Das Spiel:
Mit einer auf vier Positionen veränderten Startelf im Vergleich zur Derby-Niederlage schickt 96-Cheftrainer Sandro Wagner seine Mannschaft in die zweite Runde des DFB-Pokals: Emir Sahiti, Hayate Matsuda, Franz Roggow und Pascal Loretz ersetzen Wannis Taibi, Kolja Oudenne, Stefan Teitur Thordarson und Leo Weinkauf. 96 kommt gut in die Partie: Bereits in der zweiten Minute steckt Matsuda auf Marcel Hartel durch, der heute die Kapitänsbinde trägt. Hannovers Nummer zehn schließt etwas überhastet ab, sodass FCK-Keeper Julian Krahl parieren kann (2.). Auch die anschließende Ecke sorgt für Gefahr, Sahitis Direktabnahme wird jedoch geblockt (3.). In der Folge melden sich auch die Roten Teufel offensiv an. Nach einer FCK-Ecke kommt Maxwell Gyamfi zum Abschluss, doch Loretz ist zur Stelle (9.). Kurz darauf ist der Schweizer allerdings machtlos: 96 bekommt den Ball am eigenen Strafraum nicht geklärt, sodass Milos Lukovic zum Abschluss kommt. Der Serbe trifft platziert ins linke untere Eck zur 1:0-Führung für Kaiserslautern (14.). Die Wagner-Elf lässt sich davon nicht beirren, bleibt gut in der Partie und erspielt sich weitere Gelegenheiten. Doch es folgen bittere Minuten für 96: Zunächst wird eine Elfmeterentscheidung nach Eingriff des Videoassistenten zurückgenommen. Wenig später zappelt der Ball im FCK-Netz, der Treffer zählt wegen einer vorherigen Abseitsposition von Chakroun jedoch nicht. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient. Auch die nächste Großchance bleibt ungenutzt: Källman dreht sich im Strafraum und zieht aus aussichtsreicher Position ab, doch erneut pariert Krahl (30.). Neubauer setzt seinen Abschluss am Tor vorbei (34.), Källman scheitert abermals am FCK-Schlussmann (44.). Kurz vor der Pause trifft Roggow aus kurzer Distanz nur den Pfosten (45.). So geht es trotz eines deutlichen Chancenplus (16:2 Torschüsse und ein Expected-Goals-Wert von 1,01 zu 0,15) mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.
Auch in Halbzeit zwei baut die Wagner-Elf ihr Chancenplus zunächst weiter aus: Einen Versuch von Matsuda wehrt Krahl zur Seite ab (50.). Bei einer kurz darauf folgenden Ecke kommt Virgil Ghita etwas überraschend zum Kopfball und setzt den Ball so über die Latte (52.). In der Folge nimmt die Schlagzahl der Torchancen ab, zahlreiche personelle Wechsel prägen das Spiel. 96 bleibt trotzdem am Drücker, die nächste große Gelegenheit gehört allerdings dem FCK: Leo Sauer jagt einen Volley aus der Distanz über die Latte (75.). Auch die nächste Torchance haben die Roten Teufel, die wie schon in Halbzeit eins erneut eiskalt zuschlagen: Bei einem langen Ball in den Strafraum lässt die 96-Defensive Ivan Prtajin zu viel Platz. Der Angreifer köpft unbedrängt ins rechte Eck zum 0:2 ein (86.). Mit dem vierten Torschuss der Partie trifft der FCK zum zweiten Mal. Dem stehen 22 Abschlüsse der Roten gegenüber, die jedoch ohne Torerfolg bleiben. Daran ändert sich auch in den Schlussminuten nichts mehr: 96 unterliegt dem 1. FC Kaiserslautern mit 0:2 und scheidet in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus.
Tore:
0:1 (14.): 96 bekommt den Ball am eigenen Strafraum nicht geklärt, sodass Milos Lukovic zum Abschluss kommt. Der Serbe trifft platziert ins linke untere Eck.
0:2 (86.): Bei einem langen Ball in den Strafraum lässt die 96-Defensive Ivan Prtajin zu viel Platz. Der Angreifer köpft unbedrängt ins rechte Eck ein.
Moment des Spiels:
Nachdem am vergangenen Sonntag bereits Merlin Sinanovic und Tom Hobrecht ihr Profi-Debüt gaben, darf sich heute auch Mwisho Mhango über seine ersten Minuten für die 96-Lizenzmannschaft freuen. Der Malawier, der sich 96 Anfang diesen Jahres anschloss, wurde in der 82. Spielminute für Emir Sahiti eingewechselt. Glückwunsch, Mwisho.
So geht es weiter:
Schon am kommenden Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) geht es in der 2. Bundesliga weiter: Zum zweiten Heimspiel dieser Woche empfangen wir die SG Dynamo Dresden zum 10. Spieltag dieser Saison. Nach der DFB-Pokal-Partie geht es für die Wagner-Elf nun wieder um wichtige Punkte.
lk
STATISTIK
Hannover 96: Loretz - Ghita, Tomiak, Hugonet - Sahiti (81. Mhango), Roggow (66. Thordarson), Hartel, Neubauer - Chakroun (66. Oudenne), Källman (66. Sinanovic), Matsuda (81. Hobrecht)
1. FC Kaiserslautern Krahl - Robinson, Gyamfi, A. Murphy - Asta (81. Joly), F. Kunze, Ritter (28. Sahin), Haas, Tazemeta (80. Prtajin), Kanaté (64. Skyttä) - Lukovic (64. Sauer)
Tore: 0:1 Lukovic (14.), 0:2 Prtajin (86.)
Gelbe Karten: Roggow (37.), Chakroun (45.+4), Hugonet (53.), Wagner (Trainer, 86.) / Ritter (16.), Kunze (74.), Joly (83.), Prtajin (87.)
Schiedsrichter: Konrad Oldhafer
Zuschauende: 35.800 Zuschauende in der Heinz von Heiden Arena