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Chakroun meldet sich zurück: "Das Tor tut mir sehr gut"

Erstmals seit dem vergangenen Heimderby am 20. März stand Husseyn Chakroun gegen den FC St. Pauli wieder in der Startelf und traf direkt zum wichtigen 1:1-Ausgleich. Für den 21-Jährigen war es der verdiente Lohn für die harte Arbeit nach seiner Schulterverletzung. Von Cheftrainer Sandro Wagner gab es anschließend ein Sonderlob.

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Husseyn Chakroun kniet auf einem Knie und bejubelt ein Tor.
Husseyn Chakroun traf bei seinem Startelf-Comeback nach 211 Tagen. (Foto: 96/Redaktion)

Im zweiten Anlauf zählt der Treffer
211 Tage lagen zwischen Husseyn Chakrouns beiden jüngsten Startelfeinsätzen in der 2. Bundesliga. Dass unsere Nummer 14 gegen den FC St. Pauli von Beginn an dabei war, machte sich auf dem Platz schnell bemerkbar: Bereits nach neun Minuten brachte Chakroun den Ball im Tor der Gäste unter. Doch der Jubel vor der heimischen Kurve währte nur kurz: Nach einem Eingriff des Video-Assistenten wurde der Treffer zurückgenommen, weil Benjamin Källman zuvor knapp im Abseits gestanden hatte.

Kurz nach der Pause war Chakroun erneut zur Stelle. Über St. Paulis Lars Ritzka gelangte der Ball in seinen Lauf, der Offensivspieler nutzte die Gelegenheit zum 1:1 (48.). Diesmal zählte der Treffer und 96 hatte die schnelle Antwort auf den Rückstand unmittelbar vor der Halbzeit gefunden.

Für Chakroun war es der erste Ligatreffer seit dem 28. November vergangenen Jahres. Damals hatte er beim 3:0-Heimsieg gegen Karlsruhe die Führung erzielt. Nun traf er bei seiner Rückkehr in die Anfangsformation erstmals in dieser Zweitligasaison.

Über die Reha zurück in die Startelf
Hinter dem gebürtigen Hannoveraner liegen Monate, in denen viel Geduld gefragt war. Anfang Mai hatte er sich im Heimspiel gegen Preußen Münster die rechte Schulter ausgekugelt und anschließend operieren lassen müssen. Im August kehrte er beim Pokalspiel gegen Hemelingen als Einwechselspieler zurück. Gegen St. Pauli folgte nun der nächste Schritt mit einem Einsatz in der Startelf.

Ein Erfolgserlebnis hatte Chakroun bereits von seiner jüngsten Länderspielreise mitgebracht: Beim 6:0 des Libanon gegen die Malediven am 1. Oktober erzielte er alle drei Treffer der ersten Halbzeit. Gut zwei Wochen später durfte er nun auch im 96-Trikot wieder jubeln.

"Das Tor tut mir sehr gut. Ich habe nach meiner Schulterverletzung hart an meinem Comeback gearbeitet", sagte Chakroun nach dem Abpfiff. Dass sich diese Arbeit nun auch mit einem Treffer vor den eigenen Fans auszahlte, machte den Abend für ihn umso schöner.

Wagner lobt Chakrouns Spielweise
Auch Sandro Wagner gefiel der Auftritt seines Offensivspielers. "Er ist ein geiler Kicker, der immer auf dem Gaspedal ist", lobte der 96-Cheftrainer nach der Partie. Zugleich benannte er klar, welche Schritte der Libanese als nächstes gehen muss. In den kommenden Wochen gehe es darum, diese Intensität über längere Zeit auf den Platz zu bringen.

Chakroun wiederum schätzt die direkte Ansprache seines neuen Trainers. "Ich mag seine Art sehr, diese Energie, mir hilft das", erklärte der 21-jährige. Gegen St. Pauli zeigte sich das auch nach dem unglücklichen Ende der ersten Halbzeit: Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Chakroun für den Ausgleich.

Gute Erinnerungen vor dem Derby
Nun beginnt für die Wagner-Elf die Derbywoche. Für Chakroun eine zeitlich passende Erinnerung: Sein vorheriger Startelfeinsatz war der 1:0-Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig am 20. März. Damals hatte er 13 Karten für seine Familie besorgt und gemeinsam mit Mannschaft und Fans den Derbysieg gefeiert.

Am kommenden Sonntag steht das nächste Duell mit der Eintracht an. Chakroun geht mit einem gelungenen Startelf-Comeback und seinem ersten Saisontreffer in die Vorbereitung.
lk

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