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Lars Gindorf über Sandro Wagner, Elfmeter und seinen Herzjubel

Rekordjahr in Aachen, Rückkehr an den Maschsee und bereits zum Saisonbeginn ein absoluter Leistungsträger – Lars Gindorf drückt unserer Offensive aktuell seinen Stempel auf, aber weiß auch, dass am Ende mehr Ertrag bei den Bemühungen herauskommen muss. Wie er den Start von Sandro Wagner sieht und was der Herzjubel zu bedeuten hat, verrät er hier.

Lars Gindorf im schwarz-grünen Auswärtsrikot formt mit beiden Händen ein Herz.
Lars Gindorfs Herzjubel ist mittlerweile bestens bekannt. (Foto: 96/Redaktion)

Erster Eindruck vom neuen Trainer
Mit drei Treffern führt der 25-jährige Angreifer die 96-interne Torschützenliste in der 2. Liga an. Gindorf weiß aber auch, dass es bei der Anzahl der Torchancen noch besser hätte laufen können. "In manchen Situationen hat uns ein bisschen Glück gefehlt, aber wir müssen weitermachen und uns weiter so viele Torchancen erspielen, dann wird der Knoten platzen", ist Gindorf von der offensiven Qualität seiner Mannschaft überzeugt. Dabei helfen soll auch der neue Cheftrainer Sandro Wagner, der die 96-Mannschaft zu Beginn der vergangenen Woche übernahm. "Mit dem neuen Trainer kommen auch neue Ideen. Vorher war aber auch nicht alles schlecht, also werden wir das Gute behalten und die Dinge, die er verbessern möchte, umsetzen", sagt der gebürtige Memminger über die ersten Tage unter der Leitung des ehemaligen Nationalspielers. 

Eiskalt vom Punkt
Besonders sicher zeigte sich unsere Nummer 25 diese Saison vom Elfmeterpunkt. Sowohl im Testspiel gegen PEC Zwolle als auch in der Liga in Darmstadt und Nürnberg verwandelte Gindorf seinen Versuch aus elf Metern sicher. "Es freut mich, dass ich der Mannschaft mit meinen Elfmetertoren helfen kann. Ich versuche, entweder den Torhüter auszuschauen oder mit Überzeugung eine Ecke anzuvisieren", erklärt Gindorf seine Herangehensweise vor einem Strafstoß. Bei seiner Leihe in der vergangenen Saison zu Alemannia Aachen versenkte er direkt beim Debüt drei Elfer im NRW-Duell gegen RW Essen und führte seine damalige Mannschaft damit zum Sieg. Mit insgesamt 28 Toren und elf Vorlagen hat sich die Leihe in die Kaiserstadt mehr als ausgezahlt: "Es war wahrscheinlich das Beste, was mir passieren konnte. Neunzig Minuten zu spielen, macht etwas mit einem Spieler. Das gibt Selbstvertrauen und Selbstverständlichkeit." 

Sein Herz erwärmt nicht nur die 96-Fans
Bei den vielen Toren hat der Rechtsfuß mittlerweile ein festes Ritual beim Jubeln für sich gefunden: Er zeigt nach jedem Tor ein Herz für seine Freundin. "Inzwischen ist das wirklich Routine geworden. Ich denke, sie freut sich noch immer, wenn das Herz kommt. Sonst müsste ich es irgendwann nicht mehr machen. Solange ich keine Beschwerden höre, mache ich weiter", sagt der Offensivmann mit einem Lächeln auf den Lippen selbst über seinen Jubel an die Herzensdame.

Seinen Torriecher unter Beweis stellen kann Gindorf gerne wieder am Samstag beim Testspiel in der Heinz von Heiden Arena gegen den Drittligisten Sportclub Verl (Anpfiff: 13 Uhr; zu den Tickets). Alle 96-Fans würden sich im Laufe der Saison nicht beschweren, wenn Gindorf noch viele Gelegenheiten bekommt, ein Herz an seine Freundin zu schicken. 
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