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Der ehemalige 96-Spieler und Cottbus-Rückkehrer Bittencourt im Interview

Zurück beim Jugendverein, zum Saisonauftakt direkt gegen den Ex-Klub: Leonardo Bittencourt spricht über seine Rückkehr nach Cottbus, seine Zeit bei 96 und über den anstehenden, emotionalen Saisonauftakt.

/ Profis
Der Fußballspieler Leonardo Bittencourt im Trikot von Energie Cottbus.
Leonardo Bittencourt trägt wieder das Cottbus-Trikot. (Foto: IMAGO/Matthias Koch)

Hannover96: Hi Leo, in diesem Sommer bist du zu Energie Cottbus zurückgekehrt, wo du 2011 dein Profidebüt gefeiert hast. Wie heimisch fühlt es sich wieder an?

Leo Bittencourt (32): Ein bisschen, als wenn man nie weg war. Die Verbindung nach Cottbus war ja immer da, von daher gibt es da keine Eingewöhnungszeit.

Der Verein schaffte in der vergangenen Saison den Aufstieg in die 2.Bundesliga. Was hat sich alles verändert und was ist gleichgeblieben seit deiner letzten Zeit bei Energie?

Bittencourt: Der Verein hat sich von damals zu heute weiterentwickelt, das musste er auch, um die Erfolge der zurückliegenden Jahre zu schaffen. Aber der Fussball entwickelt sich auch und hat hohe Anforderungen. Wir haben sehr gute Voraussetzungen, die vor ein, zwei Jahren so aber noch nicht da waren. Es geht insgesamt voran.

Über Borussia Dortmund bist du 2013 dann bei Hannover 96 gelandet. Wie blickst du rückblickend auf deine zwei Jahre am Maschsee zurück? Hast du noch Kontakt zu Leuten, mit denen du bei 96 zusammen gekickt hast?

Bittencourt: Jede Station in meiner Karriere war anders, jede hatte ihre Besonderheiten und ihren Reiz. Auch in Hannover habe ich gerne gespielt, es war eine tolle Zeit, aber Kontakte habe ich keine mehr.

Der Spieler Leonardo Bittencourt am Ball in einem alten 96-Heimtrikot.
Von 2013 bis 2015 spielte Leonardo Bittencourt für 96. (Foto: IMAGO/Kaletta)

In deiner Vita stehen über 300 Bundesliga-Einsätze, du hast die Champions League-Hymne auf dem Platz gehört und spielst jetzt wieder für deinen Jugendverein. Welche Momente sind dir während deiner Karriere besonders in Erinnerung geblieben?

Bittencourt: Der Anfang unter Pele, damit begann alles. In Dortmund saß ich als ganz junger Spieler plötzlich zwischen Topstars. Ich habe so viele schöne Erinnerungen, das saugt man auf, das bleibt für immer im Kopf. Alles hatte seine Besonderheiten, da muss ich gar nichts herausstellen.

Dein Wechsel nach Cottbus lässt die Herzen vieler Fußballromantiker höherschlagen. Wie viel Fußballromantik trägst du selbst in dir?

Bittencourt: Es geht mir genauso und wenn man sieht, wie herzlich mich die Fans hier aufgenommen haben. Es fühlt sich gut an. Wenn man es Romantik nennen möchte, dann ist es sehr viel.

Mit deinem Werdegang bist du ein Vorbild für viele junge Spieler. Was versuchst du den Jungs mit auf den Weg zu geben für ihre Karriere?

Bittencourt: Ich versuche eine Führungsrolle einzunehmen, das wird auch ein stückweit von mir erwartet. Ich möchte den jungen Spielern meine Erfahrungen weitergeben und bin für sie da.

Die meisten Fußballer freuen sich auf das Ende der Vorbereitung, weil es dann endlich wieder um Punkte geht. Zum Start triffst du direkt auf deinen Ex-Klub Hannover 96 – wie sehr freust du dich auf die Partie?

Bittencourt: Wir sind alle heiß auf diese Saison, auf den Start und auf unser Stadion, was uns tragen soll. Es wird emotional, wenn wir am Sonntag einlaufen, das ist sicher.

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