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"So etwas prägt einen für immer"

Vom Nachwuchsspieler bis zum Profi: Monju Thaddäus Momuluh trug viele Jahre das Trikot von Hannover 96, ehe es ihn im vergangenen Sommer zu Arminia Bielefeld zog. Im Interview spricht er über seine prägendste Zeit in Hannover, noch bestehende Freundschaften und verrät, was er vom Duell am Samstag erwartet.

/ Profis
Monju Momuluh läuft über den Rasen und führt den Ball mit dem rechten Fuß. Er trägt ein rotes Trikot mit weißen Akzenten sowie rote Stutzen und ein rotes Unterarmshirt.
Im Trikot der Arminia: Monju Momuluh wechselte vor der Saison von Hannover nach Bielefeld und kommt in der laufenden Spielzeit bereits auf neun Scorerpunkte. (Foto: IMAGO / RHR-Foto)

Hallo "Taddel", danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Starten wir doch einfach mit simplen, aber wichtigen Fragen: Wie geht es Dir? Und wie hast Du Dich in Bielefeld eingelebt?

Monju Thaddäus Momuluh: Mir geht es wirklich ganz gut. Das Einleben war überhaupt nicht schwer, da ich viele Jungs und auch das Trainerteam bereits aus meiner Leihzeit 2024 kannte. Und die Stadt kenne ich seitdem ja auch schon. Deswegen war es eigentlich kaum nötig, sich richtig einzuleben.

Dann wagen wir doch mal einen Blick auf das Sportliche. Wie ordnest du Eure bisherige Saison mit der Arminia ein?

Momuluh: Natürlich ist es als Aufsteiger keine ganz leichte Aufgabe, in der 2. Liga anzukommen. Trotzdem haben wir das bisher in meinen Augen gut gemacht. Man hat in vielen Spielen gesehen, dass wir auf jeden Fall mithalten können. Es gab zwar auch Partien, in denen es für uns schwieriger war und man sehen konnte, dass wir neu in der Liga sind. Aber grundsätzlich war es eine ordentliche Hinserie. Und bislang waren es auch weitestgehend gute Auftritte in der Rückrunde. Wir versuchen, einfach weiterzumachen um den Klassenerhalt zu schaffen.

Auch für Dich persönlich läuft es eigentlich, oder?

Momuluh: Seitdem ich hier bin, habe ich jedes Spiel gespielt und konnte auch ein paar Scorerpunkte sammeln. Ich bin zufrieden und freue mich einfach über die viele Spielzeit, die ich bekomme.

Wird die Partie am Samstag eine besondere für Dich sein?

Momuluh: Ja, natürlich. Ich habe viele Jahre bei 96 gespielt, hatte eine sehr gute Zeit in Hannover und auch noch viele gute Kollegen dort. Deswegen ist es etwas Schönes, jetzt gegeneinander zu spielen.

Was erwartest Du für eine Partie?

Momuluh: Wir wissen, dass Hannover unter den spielstärksten Mannschaften der 2. Liga ist und wissen um ihre Qualitäten. Es wird kein leichtes Spiel, aber wenn wir gut dagegenhalten, wie auch in der ersten Halbzeit des Hinspiels, dann kann was möglich sein.

Du bist ja nicht der einzige Ex-96-Profi, der in den vergangenen Monaten auf die "Alm" gewechselt ist. Hast Du mit Marius Wörl und Jannik Rochelt eine besondere Verbindung, weil ihr im Sommer noch zusammen bei 96 wart?

Momuluh: Wir wurden bei Arminia alle gleichermaßen gut aufgenommen, verstehen uns super und harmonieren gut. Trotzdem gibt es auch innerhalb des Teams unterschiedliche Gruppen. Aber man muss wirklich sagen, dass sich die ganze Mannschaft sehr gut versteht.

Verfolgst Du noch die Spiele von Hannover 96?

Momuluh: Ich schaue generell viel Fußball und wenn Hannover spielt, schaue ich immer zu. Außer wir spielen zeitgleich. (lacht)

Tauschst Du Dich mit Wörl oder Rochelt auch mal darüber aus, was in Hannover passiert?

Momuluh: Ja, doch schon. Wenn man die ganze Sommer-Vorbereitung miteinander verbringt, dann passieren natürlich auch witzige Sachen und selbstverständlich redet man noch über die Zeiten.

Momuluh jubelt im roten 96-Heimtrikot. Er hat seine Arme nach vorn gestreckt und die Fäuste geballt.
Emotionen pur: Nach seinem Tordebüt gegen Kaiserslautern traf Momuluh auch im darauffolgenden Heimspiel und erzielte am 7. Spieltag der Saison 2024/25 gegen Nürnberg das 2:0. (Foto: 96/Kaletta)

Mit welchen ehemaligen Teamkollegen hast Du noch Kontakt?

Momuluh: Am meisten mit Kolja Oudenne. Wir haben eine kleine Gruppe, in der wir eigentlich jeden Tag Kontakt haben.

Bis auf eine kleine Unterbrechung warst Du insgesamt acht Jahre bei 96. Welches ist Deine prägendste Erinnerung an Deine Zeit in Hannover?

Momuluh: Da würde ich schon die letzte Saison nennen. Letztes Jahr hatte ich meine meisten Einsätze und im September 2024 (Heimspiel gegen Kaiserslautern; Anm. d. Red.) auch mein erstes Tor geschossen. Ich bin in Hannover zum Profi gereift, so etwas prägt einen für immer.

Wie ist Deine Beziehung zur Stadt Hannover und wie oft bist Du noch dort?

Momuluh: Eigentlich an den meisten freien Tagen, die ich habe, da die Entfernung auch nicht so weit ist. Ich besuche dann gerne meine Familie oder Freunde.

Was vermisst Du an Hannover am meisten?

Momuluh: Da würde ich dann tatsächlich sagen, dass es vor allem ist, die Menschen, die mir am nächsten stehen, zu sehen. Sprich Familie und Freunde.

Danke Dir für Deine Zeit und bis Samstag!
nik

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