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Hannover 96 Triathlon feiert starkes Heimspiel am Steinhuder Meer

Zwei Deutsche Meistertitel, Bronze bei den Juniorinnen, ein vierter Platz und ein starkes Mixed Team Relay gegen Deutschlands Triathlon-Elite: Die Finals 2026 wurden für Hannover 96 Triathlon zum sportlichen Heimspiel mit Ausrufezeichen. Vier Tage lang stand das Steinhuder Meer im Zeichen des Triathlons – und die 96 auf zahlreichen Startnummern und Ergebnislisten.

Viele ZuschauerInnen stehen am Wasser.
Große Bühne für die AthletInnen am Steinhuder Meer (Foto: Markus G. Werner)

Besonderes Großereignis
Vom 23. bis 26. Juli wurde Hannover zur Sporthauptstadt Deutschlands. Bei den Finals 2026 wurden in der Landeshauptstadt und der Region Deutsche Meisterschaften in zahlreichen Sportarten ausgetragen. Der Triathlon hatte dabei eine ganz besondere Bühne: Rund um die Strandterrassen in Steinhude kämpften Deutschlands beste TriathletInnen um Titel und Medaillen – vor großer Zuschauerkulisse und begleitet von umfangreichen Übertragungen in ARD und ZDF. Für Hannover 96 Triathlon war dieses Großereignis gleich in mehrfacher Hinsicht besonders. Die Deutschen Meisterschaften fanden praktisch vor der eigenen Haustür statt. Viele 96erInnen waren als ZuschauerInnen und UnterstützerInnen an der Strecke, während unsere Aktiven in den verschiedenen Wettbewerben die schwarz-weiß-grünen Farben vertraten. Und sportlich gab es dabei einiges zu feiern.

Auftakt mit Gänsehaut: Platz elf im Mixed Team Relay
Den ersten großen 96-Auftritt gab es bereits am Donnerstag beim Deutschen Meisterschaftsrennen im Mixed Team Relay. Das Format gehört zu den schnellsten und spektakulärsten Varianten des Triathlons: Vier AthletInnen – zwei Frauen und zwei Männer – absolvieren nacheinander jeweils einen extrem kurzen Triathlon, bevor an das nächste Teammitglied übergeben wird. Für Hannover 96 gingen Frederika Bartsch, Mirco Hohmann, Lena Brunkhorst und Paul Korte ins Rennen. Und die Konkurrenz hätte kaum stärker sein können. Am Start standen Teams mit zahlreichen AthletInnen aus der 1. und 2. Bundesliga sowie Mitgliedern der deutschen und internationalen Spitze. Mit dabei waren unter anderem OlympiasiegerInnen und NationalkaderathletInnen. Unser Quartett ließ sich davon nicht beeindrucken. Unterstützt von zahlreichen 96erInnen entlang der Strecke entwickelte sich ein echtes Heimrennen: viermal Vollgas, viermal maximale Intensität und vier starke Einzelleistungen. Nach 1:33:42 Stunden stand für Hannover 96 damit ein hervorragender elfter Platz zu Buche. Gerade einmal zwei Sekunden fehlten auf Rang zehn, lediglich fünf Sekunden trennten uns von Platz zwölf. In einem Feld der besten deutschen Triathlonvereine war das eine eindrucksvolle Mannschaftsleistung. Sieger wurde das HYLO Team Saar/Viernheim vor dem SSF Bonn Triathlon TEAM und dem Absolute Teamsport KTT 01. Hannover 96 platzierte sich damit mitten in einem Feld, in dem zahlreiche etablierte Spitzen- und Bundesligateams vertreten waren. Für unsere Abteilung war der Auftritt weit mehr als nur Platz elf einer Ergebnisliste. Er zeigte auf großer nationaler Bühne, welche sportliche Entwicklung Hannover 96 Triathlon in den vergangenen Jahren genommen hat – und dass unsere AthletInnen auch in einem hochklassig besetzten, kompromisslos schnellen Rennformat konkurrenzfähig sind.

