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Jean Hugonet vor der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

Am Samstag kehrt Jean Hugonet erstmals als 96-Profi nach Magdeburg zurück. Nach überstandenen Rückenproblemen ist der Innenverteidiger rechtzeitig vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub wieder fit. Unter der Woche sprach der Franzose über seine Verbindungen in die alte Heimat, sein Comeback und die freien Tage in Paris.

/ Profis
Jean Hugonet im roten 96-Trikot.
Jean Hugonet absolvierte 73 Pflichtspiele für den kommenden Gegner, den 1. FC Magdeburg. (Foto: 96/Redaktion)

Erste Rückkehr nach Magdeburg
Sein alter Nachbar hat sich schon gemeldet. Ob er am Samstag spielen könne, wollte er von Jean Hugonet wissen. Der 26-Jährige muss lachen, als er davon erzählt. Drei Jahre spielte der Innenverteidiger für den FCM, ehe er im Sommer ablösefrei zu 96 kam. Viele Kontakte sind geblieben. 2023 war er von Austria Lustenau nach Magdeburg gewechselt, in 73 Pflichtspielen trug er dort das blau-weiße Trikot.

"Es waren drei Jahre mit Höhen und Tiefen", blickt Hugonet zurück. "Ich habe drei Jahre in einer Stadt gewohnt, wo der Verein sehr präsent ist." Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die Rückkehr: "Ich freue mich, zurückzukehren und wieder in diesem Stadion zu spielen, wo die Stimmung immer gut ist." Dazu kommen die Menschen, mit denen er im Verein und in der Stadt weiterhin verbunden ist.

Nach Rückenproblemen wieder dabei
Für einen Einsatz bei seinem Ex-Klub ist Hugonet nach seiner Verletzungspause wieder bereit. Beim 2:0 im Testspiel gegen den SC Verl wurde er am vergangenen Samstag in der 72. Minute eingewechselt und stand damit erstmals seit dem Pokalspiel gegen die SV Hemelingen wieder für 96 auf dem Platz. Probleme im unteren Rücken hatten ihn seit Ende August ausgebremst.

"Als Spieler ist es die schlimmste Situation, wenn du nicht spielen kannst. Du siehst jeden Tag, wie die Mannschaft raus auf den Platz geht und du kannst nicht mit", beschreibt Hugonet die vergangenen Wochen. Das Zuschauen fiel ihm auch deshalb schwer, weil er ohnehin "richtig unruhig" werde, wenn er keinen Sport machen könne. Umso größer ist die Freude, wieder mitzumischen. "Jetzt bin ich wieder vollkommen fit und bereit für Samstag. Der Trainer muss entscheiden. Wenn er mich ruft, bin ich da."

Freie Tage bei Familie und Freunden in Paris
Auch die dreiwöchige Länderspielpause war für Hugonet ungewohnt. An den Wochenenden ohne Pflichtspiel habe er sich "immer ein bisschen verloren gefühlt", erzählt er mit einem Lachen.

Die vier freien Tage zu Beginn der Länderspielpause nutzte der gebürtige Pariser für einen Besuch zu Hause. "Das war sehr schön, ich habe Zeit mit der Familie und mit Freunden verbracht." Zum Eiffelturm zieht es ihn dabei eher nicht. Ein fester Treffpunkt ist stattdessen das italienische Restaurant Marco Polo im sechsten Arrondissement. "Da treffe ich mich immer mit Familie oder Freunden zum Abendessen. Wenn das Wetter gut ist, kannst du ein bisschen spazieren."

Mit neuen Ideen ins nächste Pflichtspiel
Zurück in Hannover stand die Arbeit mit Sandro Wagner auf dem Programm, der am Samstag erstmals in einem Pflichtspiel an der Seitenlinie der 96-Mannschaft stehen wird. Hugonet ist offen für die Impulse des neuen Cheftrainers: "Ich habe Bock, neue Dinge zu lernen, andere Spielideen, eine andere Philosophie." Auch der erste Eindruck stimmt: "Er hat gleich zu Beginn sehr klar und ehrlich zu uns gesprochen, bringt viel Energie mit."

In der Vorbereitung auf Magdeburg könnte Hugonet selbst noch etwas beitragen. Seinen früheren Verein verfolgt er weiterhin, schaut sich dessen Spiele an, wenn es sich ergibt. Baris Atik kennt er ebenso gut wie viele andere ehemalige Mitspieler. "Er ist ein sehr guter Spieler. Natürlich müssen wir aufpassen, was er macht. Aber Magdeburg ist nicht nur Baris Atik, es gibt auch andere gute Spieler", betont Hugonet. Und fügt schmunzelnd hinzu: "Ich kenne die Jungs gut, vielleicht kann ich dem Trainer ein bisschen helfen."

Nach den intensiven Einheiten der vergangenen Wochen geht es für die Mannschaft nun darum, "die Beine für Samstag frisch zu machen". Hugonet will dabei an den Erfolg vor der Pause anknüpfen: "Die drei Punkte gegen Bochum haben uns gutgetan." So sehr er sich auf die vertrauten Gesichter in Magdeburg freut, auf dem Platz ist sein Ziel klar: "Es geht darum, drei Punkte zu gewinnen und nicht darum, alte Freunde zu treffen."
lk

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