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"Eine Riesenehre für mich, Kapitän von diesem Verein zu sein"

Gerade einmal sieben Monate nach seinem Wechsel zu Hannover 96 trägt Stefan Teitur Thordarson die Kapitänsbinde. Der Isländer spricht über seine neue Rolle, prägende Vorbilder und seine enge Verbindung zur Stadt.

/ Profis
Stefan Thordarson in weißem Trikot mit der Binde am Arm.
Stefan Thordarson ist der neue 96-Kapitän. (Foto: 96/Redaktion)

Von Anfang an abgeliefert
1,89 Meter, langes blondes Haar, vereinzelte Tattoos auf dem Körper und ein ansteckendes Lächeln. Stefan Teitur Thordarson hat einfach eine enorm positive Ausstrahlung und das Lächeln wurde in den letzten Tagen noch etwas breiter. Am Dienstag wurde verkündet, dass 96-Trainer Christian Titz den 27-jährigen Isländer zum Kapitän für die kommende Spielzeit ernennt. Als gleichberechtigte Co-Kapitäne stehen Jean Hugonet und Maurice Neubauer parat.

Im Januar 2026 wechselte der zentrale Mittelfeldspieler aus der englischen Championship von Preston North End in die niedersächsische Landeshauptstadt.

Eine lange Anlaufzeit benötigte der Nationalspieler Islands nicht und entwickelte sich in der Rückrunde nicht nur zu einem absoluten Leistungsträger, sondern auch zu einem Spieler, der vorne weggeht. In 16 von 17 Rückrundenpartien stand Thordarson auf dem grünen Rasen und erzielte dabei drei Treffer.

Verantwortung liegt in der Familie
In der Woche vor dem Saisonstart in Cottbus wurde offiziell verkündet, dass der Isländer die Kapitänsbinde tragen wird. Thordarson über seine neue Rolle: "Es ist eine Riesenehre für mich, Kapitän von diesem Verein zu sein und ich möchte in allen Lebensbereichen als Vorbild agieren." Den entscheidenden Fingerzeig gab es dabei bereits bei der Generalprobe am vergangenen Samstag gegen PEC Zwolle, wo diese Verantwortung auch schon bei unserer Nummer 23 lag.

Apropos Verantwortung, diese wurde dem neuen 96-Kapitän in die Wiege gelegt: "Ihr wisst alle, dass ich aus einer fußballbegeisterten Familie komme, wo starke Persönlichkeiten mich geprägt haben. Mein Großvater besitzt eine große Logistikfirma in Island, mein Vater stand lange Zeit als Trainer an der Seitenlinie und auch mein Onkel vertritt immer eine starke Meinung." Mit denen habe er schon über das Kapitänsamt bei 96 gesprochen und werde auch in der Zukunft weiter mit Personen aus seinem Umfeld in den Austausch gehen, um sich stetig als Kapitän weiterzuentwickeln. Sicherlich werde das Telefon bei Kent Nielsen klingeln, aktuell Co-Trainer der dänischen Nationalmannschaft, wie Thordarson erzählte. Die Beiden verbindet ihre gemeinsame Zeit in Silkeborg.

Der Kapitän fühlt sich in Hannover pudelwohl
Knapp sieben Monate lang lebt Thordarson mit Familie nun in Hannover und spürt eine enorme Verbindung zwischen Stadt und Verein. Die Atmosphäre, die Unterstützung und die Liebe der Leute sei unfassbar. Die Menschen kämen zu seiner Frau und ihm, reden offen miteinander und man spüre, die Identifikation zwischen den Menschen und Spielern zu Hannover 96. Thordarson fasst zusammen: "In der Stadt zu leben, in der ich spiele, berührt mich sehr."

Alle Augen auf Cottbus
Wo diese Kapitänsfrage jetzt geklärt ist, richtet sich der Fokus auf den Saisonstart am Sonntag um 13.30 Uhr bei Aufsteiger Energie Cottbus. Nach 12 Jahren kehrt die Mannschaft von Claus-Dieter "Pele" Wollitz zurück in die 2.Bundesliga. "Als Mannschaft möchten wir große Dinge für diesen Klub erreichen und werden am Sonntag alles daransetzen, den ersten Schritt zu gehen", freut sich unser isländischer Kapitän auf den immer näher rückenden Saisonstart.
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