Wackel-Hecking

Stehen die Spieler endlich wieder zu ihm?

Seit dem Bundesliga-Aufstieg 2002 hatte Hannover 96 noch nie eine so teure Mannschaft - und nach 14 Spieltagen noch nie so wenig Punkte.

Zwei Fakten, die aus Dieter Hecking (44) einen Wackel-Trainer (Foto oben) machen.

Wie wackelig zeigt auch dies: Die Hannoversche Allgemeine lässt auf ihrer Internetseite schon über Heckings Schicksal abstimmen. Wenn der jetzt morgen noch den Keller-Gipfel gegen den KSC verliert...

Wackel-Hecking - stehen die Spieler endlich wieder zu ihm?

In den letzten Wochen konnten die Fans diesen Eindruck nicht haben. Das schlappe 1:1 gegen Bochum, das peinliche 0:4 in Frankfurt. Danach die zweite große Krisen-Sitzung in dieser Saison. Zwischen Mannschaft und Trainer ist ein Riss spürbar. Der lässt sich nur mit Siegen kitten.

Michael Tarnat (39/z. Z. verletzt) appelliert an die Kollegen: „Wir können noch so viel reden. Wichtig ist, dass wir auf dem Platz die Antwort geben. Jeder muss sich hinterfragen. Vor den Spiegel stellen und fragen: Was habe ich gemacht und was nicht?“

Was macht der Boss? Martin Kind zu BILD: „Die Spieler haben jetzt die Verantwortung. Der Trainer ist wichtig, aber der Star ist die Mannschaft. Deshalb ist sie jetzt gefordert.“ Kind spielt auf Zeit - und hofft gegen den KSC auf die Wende.

Aber wenn Balitsch & Co. wieder versagen? Kind´s Plan: Wenn nur irgendwie möglich, will er mit Hecking die Winterpause erreichen. Erst dann wird der Boss in Ruhe Bilanz ziehen - auch was Sportdirektor Christian Hochstätter betrifft. Eine Katastrophen-Pleite gegen Karlsruhe (mit entsprechender Fan-Stimmung) würde diesen Plan durchkreuzen.

VON HEIKO NIEDDERER