 

Vier Personen jubeln zusammen.
Das 96-Quartett im Mixed Team Relay (Foto: Markus G. Werner)

Sonntag wird zum 96-Medaillentag
Was im Mixed Relay begann, fand bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen über die Sprintdistanz seine Fortsetzung – und wurde aus 96-Sicht sogar noch erfolgreicher. Über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen wurden am Steinhuder Meer die Deutschen Meistertitel der Altersklassen vergeben. Und gleich mehrere unserer StarterInnen mischten ganz vorne mit.

Eine Person rennt mit dem Fahrrad los.
Die 96-AthletInnen zeigten vollen Einsatz (Foto: Markus G. Werner)

Piatczyc holt ersten DM-Titel
Die herausragende Leistung des Tages gelang Lukas Piatczyc. In 56:32 Minuten gewann er souverän die AK 30 und wurde damit Deutscher Meister 2026 über die Sprintdistanz. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Hendrik Berner vom Triathlon Team Braunschweig betrug 1:13 Minuten. Noch bemerkenswerter wird die Leistung beim Blick auf das gesamte Teilnehmerfeld: Piatczyc war nicht nur Sieger seiner Altersklasse, sondern in 56:32 Minuten der drittschnellste Mann des gesamten DM-Altersklassenrennens. Lediglich Oskar Weber und Eric Jäger waren an diesem Tag schneller. Damit bestätigte Lukas einmal mehr seine außergewöhnliche Stärke auf den kurzen, schnellen Formaten und bescherte Hannover 96 den ersten Deutschen Meistertitel des Tages.

Christian Haupt macht den zweiten DM-Titel perfekt
Doch damit nicht genug: Auch Christian Haupt ließ in seiner Altersklasse nichts anbrennen. In 57:34 Minuten gewann er die AK 45 und sicherte Hannover 96 damit den zweiten Deutschen Meistertitel bei diesen Finals. Und das ausgesprochen deutlich: Mehr als drei Minuten betrug sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Jandirk Thiem vom Ratzeburger Sportverein. Zwei Deutsche Meister aus einem Verein bei derselben Sprint-DM – das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Zugleich zeigt sie die sportliche Bandbreite unserer Abteilung: Vom JuniorInnenbereich über unsere LigaathletInnen bis zu international erfahrenen AltersklassenathletInnen ist Hannover 96 mittlerweile in ganz unterschiedlichen Leistungs- und Altersbereichen auf nationalem Niveau vertreten.

Kimberly Steffens holt DM-Bronze
Auch bei unserem Nachwuchs gab es Grund zum Jubeln. Kimberly Steffens lief nach 1:05:52 Stunden als Dritte der Juniorinnen ins Ziel und gewann damit die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften. Zum zweiten Platz fehlte ihr lediglich gut eine Minute. Gerade dieser Erfolg besitzt für die Entwicklung unserer Abteilung besondere Bedeutung. Die Nachwuchsarbeit und der Übergang junger AthletInnen in den leistungsorientierten Erwachsenen- und Ligabereich gehören zu den zentralen sportlichen Schwerpunkten von Hannover 96 Triathlon. Eine DM-Medaille bei den Juniorinnen auf dieser großen Bühne ist deshalb nicht nur ein schöner persönlicher Erfolg, sondern zugleich ein starkes Signal für den eingeschlagenen Weg. Mit Leonidas Kütemeyer war ein weiterer junger 96er bei der Deutschen Meisterschaft vertreten. Er erreichte bei den Junioren in 1:20:09 Stunden Rang acht.

Paul Korte zweimal ganz vorne dabei
Ein besonders intensives Finals-Programm absolvierte Paul Korte. Bereits im Mixed Team Relay hatte er als Schlussstarter seinen Anteil am starken elften Platz des 96-Quartetts. Wenige Tage später stand er erneut an der Startlinie – diesmal im Einzelrennen der Deutschen Altersklassenmeisterschaft. Und auch dort überzeugte er: In schnellen 56:53 Minuten erreichte Paul den vierten Platz der AK 20. Lediglich neun Sekunden fehlten zur Bronzemedaille, zum Deutschen Meister Oskar Weber waren es nur 1:06 Minuten. Damit gehörte auch Paul zu den schnellsten Altersklassenathleten des gesamten Rennens und rundete ein aus 96-Sicht bemerkenswert erfolgreiches Wochenende ab.

