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Das sind Marcel Hartels Spieltagsrituale

Getapte Handgelenke, immer zuerst der rechte Schuh und ein fester Ablauf vor Standards: 96-Neuzugang Marcel Hartel über die Rituale, die ihn an jedem Spieltag begleiten und Tattoos, die ihm besonders viel bedeuten.

/ Profis
Das sind Marcel Hartels Spieltagsrituale.
Zu Marcel Hartels Spieltagsvorbereitung gehören einige Rituale. (Foto: 96/Redaktion)

Portugiesische Vorbilder
Wenn Marcel Hartel künftig für Hannover 96 auf dem Platz steht, werden den aufmerksamen Beobachterinnen und Beobachtern zwei Dinge schnell auffallen: die zahlreichen Tattoos auf seinem Körper und das Tape an beiden Handgelenken. Während die Tätowierungen überwiegend persönliche Geschichten erzählen, gehört das Tape zu einem festen Ritual, das den 30-Jährigen bereits seit vielen Jahren begleitet.

"Das war früher cool, heute ist es Gewohnheit", sagt Hartel lachend. Angefangen hat es bei ihm schon in jungen Jahren, als er sich die getapten Handegelenke von Spielern wie Cristiano Ronaldo oder Nani abgeschaut hat. Einmal damit angefangen, gehört es für ihn inzwischen einfach zur Vorbereitung auf ein Spiel. Der Offensivspieler beschreibt sich selbst als jemanden, der sich bestimmte Abläufe schnell aneignet und anschließend nur noch schwer von ihnen abweicht.

Rechter Schuh zuerst
Das Tape ist längst nicht das einzige Ritual des gebürtigen Kölners. Bereits am Tag vor einer Partie beginnt sein fester Ablauf: Dann kommt bei Hartel immer dasselbe Essen auf den Tisch. Beim Anziehen folgt stets der rechte Schuh zuerst. Und auch unmittelbar vor dem Anpfiff überlässt der 96-Neuzugang nur wenig dem Zufall: "Vor dem Spiel gehe ich immer auf dieselbe Toilette", erzählt er.

Selbst bei Standards ist ein wiederkehrender Bewegungsablauf zu erkennen. Bevor Hartel einen ruhenden Ball ausführt, beginnt er zu tippeln. Irgendwann habe er damit angefangen und es anschließend nie wieder verändert. Mit Erfolg: der ruhende Ball - Ecken, Freistöße und Elfmeter - gehören zu den Qualitäten des offensiv flexibel einsetzbaren Spielers.

Erinnerungen unter der Haut
Eine Geschichte steckt auch hinter dem Großteil seiner Tattoos. Bereits sein erstes Bundesligaspiel hat Hartel auf seinem linken Unterarm verewigt: Am 20. Februar 2016 feierte er im Trikot des 1. FC Köln mit der Rückennummer 30 sein Debüt im deutschen Oberhaus. Das Datum und die damalige Trikotnummer trägt er bis heute auf der Haut.

Inzwischen bedeuten ihm jedoch andere Motive noch mehr. "Ich habe mir den Fußabdruck meiner Erstgeborenen mit Namen und Geburtstag auf mein Bein tätowieren lassen“, erzählt der zweifache Familienvater. Dieses Tattoo sei für ihn das persönlich wichtigste.

Ein Motiv fehlt allerdings noch: Im März kam Hartels zweite Tochter zur Welt. "Gut, dass ich zurück in Deutschland bin. Ich muss noch einen Termin bei meinem Tätowierer wegen unserer zweiten Tochter machen", sagt er mit einem Lächeln. Danach soll die Sammlung allerdings vollständig sein: "Mehr sollen es nicht werden." Seine Spieltagsrituale werden Hartel dagegen wohl noch eine ganze Weile begleiten.
lk

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