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Boldt setzt auf den Austausch mit Christian Titz und Ralf Becker

Mit Jonas Boldt ist die sportliche Führung von Hannover 96 komplett. Bei seiner Antrittspressekonferenz sprach der neue Geschäftsführer Sport darüber, wie die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Christian Titz und Sportdirektor Ralf Becker künftig aussehen soll. Die zentrale Botschaft: Die Kaderplanung für die Saison 2026/27 erfolgt im engen Austausch – mit klar verteilten Verantwortlichkeiten.

/ Profis
Jonas Boldt redet und gestikuliert in einem Büro.
Jonas Boldt ist seit dem 1. Juni Geschäftsführer Sport von Hannover 96. (Foto: 96/Redaktion)

Auf vorhandene Strukturen aufbauen
Die Aufgabe für die kommenden Wochen ist klar: Gemeinsam soll der Kader für die Saison 2026/27 weiterentwickelt werden. Dabei sieht Boldt die Ausgangslage bei Hannover 96 grundsätzlich positiv. "Ich sehe keinen Neustart oder Umbruch", erklärt der 44-Jährige. "Hannover ist in der vergangenen Saison Vierter geworden. Man kann sicher darüber diskutieren, warum es nicht für das große Ziel gereicht hat. Es wird darum gehen, mit Christian Titz und Ralf Becker die entsprechenden Lehren daraus zu ziehen und den Kader wieder zu verstärken."

Dass die Niedersachsen die erfolgreichste Spielzeit der vergangenen Jahre spielten und einen starken Schnitt von 42.794 Zuschauenden erreichten, führt Boldt auch auf die Arbeit des Trainerteams zurück. "Acht ausverkaufte Spiele, Tabellenplatz vier: Das ist sicher ein Stück weit auch der Verdienst des Trainers und des Trainerteams", sagt der neue Geschäftsführer Sport über die Arbeit von Cheftrainer Christian Titz und dessen Trainerstab.

Becker steuert die operative Arbeit
Bereits in den ersten Gesprächen habe er einen positiven Eindruck von den handelnden Personen gewonnen. Besonders in der Kaderplanung setzt Boldt auf eine vetrauensvolle Zusammenarbeit mit Titz und Becker. "Natürlich habe ich ein paar Ideen. Aber um das festzuhalten: Das wird in einem engen Austausch mit Christian Titz und Ralf Becker funktionieren, die beide bereits sehr gute Vorarbeit geleistet haben", erklärt Boldt.

Dabei sieht der neue Geschäftsführer Sport die Aufgaben klar verteilt. Während er die strategische Richtung vorgibt, liegt die operative Verantwortung im sportlichen Bereich bei Becker. "Ralf Becker wird in seiner Funktion als Sportdirektor eine wichtige Aufgabe innehaben und das Sportliche operativ steuern", betont Boldt. "Es wird dabei wichtig sein, kurz- und mittelfristige Ziele festzusetzen."

Gemeinsame Entscheidungen für die Saison 2026/27
Eigene Ideen bringt Boldt selbstverständlich mit nach Hannover. Entscheidungen über die Weiterentwicklung des Kaders sollen jedoch gemeinsam vorbereitet und getroffen werden. "Ich komme nicht hierhin, klappe einen Koffer auf und sage: ,Diese Spieler holen wir!‘", sagt der 44-Jährige. "Ich komme aus dem Bereich, habe den Blick und das Netzwerk dafür und verstehe auch etwas von einer Kabine. Meine Rolle wird aber eine etwas übergeordnete sein, die einen strategischen Rahmen vorgibt und dann operativ vor allem von Ralf Becker ausgeführt wird."

Unterstützt wird dieser Prozess künftig zusätzlich durch den Bereich Kaderplanung und Scouting. Mit Paul Wagner hat Hannover 96 Ende Mai einen neuen Leiter Kaderplanung und Scouting verpflichtet, der die Bereiche Scouting, Marktanalyse sowie Kader- und Transferplanung weiterentwickeln soll.

Damit sind die Verantwortlichkeiten für die Planung der neuen Saison klar definiert. Geschäftsführer Sport, Sportdirektor, Trainerteam und Kaderplanung arbeiten gemeinsam daran, den Kader der kommenden Spielzeit gezielt weiterzuentwickeln. Oder, wie Boldt es formuliert: einen "schlagkräftigen Kader" für die Saison 2026/27 zusammenzustellen.
lk

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