Öffentliche Ausstellung in der Passerelle und VR-Erfahrung für Schüler
Auftakt und emotionaler Ankerpunkt der Woche ist die öffentlich zugängliche "Robert gedENKEn"-Ausstellung am "Gleis 1896" in der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade (Passerelle), die von Montag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr besucht werden kann. Zu sehen sind einzigartige Original-Exponate aus der Karriere Robert Enkes, darunter Trikots seiner Stationen bei Hannover 96, Benfica Lissabon, dem FC Barcelona und der deutschen Nationalmannschaft. Parallel dazu öffnet die Heinz von Heiden Arena von Montag bis Mittwoch ihre Türen für das Projekt "Impression Depression School" der Robert-Enke-Stiftung. Bereits angemeldete Jugendliche ab 16 Jahren von den 96-Partnerschulen erhalten durch den Einsatz moderner Virtual-Reality-Technologie einen bewegenden Einblick in die Erlebniswelt depressiv erkrankter Menschen. Das Projekt macht Symptome wie Antriebslosigkeit oder emotionale Taubheit greifbar, fördert das Empathieverständnis im schulischen Umfeld und zeigt Lösungswege auf.
"Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit schaffen"
Jan Baßler, Geschäftsführer der Robert-Enke-Stiftung, blickt voller Vorfreude auf die anstehenden Tage: "Als einer der Stiftungsgründer ist Hannover 96 seit Beginn eng mit der Robert-Enke-Stiftung verbunden. Umso mehr freut es uns, mit der gemeinsamen Mental Health Week diese besondere Verbindung zu nutzen, um ein wichtiges gesellschaftliches Thema in den Mittelpunkt zu rücken. Gemeinsam möchten wir Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit schaffen, sensibilisieren und ein starkes Zeichen für mehr Offenheit und einen selbstverständlicheren Umgang mit diesem Thema setzen."
Expertise für den Nachwuchs- und Leistungssport
Neben der Jugendbildung rückt die Mental Health Week die mentalen Herausforderungen im Leistungssport in den Fokus. Am Dienstag absolvieren die Trainer und Mitarbeitenden der 96-Akademie einen spezialisierten Informationsworkshop zur psychischen Gesundheit im Nachwuchsleistungssport. Am Donnerstag und Freitag folgen Fachvorträge zum Thema "Kopfgesundheit" vom Biografen von Robert Enke und Bestsellerautor Ronald Reng sowie dem ehemaligen Profifußballer Martin Amedick. Die Referenten sprechen am Donnerstag vor Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainern des OSP Niedersachsen sowie der TennisBase Hannover, bevor am Freitag die U19, U23 und Mitarbeitende von Hannover 96 teilnehmen.
"Offener Umgang mit psychischer Gesundheit gewinnt zunehmend an Bedeutung"
"Psychische Gesundheit ist sowohl in unserer Gesellschaft als auch im modernen Leistungssport von zentraler Bedeutung. Gerade im Leistungssport, der durch hohe körperliche und mentale Anforderungen geprägt ist, gewinnt ein offener und wissenschaftlich fundierter Umgang mit psychischer Gesundheit zunehmend an Bedeutung. Wenn es gelingt, mentale Belastungen zu enttabuisieren und Menschen zu ermutigen, offen über ihre psychische Verfassung zu sprechen, kann dies einen wichtigen Beitrag zur mentalen Stabilität leisten", erklärt Peter Wellbrock, Sportpsychologe bei Hannover 96. "Wir freuen uns daher sehr, mit unterschiedlichen Aktionen und Formaten Menschen aus verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereichen für das Thema psychische Gesundheit zu sensibilisieren, aufzuklären und fundiertes Wissen zugänglich zu machen. Unser Ziel ist es, eine Kultur zu fördern, in der psychische Gesundheit selbstverständlich mitgedacht wird. Wir wollen Vorurteile abbauen, Betroffenen Mut machen und die Haltung, offen über das Thema mentale Gesundheit zu sprechen, in unserer Region und darüber hinaus fest verankern."
Ersthelfer-Kurse für 96-Mitarbeitende geplant
Am Samstag, den 29. August, findet der öffentlich zugängliche "GFK-Benefiz-Cup" auf dem Gelände der 96-Akademie statt. Ab 12.30 Uhr wird im Kleinfeldturnier gegeneinander gespielt, unter anderem dabei ist auch eine 96-Legendenmannschaft. Die Einnahmen des Turniers gehen an die Robert-Enke-Stiftung. Damit enden die Initiativen der Aktionswoche jedoch noch nicht. Schulungen im Bereich "Mental Health First Aid" (Ersthelfer für psychische Gesundheit), die sich speziell an die Mitarbeitende von Hannover 96 richten, sind rund um den Jahreswechsel geplant.
Die Robert-Enke-Stiftung wurde am 15. Januar 2010 – und damit rund zwei Monate nach dem Tod Robert Enkes am 10. November 2009 – vom Deutschen Fußball-Bund, der Deutschen Fußball Liga und Hannover 96 gegründet. Seitdem setzt sie sich dafür ein, Depressionen sichtbar zu machen, und fördert Maßnahmen und Initiativen, die der Aufklärung, Erforschung und Behandlung der Krankheit dienen.
mi