Dauerbrenner und Kilometerfresser
"Ein kühles Wasser auf jeden Fall", antwortet Enzo Leopold schmunzelnd auf die Frage, ob ein kühles Getränk nach dem kräftezehrenden Spiel gegen Arminia Bielefeld helfen könne. "Klar, das Spiel hat Körner gekostet", gibt die Nummer 8 zu. Und trotzdem: "Übermorgen könnte ich schon wieder", blickt Leopold direkt nach Spielende lachend voraus.
Hannovers Kapitän ist der Dauerbrenner im Team. Der 25‑Jährige spulte bislang 288,75 Kilometer ab (Ø 12,11 km pro 90 Minuten) in 24 Spielen ab – ligaweit der viertbeste Wert. Insgesamt verpasste Leopold in dieser Saison erst 14 Spielminuten. Nur Marvin Wanitzek (Karlsruher SC) stand von allen Feldspielern der 2. Bundesliga noch länger auf dem Feld.
Intensive Schlussphase
Leopolds Fitness erlaubt es ihm, auch in den Schlussphasen eines Spiels eine hohe Intensität mitzugehen – so auch in Bielefeld: "Wir haben defensiv alles reingehauen. Haben alles wegverteidigt, gerade in den letzten Minuten ist viel in unseren Sechzehner reingeflattert", ordnet der Kapitän die letzten Minuten des Spiels ein. Dass es beim 1:0‑Sieg blieb, lag auch an Hannovers Schlussmann, der mehrfach stark parierte: "Da hat 'Nolli' (Nahuel Noll; Anm. d. Red.) den einen oder anderen richtig gut rausgekratzt", weiß auch Hannovers Spielführer.
Torgefährlichster 96-Spieler der Rückrunde
In der Rückrunde hat Leopold seine intensive und strukturierende Spielweise um ein neues Element erweitert: Torgefahr. Der 25‑Jährige traf im Jahr 2026 bereits dreimal – genauso häufig wie Top‑Torjäger Benjamin Källman. Dass er zum nächsten Strafstoß antreten würde, "war seit Wochen klar." Der Impuls dazu kam von Cheftrainer Christian Titz, Leopold hatte sich entsprechend vorbereitet. Mit Erfolg: In der 63. Minute verlud er DSC‑Keeper Jonas Kersken und traf sicher ins linke Eck zur 1:0-Führung.
Eine Führung, die Hannover bis zum Schlusspfiff verteidigte. "Es tut gut, dass wir hier drei Punkte mitnehmen", beschreibt Leopold die Gefühlslage. Auch dass es "mal ein bisschen dreckiger war", schmälert das Ergebnis nicht. Zum Sieg trugen zudem die 2.800 mitgereisten 96‑Fans bei, die das Team durch die Schlussphase pushten: "Wenn man die Kraft und die Körner nochmal braucht, tun unsere Fans uns einfach gut."
Fokus auf Fürth
Am kommenden Sonntag empfängt Hannover 96 Greuther Fürth in der Heinz von Heiden Arena (Anstoß 13.30 Uhr). Die Roten wollen den sechsten Erfolg im siebten Spiel einfahren. Seid dabei – hier geht es zu den Tickets.
lk