NIEMALSALLEIN

"Die Fans sind wie unser zwölfter Mann"

Nach der Partie gegen Dynamo Dresden spricht Ime Okon über das Geduldsspiel, die Energie der eigenen Fans als "12. Mann" und seinen Weg zurück in die Startelf. Außerdem richtet der Innenverteidiger den Blick nach vorn auf das Spiel in Bielefeld.

/ Profis
Ime Okon auf dem Spielfeld am Ball.
Ime Okon hat sich seinem krankheitsbedingten Ausfall in der Startelf etabliert. (Foto: 96/Redaktion)

Ime, wie blickst Du auf das Spiel gegen Dresden zurück?

Ime Okon (22): Ich finde, es war insgesamt kein schlechter Auftritt von uns. Wir hatten nicht sehr viele Chancen, aber genügend, um das Spiel für uns zu entscheiden. Am Ende hat uns der letzte entscheidende Moment gefehlt. Natürlich sind wir damit nicht glücklich. Trotzdem war positiv, dass wir auf dem Platz sehr geschlossen agiert und füreinander gearbeitet haben.

Der Trainer hatte angekündigt, dass es ein langes Geduldsspiel wird und dass man ruhig bleiben müsse.

Ime Okon: Ja, wir haben uns in der Woche genau darauf vorbereitet – dass es ein Spiel wird, in dem wir geduldig sein müssen. Wir wussten, dass sie gut verteidigen, das haben sie auch. Aber trotzdem: Die Chancen waren da. Deshalb fühlt es sich mehr wie eine Niederlage an.

Wie hast du die Atmosphäre erlebt? Über 40.000 Fans in der Arena, sehr laut von beiden Seiten – was macht das mit dir auf dem Platz?

Ime Okon: Die Fans sind wie unser zwölfter Mann. Wenn wir all die Leute singen und uns anfeuern hören, gibt uns das einfach eine Extra-Motivation. Sie kommen her, stehen im Regen, in der Kälte – nur um uns spielen zu sehen. Mir ist es wichtig, dass wir das zu schätzen wissen. Wir wollen ihnen Siege schenken. Und auch wenn wir mal nicht gewinnen: dass wir zumindest alles geben und auch so dafür sorgen, dass es sich für sie lohnt. Und ich denke, das tun wir: Wir kämpfen immer für sie und tragen sie im Spiel in unseren Herzen.

Du nimmst seit einigen Wochen Deutschunterricht. Eigentlich könnten wir das Interview auch auf Deutsch führen, oder?

Ime Okon: Mein Deutsch ist noch nicht so gut (sagt er auf Deutsch und lacht, Anm. d. Red.). Ich habe Unterricht, ja. Ich verstehe schon einiges, aber das Sprechen ist noch schwierig. Ein bisschen Zeit brauche ich noch.

Du warst zu Beginn des Jahres krank und es hat auch etwas länger gedauert, bis du wieder zurückgekommen bist. Seitdem spielst du konstant. Wie fühlt sich das für dich persönlich an?

Ime Okon: Ich war ziemlich krank, aber sowas passiert. Ich vertraue meinen Mitspielern – wenn ich nicht da bin, weiß ich, dass sie den Job genauso gut machen. Wir sind als Team sehr stark und jeder bemüht sich, dass wir Ausfälle immer so gut es geht auffangen.

Nun geht es nach Bielefeld. Wann richtet sich dein Fokus auf das nächste Spiel?

Ime Okon: Ich muss immer einmal drüber schlafen, wenn wir ein Spiel gespielt haben. Mit der Analyse am Tag danach ist es erledigt und der Blick wird komplett auf den nächsten Gegner gerichtet. Man kann nicht lange auf einem Spiel hängen bleiben –es geht weiter.

Vielen Dank, Ime, für das sympathische Interview!

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