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So will Virgil Ghita im 96-Team als ein Leitwolf fungieren

Virgil Ghita ist mit seinen 27 Jahren ganz gewiss noch kein Oldtimer unter den Fußballprofis. Doch im 96-Kader gehört er schon zu den erfahreneren Spielern. Diese Tatsache bringt eine natürliche Rolle für den Rumänen mit - die er annimmt: Er möchte vorweg gehen. Ausdruck dessen ist schließlich auch sein Vizekapitänsamt. Wie er das angeht und wie er die aktuelle Saisonphase bewertet, lest Ihr hier.

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Virgil Ghita streckt in einem Heimspiel den linken Zeigefinger beim Jubeln in die Luft.
Virgil Ghita ist 96-Vizekapitän hinter Captain Enzo Leopold. (Foto: 96/Redaktion)

Junge Mannschaft mit viel Talent
"Hey, ich bin nicht alt", entgegnet Virgil Ghita lachend angesprochen auf den Fakt, dass nur fünf Spieler im 96-Kader älter als er seien. "Ich fühle mich vielleicht in diesem Team etwas alt", ergänzt er grinsend. Das kommt nicht von ungefähr, immerhin ist die 96-Zweitligamannschaft mit einem Durchschnittsalter von 23,72 Jahren in den bisher absolvierten 19 Partien in dieser Saison die drittjüngste der Liga. Auf der einen Seite bringt das Vorteile. "Wir sind eine sehr junge Mannschaft mit einem sehr großen Potenzial und viel Talent", erklärt der Verteidiger. Das sehe man auch auf dem Rasen. "Wir spielen oft einen tollen Fußball, die Fans, die ins Stadion kommen, genießen das, denke ich. Ich beobachte das nach dem Abpfiff: Wenn Gegner unentschieden gegen uns spielen, dann freuen sie sich manchmal und sind glücklich. Das zeigt unsere Qualität", so Ghita.

Doch Potenzial lässt neben viel Qualität eben auch immer noch Raum für Verbesserungen. Vor allem nach Führungen setzte das 96-Team das eigene Spiel zuletzt in den Zweitliga-Duellen nicht mehr ganz so konsequent um, wie es schon oft in der Saison der Fall war. "Vielleicht fehlt uns in diesen Momenten auch das Quäntchen Erfahrung, wir sind da im natürlichen Lernprozess. Wir wollen aber schnell lernen", versichert unsere Nummer 5.

Leadership durch Unterstützung und Kommunikation
Gerade da möchte er als dann doch als erfahrener Spieler seinen jüngeren Teamkollegen helfen, auf dem Rasen unterstützen und vorangehen. Aus diesem Grund habe er schließlich im Sommer auch das Amt des Vizekapitäns angenommen. "Obwohl ich selbst noch gar nicht so alt bin, habe ich ja schon einige internationale Spiele gemacht mit der Nationalmannschaft", betont er. Achtmal trug er bisher das Trikot der rumänischen Auswahl. "Natürlich versuche ich mich da dann einzubringen – mit Ruhe und Kommunikation. Ich versuche, den jungen Spielern Sicherheit zu geben", erläutert er seine Herangehensweise. Und verrät auch sein wichtigstes Prinzip: "Ich trete für meine Teams immer ein."

Virgil Ghita im Heimspiel mit Ball am Fuß.
Ghita stand in allen 20 Saison-Pflichtspielen auf dem Platz. (Foto: 96/Redaktion)

"Wir trainieren das"
Auch sportlich wolle er weiterhin eine tragende Rolle spielen. Das bedeutet selbstverständlich: Als Verteidiger zunächst mal Gegentore so gut es geht verhindern. Aber der Defensivmann weist auch berechtigt darauf hin: "Wenn du Gegentore bekommst, redet man natürlich oft als erstes über die Verteidigung. Aber es ist eine Sache der gesamten Mannschaft zu verteidigen und Tore zu erzielen. Grundsätzlich ist wichtig, dass wir ein Tor mehr schießen als der Gegner." Da ziehe man im Team auch an einem Strang versichert er. Und dass die Mannschaft im Stande dazu ist, das zu leisten, daran lässt er keine Zweifel. "Wir sind darauf eingestellt und wir trainieren das. Du trainierst immer mit Ball und gegen den Ball", untermauert Ghita.

Vorliebe für den Spielstil
Der gewählte offensive Spielstil kommt diesem Vorhaben definitv auch zugute, hat auch immer wieder in dieser Saison schon funktioniert. Die Bestätigung dafür: Mit 33 geschossenen Toren stehen die Schützlinge von Cheftrainer Christian Titz auf Platz zwei der Statistik, nur drei Teams haben einen Treffer mehr verbucht. "Gerade zu Saisonbeginn, aber auch danach, haben wir einen tollen, attraktiven Fußball gespielt", ruft Ghita einmal mehr in Erinnerung und spricht seine Vorliebe für das dominant offensive Spiel aus. "Das war für mich auch ein Grund, zu 96 zu kommen. Ich habe mein Leben lang auf diese Art und Weise Fußball gespielt. Auch in der Jugend schon. Das hat meine Entscheidung schon auch wirklich positiv beeinflusst, nach Hannover zu kommen", erklärt er.

Und das sorgt vielleicht auch dafür, dass er den Pinguin-Jubel mit Benjamin Källman in dieser Saison noch öfter auspackt. "Wir lieben das. Wir machen das schon so lange und es klappt immer. Ich hoffe, den Pinguin-Jubel werden wir noch oft sehen, und ich hoffe sehr, dass wir auch mal wieder nach einem Tor von mir tanzen können", gibt er zu Protokoll. Und zwar genauso, wie er das Gespräch auch schon begonnen hat - mit einem Lachen im Gesicht.
nik

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