Seit der Kindheit mit den Roten verbunden
Mensing ist seit seiner Kindheit Anhänger der Roten. "So seit den 70ern, ungefähr mit zehn Jahren", sagt der heute 63-Jährige. Schon damals ging er regelmäßig ins Stadion. Inzwischen gehört er selbst seit vielen Jahren zum Spieltagsbetrieb von Hannover 96: Als Bereichsleiter des Ordnungsdienstes verantwortet er an Heimspieltagen die Mixed Zone, das Foyer und den Spielerbereich.
Das Trikot, das er nun dem Klub überlassen hat, stammt aus der Bundesliga-Saison 1975/76 – jener Spielzeit nach dem Aufstieg als Zweitligameister. Roland Stegmayer, der 1972 von Arminia Bielefeld nach Hannover gewechselt war, trug damals genau dieses schlichte rote Jersey mit der aufgenähten "96" auf der Brust.
"Nicht so wie die Trikots heute"
"Es ist ja relativ unscheinbar", sagt Mensing und lacht. "Nicht so wie die Trikots heute. Das ist ein richtiger Stoff, das 96-Logo ist aufgenäht, keine Werbung."
Zu ihm kam das Trikot einst eher zufällig. Bei einer Tombola gewann er es als Kind – sehr zur Freude des jungen 96-Fans. Nur ein Problem gab es damals: Das Trikot war viel zu groß. "Es war ein Erwachsenentrikot", erinnert er sich. "Und ich selbst war noch ein Junge. Damals habe ich mich darüber geärgert, weil ich es gar nicht anziehen konnte", verrät er schmunzelnd.
Mit den Jahren verschwand das Erinnerungsstück schließlich auf dem Dachboden. Dass dort über Jahrzehnte ein Stück Vereinsgeschichte lag, wurde ihm erst viel später bewusst.
Ein Stück Vereinsgeschichte kehrt zurück
Roland Stegmayer absolvierte zwischen 1972 und 1976 insgesamt 126 Pflichtspiele für Hannover 96 und erzielte 36 Tore. Der Linksaußen gehörte zu jener Mannschaft, die Mitte der 70er-Jahre den Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffte. Im September 2025 verstarb Stegmayer im Alter von 74 Jahren.
Für Mensing war danach klar, dass das Trikot dahin zurückkehren sollte, wo es herkam. So fand ein besonderes Stück Vereinsgeschichte nach vielen Jahren seinen Weg zurück zum Klub - zurück ins Vereinsarchiv von Hannover 96.
lk