Nachwuchs, Leistungsbereich

Saisonrückblick U21: Mentalmeister

Individuelle und mannschaftstaktische Weiterentwicklung sind die Ziele, die für die 96-Nachwuchsteams ganz oben auf der Todo-Liste stehen. Die Saison 2016/2017 stellte an die U21, U19 und die U17 jeweils ganz spezielle Herausforderungen, herausgekommen sind vollkommen unterschiedliche, aber letztlich erfolgreiche Reisen. Wir blicken auf den kurvenreichen Weg der Amateure von Trainer Mike Barten. 

U21: Durchgebissen
Am 11. Spieltag der zurückliegenden Saison war Mike Barten ausgesprochen zufrieden mit seiner Mannschaft. "Meine Spieler können stolz sein auf das, was sie bisher geleistet haben. Wir müssen das richtig einordnen, wir haben manche Spiele auch glücklich gewonnen. Dennoch hätten damit wohl nicht viele gerechnet, dass wir mit dieser jungen Truppe so gut da stehen würden", sagte der Coach nach dem 3:2-Sieg seiner U21 bei Germania Egestorf-Langreder, mit dem der Sprung auf Platz 2 in der Regionalliga Nord gelang. Es war die gerechte Belohnung für eine bis zu diesem Zeitpunkt sehr gute Hinserie. Wer Bartens Worte sorgfältig liest, dem entgeht aber nicht die leise Warnung, dass das Fahrwasser nicht zwangsläufig so ruhig bleiben muss - und das blieb es auch nicht.

Im Kopf die Kurve gekriegt: Spielerisch, aber auch mental hat Barten die U21 nach vorne gebracht.

Mentale Prüfungen
Nach dem Sieg gegen die Barsinghäuser Nachbarn lief es für 96 bis zur Winterpause unrund und auch der Jahreswechsel brachte keinen neuen Schwung. Die Effizienz vor dem Tor war ebenso ein Problem wie individuelle Fehler in der Defensive, wodurch an sich sehr gute spielerische Leistungen zu selten ihre punktmäßige Entsprechung fanden. Eine furchtbar lange Serie ohne Sieg belastete vor allem die Köpfe, besonders, als sich die U21 auf den letzten Saisonmetern plötzlich dem Abstiegskampf stellen musste; das in der Hinserie aufgebaute Punktepolster war natürlich irgendwann perdu.

Dem Druck standgehalten
Barten schonte niemanden, forderte seine lern- und vor allem laufwilligen Jungs mit neuen Systemen und Strategien enorm und durfte sich am Ende über das Erreichen zweier Ziele freuen. Nummer 1: Klassenerhalt. Das war die Vorgabe vor Beginn der Spielzeit und mit 43 Punkten war es in der Gesamtabrechnung deutlich weniger eng als zwischendurch den Anschein hatte. Nummer 2: Weiterentwicklung. Trotz vieler mauer Ergebnisse hat "die Mannschaft spielerisch und taktisch richtig gute Arbeit gemacht und sich auch charakterlich als enorm widerstandsfähig präsentiert", zog Barten nach dem Saisonfinale Bilanz. Aus den letzten sieben Partien, als die Luft ziemlich dünn zu werden drohte, holte die U21 14 Punkte. Übrigens exakt genauso viele wie aus den ersten sieben Begegnungen, als es Sommer und noch kein mentaler Druck da war.
mi