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Berlin, Berlin, ... wir fahren nach Berlin

Auch in diesem Jahr folgte der Hannoversche Sportverein von 1896 e.V. der Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, zum Jahresempfang in der „Alten Münze”. Für den Verein reisten Tim Sander, Mitarbeiter mit geistiger Beeinträchtigung, und Holger Apitius, Inklusionsbeauftragter, gemeinsam in die Bundeshauptstadt.

Jahresempfang in Berlin
Gruppenfoto v.l.n.r.: Jürgen Dusel, Tim Sander und Bärbel Bas (Foto: Holger Apitius)

Jahresempfang mit klarem Fokus 
Im Mittelpunkt des Abends standen die Themen Teilhabe und Barrierefreiheit. Im Rahmen des Bühnenprogramms machten Gastgeber Jürgen Dusel, Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, zudem deutlich, dass die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe und Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderung nicht umgesetzt werden dürfen.  

Fortschritte und offene Baustellen 
Passend dazu stand die Veranstaltung unter dem Motto „Demokratie braucht Inklusion”. In einigen Bereichen wurde dieses Motto auch sichtbar umgesetzt.  So sorgten barrierefreie Angebote, darunter Rollstuhlfahrertoiletten, Gebärdendolmetscher sowie ein synchron mitlaufender Text zum Vortrag, dafür, dass möglichst viele Menschen an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Gleichzeitig wurde aber deutlich, dass auf dem Weg zu umfassender Barrierefreiheit noch Entwicklungspotenzial besteht.  So fehlten zum Beispiel Ausschilderungen in leichter Sprache und auch das Bühnenprogramm wurde nicht entsprechend begleitet. Vor allem die Begleitung durch Holger Apitius war besonders wichtig, um Tim Sander bei Bedarf Orientierung zu geben und ihm die Inhalte des Bühnenprogramms nachträglich zu erklären.  

Ein emotionaler Höhepunkt 
Ein besonderes Highlight war der Poetry-Slam von Sabrina Lorenz, Autorin, Referentin, Beraterin und Aktivistin, die seit ihrer Kindheit mit einer schweren Herzerkrankung lebt und bereits mehrere Operationen durchstehen musste. Holger Apitius beschrieb den Text, als „wunderschön” und fasste ihn wie folgt zusammen: „Es geht um eine beeinträchtigte Mutter, die ihrem ebenfalls beeinträchtigten Kind erzählt, was sie sich für ein Leben wünscht. Sie sagt, dass sie sich kein anderes Leben und kein „gesundes“ Kind wünscht, sondern nur ein bisschen glücklicher wäre, wenn sie von der Gesellschaft als „vollwertiger” Mensch gesehen würde. Eine rührende Geschichte, die alle Anwesenden zum Nachdenken bracht und voll ans Herz ging.” 

Netzwerken und neue Kontakte knüpfen 
Im Anschluss bot sich die Gelegenheit für persönliche Gespräche und neue Kontakte. Dabei konnten Tim Sander und Holger Apitius Malte Baumann, Behindertenbeauftragter Supporters & Culture der Eintracht Frankfurt AG kennenlernen. Es fand ein interessanter Austausch über aktuelle Projekte sowie mögliche zukünftige gemeinsame Vorhaben statt. Und vielleicht heißt es auch im kommenden Jahr: „Berlin, Berlin, … wir fahren nach Berlin“? 

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