NIEMALSALLEIN

"Wir werden uns schütteln"

Nach dem 3:3 gegen Preußen Münster sprechen Enzo Leopold und Mustapha Bundu über die 90 Minuten in der Heinz von Heiden Arena. Außerdem ziehen die beiden Cheftrainer Christian Titz und Alois Schwartz ihr Fazit.

96-Cheftrainer Christian Titz: Es ist schon enttäuschend, weil das, was uns in der Rückrunde ausgezeichnet hat – die defensive Stabilität –, das ist uns heute ein Stück weit abhandengekommen. Schon in der ersten Halbzeit mit den zwei Gegentoren. Dann können wir noch auf 2:2 stellen. Wir haben zum Beginn der zweiten Hälfte eine starke Phase, in der wir das Spiel schon für uns entscheiden können. Man muss aber auch zugeben, dass Münster da seine Chancen hatte. Mit einem Sonntagsschuss machen wir dann das 3:2 in den Winkel. Da hättest du das Spiel gehabt. Preußen Münster – das muss man ehrlich zugeben - hat noch mehrere Möglichkeiten gehabt. Was dem Stefan gelungen ist, ist dann dem Spieler von Münster auch gelungen. Ein Schuss, den du wahrscheinlich einmal in deinem Leben so schießt. Wir müssen das jetzt ganz schnell abhaken. Die Saison geht aber noch zwei weitere Spieltage. Wir bleiben drin – es ist noch viel an Punkten zu holen. Wir werden uns schütteln und dann in die verbleibenden Spiele reingehen.

Münster-Coach Alois Schwartz: Ich glaube, die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen. Es war ein toller Fight, es war viel Leidenschaft dabei. Am Ende gab es sechs Tore. Wir haben versucht, das Spiel des Gegners ein bisschen langsamer zu machen. Das ist uns relativ gut gelungen, aber man konnte natürlich nicht immer alles wegverteidigen. Nichtsdestotrotz gehen wir durch eine Ecke in Führung, machen kurz darauf das 2:0. Wir sind dann auf einem guten Weg. Vor der Halbzeit haben wir uns naiv verhalten. 96 kommt zurück durch einen Sonntagsschuss am Sonntag, der uns echt durcheinander gebracht hat. Da schenken wir es schnell her. In der zweiten Halbzeit war es ein wildes Spiel, Chancen hüben wie drüben. Wir kriegen noch einen Sonntagsschuss, aber haben nicht aufgegeben, weiter daran geglaubt und machen dann das 3:3.

96-Kapitän Enzo Leopold: Das war natürlich ein unfassbares Fußballspiel, aber auch eine echte Enttäuschung hinten raus. Wir spielen eigentlich eine gute erste Halbzeit und geraten durch zwei einfache Fehler, wo wir nicht konsequent waren, in Rückstand. Aber: Wir kämpfen uns noch vor der Pause zurück. Dementsprechend euphorisch gehen wir in die Kabine. Zwar haben wir nicht immer die volle Kontrolle, aber bleiben geduldig und schießen dann so ein Traumtor. Da ist es einfach bitter, dass wir das nicht über die Zeit bringen. Dann kriegst du durch ein nächstes Traumtor den Ausgleich hinten raus. Das ist schon echt bitter. Ab morgen ist wieder voller Fokus auf die nächsten beiden Spiele, da wollen wir sechs Punkte holen.

96-Doppeltorschütze Mustapha Bundu: Wir haben jederzeit versucht, das Spiel zu gewinnen. Ich finde, es war trotzdem kein schlechtes Spiel von uns. Wir haben immer dran geglaubt, kamen noch vor der Halbzeit zu einem wichtigen Zeitpunkt zurück. In der zweiten Halbzeit wollten wir jede Minute hoch pressen. Klar, haben wir nach Stefans Tor gedacht, das hilft uns enorm. Aber es waren wilde letzte Minuten - und dann ist es so, dass wir noch das Tor kassieren. Persönlich ist es schön, zwei Tore zu schießen, aber es überwiegt das Teamgefühl.

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