in diese Phase reingehst, dann willst du den maximalen Erfolg", so der Cheftrainer.

Auftakt beim KSC
Der erste Schritt auf dieser entscheidenden Strecke führt nach Karlsruhe. Dort wartet eine Mannschaft, die vor eigenem Publikum schwer zu bespielen ist und verschiedene Facetten mitbringt. "Der KSC kann sehr gut tiefstehend verteidigen, kompakt auftreten, hat aber auch Qualitäten im Überspielen des Gegners", erklärt Titz. Besonders im letzten Drittel sei Vorsicht geboten: "In der Endzone ist es eine Mannschaft, die gar nicht viele Torchancen benötigt, um Tore zu erzielen."

Entsprechend rechnet der 55‑Jährige mit einem intensiven Duell. "Ich bin mir sicher, dass es ein hart umkämpftes Match wird. Der KSC spielt zuhause vor eigenem Publikum, da wollen sie nichts liegen lassen." An der eigenen Zielsetzung ändert das jedoch nichts: "Für uns ist die Ausrichtung klar: Wir fahren dorthin, um drei Punkte zu holen."

Mit dem Spiel im Wildpark geht für Hannover 96 die heiße Phase der Saison weiter – eine Phase, in der jedes Spiel zählt. Oder, wie Christian Titz es unmissverständlich formuliert: "Es geht jetzt um alles."
lk

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