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Das verändert Sandro Wagner bei Hannover 96

Neue Trainingsprinzipien, mehr gemeinsame Arbeit und klare Abläufe – aber auch Dinge, die bewusst beibehalten werden: In seinen ersten Tagen als 96-Cheftrainer hat Sandro Wagner erste Akzente gesetzt. Wir schauen darauf, was sich unter dem neuen Coach verändert – und was gleich bleibt.

Der 96-Trainer Sandro Wagner steht vor einer Taktiktafle und erklärt einigen Spielern etwas auf dem Trainingsplatz.
Sandro Wagner im Training vergangene Woche (Foto: 96/Kaletta)

Das ändert sich

"Arbeiten, arbeiten, arbeiten" – mehr gemeinsame Zeit auf dem Platz
Schon bei seiner Vorstellung machte Wagner deutlich, worauf es für ihn zunächst ankommt: "arbeiten, arbeiten, arbeiten". Diesen Ansatz setzt der neue Cheftrainer auch im Trainingsalltag um. Künftig soll die Mannschaft in einer normalen Trainingswoche in der Regel fünfmal auf dem Platz stehen. An einem Tag ist dabei eine Doppeleinheit vorgesehen. Wagner erhöht damit die gemeinsame Trainingszeit und schafft zusätzlichen Raum, um seine Spielidee mit der Mannschaft zu erarbeiten.

Prinzipien auch abseits des Platzes präsent
Die Inhalte und Prinzipien, die Wagner und seinem Trainerteam wichtig sind, sollen die Spieler nicht nur während der gemeinsamen Arbeit auf dem Trainingsplatz begleiten. Sie sollen auch darüber hinaus immer wieder präsent sein und der Mannschaft auf unterschiedlichen Wegen vermittelt werden. So ist beispielsweise vorgesehen, aktuelle inhaltliche Schwerpunkte auch im Kabinentrakt sichtbar zu machen. Darüber hinaus sollen die Spieler entsprechende Informationen und Inhalte über die digitale Kommunikation direkt auf ihr Smartphone erhalten. Auf diese Weise sollen die zentralen Prinzipien im Trainingsalltag immer wieder ins Bewusstsein gerufen und nachhaltig verankert werden.

Fünf Sekunden für die Rückeroberung
Einen dieser Schwerpunkte hat Wagner in den ersten Einheiten besonders intensiv trainieren lassen: das Verhalten unmittelbar nach einem Ballverlust. Ziel ist es, den Ball möglichst innerhalb von fünf Sekunden zurückzuerobern. Im Training zählt Wagner dafür nach Ballverlusten auch schon einmal den Countdown herunter. Gelingt die schnelle Rückeroberung nicht, geht es für die Mannschaft zurück in die defensive Ordnung. Das Gegenpressing soll damit zu einem klaren Prinzip des 96-Spiels werden.

Nach dem Training wartet "Das Büfett"
Auch mit dem Abpfiff einer Trainingseinheit muss die Arbeit auf dem Platz noch nicht beendet sein. Wagner und sein Trainerteam bieten im Anschluss verschiedene zusätzliche Übungs- und Spielformen sowie Athletikelemente an. Der Chefcoach bezeichnet dieses Angebot als "Das Büfett" – die Spieler dürfen und sollen sich je nach Bedarf an den unterschiedlichen Angeboten bedienen. Individuelle Arbeit und zusätzliche Wiederholungen erhalten damit einen festen Platz im Trainingsalltag.

Das bleibt

Thordarson bleibt Kapitän
Keine Veränderung ist bei der Kapitänsbinde geplant. Stefan Teitur Thordarson, der vor Saisonbeginn zum Mannschaftskapitän bestimmt worden war, wird das Team auch unter Sandro Wagner weiter anführen. Der Isländer befindet sich derzeit bei seiner Nationalmannschaft. Wagner hat bereits mit ihm telefoniert und sich ausgetauscht.

Freier Tag an Matchday minus drei
Auch einen bestehenden Rhythmus in der Trainingswoche übernimmt der neue Chefcoach: Drei Tage vor einem Spiel bleibt für die Mannschaft grundsätzlich frei. Der sogenannte "Matchday minus drei" wird damit auch unter Wagner beibehalten.

Nicht verändern, nur um zu verändern
Ohnehin geht es dem neuen 96-Cheftrainer nicht darum, nach seinem Amtsantritt sämtliche bestehenden Abläufe über Bord zu werfen. Wagner machte bereits bei seiner Vorstellung deutlich, dass er bei Hannover 96 Dinge vorgefunden habe, die "gut bis sehr gut" seien. Gleichzeitig hatte er schon dort angekündigt, eigene Impulse setzen zu wollen.

"Gemeinsam mit dem Team habe ich auch Ideen, wie wir bestimmte Dinge gestalten wollen", sagte Wagner bei seiner Auftakt-Pressekonferenz. "Das sind aber Themen, die du zunächst mit der Mannschaft besprechen möchtest. Natürlich haben wir Bereiche gesehen, die wir inhaltlich gerne angehen wollen."

In seinen ersten Tagen wird nun sichtbar, was Wagner damit gemeint hat: Bewährtes soll erhalten bleiben, gleichzeitig nutzt der neue Cheftrainer die gemeinsame Zeit, um Schritt für Schritt seine eigenen Schwerpunkte und Prinzipien zu implementieren. Oder, um es mit seinem Leitmotiv für die erste Phase zu sagen: arbeiten, arbeiten, arbeiten.
hec


Das erste Testspiel unter dem neuen Chefcoach bestreitet die 96-Mannschaft am kommenden Samstag (3. Oktober). Die Partie, die um 13 Uhr in der Heinz von Heiden Arena angepfiffen wird, ist öffentlich. Die Tickets bekommt Ihr im Ticket-Onlineshop, im 96-Fanshop an der Arena sowie über die Ticket-Hotline 01806 189600.

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