Starke 96-SprinterInnen auch im offenen Rennen.
Auch abseits der DM und Team Relay Elite war Hannover 96 gut vertreten, und zwar beim offenen Sprinttriathlon. Für das beste 96-Ergebnis bei den Frauen sorgte dort Anja Schneikart, die nach 1:12:43 Stunde als starke Gesamtsechste ins Ziel kam und damit zugleich den Sieg in der AK 40 feierte. Nicolin Datz komplettierte das erfolgreiche Abschneiden der 96-Frauen mit 1:22:19 Stunde, Gesamtrang 30 und Platz drei in der AK 50. Bei den Männern verpasste Leon Eisenmann in 1:05:51 Stunde als Gesamtelfter nur knapp die Top Ten und belegte Platz vier in der AK 30. Tim Borkowy erreichte nach 1:12:24 Stunde Gesamtrang 30 und sicherte sich als Dritter der AK 20 ebenfalls einen Platz auf dem Altersklassen-Podium. Damit zeigte Hannover 96 Triathlon auch im offenen Sprintwettbewerb neben den Deutschen Meisterschaften mit einem Altersklassensieg und einem weiteren Podestplatz deutlich Präsenz. Was für ein starker Auftritt, liebe 96erInnen. Damit kehrte Hannover 96 Triathlon im Ergebnis von einem Heimspiel zurück, bei dem es eigentlich gar keine Heimreise gab.

Die ZuschauerInnen warten am Ziel.
Die ZuschauerInnen warten gespannt auf den Zieleinlauf (Foto: Markus G. Werner)

Mehr als Ergebnisse: Triathlon präsentiert sich auf großer Bühne
Die Finals 2026 waren für unsere Abteilung aber noch aus einem anderen Grund besonders. Bereits lange vor dem ersten Startschuss hatte Hannover 96 Triathlon das Ereignis begleitet. Gemeinsam mit der Deutschen Triathlon Union, dem Triathlon Verband Niedersachsen, der eichels GmbH und weiteren Beteiligten war die Veranstaltung in der Region vorbereitet worden. Für uns bot sich damit die seltene Gelegenheit, unseren Sport unmittelbar vor der eigenen Haustür auf einer der größten nationalen Sportbühnen zu erleben. Vor allem aber wurde sichtbar, was Triathlon ausmacht: Spitzen- und Altersklassensport, Nachwuchs und erfahrene AthletInnen, EinzelkämpferInnen und Mannschaften standen an einem Wochenende auf derselben Bühne. Und mittendrin Hannover 96. Ein Heimspiel, das bleibt. Genauso wichtig war das gezeigte Bild, das Hannover 96 Triathlon mit alledem am Steinhuder Meer abgegeben hat: eine Abteilung, die auch auf nationaler Bühne sportlich multipel agiert, junge und erfahrene AthletInnen sowie alle Alters- und Leistungsklassen zusammenbringt und sich über drei Jahrzehnte sportlich weiterentwickelt hat.

Die Finals 2026 als besonderes Jubiläums-Highlight
Die Finals 2026 werden deshalb einen besonderen Platz in der Geschichte der Abteilung Triathlon behalten. Nicht allein wegen der Medaillen und Platzierungen, sondern weil hier  vieles zusammenkam, was Hannover 96 Triathlon ausmacht: leistungsorientierter Sport, Nachwuchsförderung, Teamgeist, ehrenamtliches Engagement und eine große Gemeinschaft an und neben der Strecke. Die Finals kamen 2026 in die Stadt und Region. Für Hannover 96 Triathlon also mit dem Jubiläum genau zur richtigen Zeit. Verein heißt „Wir!“ – und das haben wir mit Hannover 96 an diesem langen Wochenende klar bewiesen.

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