Das Spiel in aller Kürze:
Cheftrainer Christian Titz nimmt in diesem geschichtsträchtigen Topspiel, das ganz im Zeichen des 130-Jährigen Bestehens von Hannover 96 steht, drei verletzungsbedingte Wechsel im Vergleich zur Vorwoche vor. Maik Nawrocki, Elias Saad und Benedikt Pichler werden von Virgil Ghita, Daisuke Yokota und Benjamin Källman ersetzt. Die Anfangsminuten des Spiels stehen unter dem Eindruck einer beeindruckenden Choreografie der Heimfans. Die erste echte Torchance lässt auf sich warten und findet schließlich vor dem Tor von SCP-Keeper Dennis Seimen statt. Raphael Obermair schießt bei einem Klärungsversuch den überraschten Waniss Taibi an. Der Ball prallt vom Körper des Franzosen an den rechten Paderborner Torpfosten - Seimen wäre hier wohl machtlos gewesen (18.). Hannover hält den Druck in der Folge hoch und schnürt die Ostwestfalen in der eigenen Hälfte ein. Fast schon folgerichtig ensteht auch die nächste Großchance auf das Paderborner Tor: Über Umwege landet der Ball bei Daisuke Yokota, dessen Schuss aus halbrechter Position vom aufmerksamen SCP-Kapitän Fabian Götze geklärt wird (23.). Eine Führung wäre für die Niedersachen zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. So sind es wenig später die Gäste, die ihr Kapital aus den ungenutzten 96-Chancen schlagen und in Führung gehen: Nach einem Fehlpass im Spielaufbau der Niedersachsen, findet der Tabellenzweite blitzschnell den Abschluss, den 96-Keeper Nahuel Noll auf Kosten eines Eckballs klären kann. Die Ecke rutscht in der Folge auf den zweiten Pfosten durch und wird aus kurzer Distanz von Götze zum 0:1 über die Linie gedrückt (40.). Ohne weitere Torgelegenheiten geht es für beide Mannschaften zur Halbzeitpause in die Kabinen.
Ohne personelle Änderungen betreten die Roten zur zweiten Halbzeit das Spielfeld. In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs sind die Ostwestfalen zunächst das spielbestimmende Team. Hannover muss in dieser Phase zwei Großchancen des ehemaligen 96-Spielers Stefano Marino überstehen: Zunächst flattert ein Volley-Abschluss am Gehäuse vorbei (51.), kurz darauf verhindert Noll mit einer starken Parade nach einem platzierten Kopfball das 0:2 (56.). In der Folge beruhigt sich das Spiel - 96 arbeitet mühsam am Ausgleich, findet jedoch nicht zu Torgelegenheiten. Bis zur 78. Spielminute: Der eingewechselte Mustapha Bundu beweist sich als echter Aktivposten im 96-Angriffsspiel und schlägt eine Flanke von der rechten Seite präzise in die Mitte. Benjamin Källman rauscht heran, drückt den Ball mit dem Kopf über die Linie und beendet seine Serie von sieben torlosen Spielen - 1:1-Ausgleichstreffer (78.)! Die letzte Chance des Spiels gehört den Gästen aus Paderborn: Sven Michel zwingt Noll mit einem ansatzlosen Abschluss dazu, den Ball nach vorne abzuwehren. Den Nachschuss setzt Steffen Tigges aus dem Rückraum über das Tor (90.+1). Referee Max Burda pfeift die Partie wenig später ab. Am Ende steht in diesem Top- und Jubiläumsspiel ein durchaus leistungsgerechtes Remis, mit den etwas besseren Chancen für die Gäste.
Tore:
0:1 (40.): Eine Ecke rutscht auf den zweiten Pfosten durch und wird aus kurzer Distanz von Götze über die Linie gedrückt.
1:1 (78.): Källman rauscht nach einer Flanke von Bundu heran und köpft den Ball zum Ausgleichstreffer ein.
Moment des Spiels:
Benjamin Källman markiert mit seinem Treffer in der 78. Spielminute sein 14. Saisontor und beendet seine persönliche Serie von sieben torlosen Spielen. Nach einer präzisen Bundu-Flanke, rauscht der Finne heran und köpft zum wichtigen Ausgleichstreffer ein. Glückwunsch, Benji!
Zahl des Spiels:
130: Ein Spiel das ganz im Zeichen des Jubiläums von Hannover 96 steht. Auch wenn es sportlich nicht zu einem Sieg gereicht hat, bereiteten die 96-Fans mit einer beeindruckenden Choreografie und einer lautstarken Unterstützung diesem Anlass einen angemessenen Rahmen.
So geht es weiter:
Das viertletzte Spiel dieser Saison steht an: Auswärts in Baden-Württemberg kämpft das 96-Team beim Karlsruher SC um wichtige drei Punkte (Anstoß 13 Uhr).
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STATISTIK
Hannover 96: Noll - Allgeier, Ghita (62. Chakroun), Okon - Leopold - Aseko (62. Oudenne), Neubauer (71. Matsuda) - Thordarson - Yokota (71. Bundu), Taibi (90.+2 Nielsen) - Källman
SC Paderborn: Seimen - Scheller, Götze, Brackelmann - Curda, Baur (87. Klaas), Castaneda, Obermair (46. Sticker) - Müller (69. Tigges), Marino, Bilbija (87. Bätzner)
Tore: 0:1 Götze (40.), 1:1 Källman (78.)
Gelbe Karten: Yokota (54.), Neubauer (66.), Chakroun (84.) / Bilbija (84.)
Schiedsrichter: Max Burda
Zuschauende: 49.000 Zuschauende in der Heinz von Heiden Arena