NIEMALSALLEIN

Kind vom deutschen Hotel in Ascona begeistert

 

DAS HOTEL: In der Fünf-Sterne-Herberge „Il Giardino“ kostet die Suite in der Hauptsaison 700 Euro pro Nacht.
DER POOL: Hier darf geplantscht werden. Rund 130 Hotel-Mitarbeiter kümmern sich um den 60-köpfigen Tross des DFB.

Heute Nachmittag bezieht die deutsche Nationalmannschaftihr EM Quartier. 96-Chef Martin Kind hat das Luxus-Hotel in Ascona bereits getestet und für sehr gut befunden.

ASCONA. Die deutsche Mannschaft hat schon vor dem Anpfiff einen Titel sicher–sie ist der Reise-Europameister. Keine andere Mannschaft hat ihr Quartier weiter entfernt von den Spielorten gebucht.
In der Vorrunde spielt sie ausschließlich in Österreich –zweimal in Klagenfurt und einmal in Wien. Die Mannschaft wohnt aber in der  Schweiz, in der Nähe der italienischen Grenze. In Ascona, am Lago Maggiore „in einem richtig guten Hotel“, wie der 96-Chef weiß. „Ich habe da mal mit meiner Frau ein Wochenende verbracht“, erinnert sich Martin Kind an das Fünf- Sterne-Superior-Hotel „Giardino“. Besonders beeindruckt hat Kind „der Riesengarten, alles hat fantastisches südliches Flair“. Der 96- Boss lobt die deutschen Quartier-Macher. „Da haben sie etwas richtig Gutes ausgesucht.“

16 Suiten und 54 Doppelzimmer hat das Hotel, natürlich komplett gebucht von der Nationalmannschaft. 130 Angestellte werden Spielern und Trainer nahezu jeden Wunsch erfüllen. Es gibt mehrere  Pools, einen römischen Badetempel in der Saunalandschaft. Das Ambiente wird „bestimmt von dem wunderbaren mediterranen Garten mit Blick über den 18-Loch- Golfplatz“, beschreibt Chef Philipe Frutiger sein Hotel und verspricht: „Eigentlich tun wir alles, damit die Deutschen das Finale erreichen. Wenn sie es nicht schaffen, liegt es nicht an uns.“

Beim DFB hat man auch vorgearbeitet. „Wir wurden sehr gut gebrieft vom DFB“, sagt Frutiger. „Wir mussten einen Geheimhaltungsvertrag unterschreiben. Wir dürfen sehr viel über das Hotel, aber sehr wenig über die Mannschaft erzählen.“ Ascona ist, so berichtet Frutiger, „eine Enklave der Deutschen im Tessin“.

Bundestrainer Joachim Löw findet „dort perfekte Heimatbedingungen vor. Außerdem kann man dort mal etwas anderes machen wie eine Mountainbike-Tour, Golf spielen oder eine Bootsfahrt auf dem See.“

Trainiert wird allerdings nicht in Ascona, sondern im zehn Kilometer entfernten Tenero. Dort nutzt Löw das nationale Jugendsportzentrum der Schweiz. Das alles hat seinen Preis. 900 000 Euro kostet die Verwöhnzone im Hotel. 500 000 Euro fallen allein für die drei Reisen zu den Vorrundenspielen an. 800 000 Euro waren für die erste Vorbereitung auf Mallorca fällig. „Inklusive des Erreichens des Halbfinales ist die EM defizitär für den DFB“, sagt Schatzmeister Horst R. Schmidt. Nur wenn Deutschland ins Finale kommt, „bleibt relativ Bescheidenes übrig“, erklärt Schmidt. Im Optimalfall – mit drei Gruppensiegen –kassiert der Europameister von der UEFA 23 Millionen Euro Prämien.

Aber ums Geld geht es der deutschen Mannschaft ja auf keinen Fall, wie man sieht– nichts ist teuer genug, damit die Reisechampions auch richtige Europameister werden.

 

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