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Wie "Happy-Guy" Bundu eine schwierige Phase überstand

Viel Geduld, positive Energie und harte Arbeit: Mustapha Bundu spricht über seine sportlich schwierige Phase, den starken Teamzusammenhalt bei 96 und sein Startelf-Comeback, das mit einem eigenen Treffer gekrönt wurde.

/ Profis
Mustapha Bundu feiert ein Tor mit erhobenem Zeigefinger.
Mustapha Bundu traf sowohl im Hin- als auch im Rückspiel gegen den KSC. (Foto: 96/Redaktion)

"Happy-Guy" Bundu
"Ich bin ein Happy Guy", verrät Mustapha Bundu mit einem breiten Grinsen. "Einfach ein glücklicher Typ." Fast schon überflüssig zu erwähnen, denn die positive Energie des Mannes aus Sierra Leone schwappt förmlich über, wenn man sich mit ihm unterhält. Eine Eigenschaft, die dem 29-Jährigen in seiner ersten 96-Saison geholfen hat, auch persönlich schwierige Phasen zu überstehen - und allen Widrigkeiten zum Trotz, stets den Teamgedanken in den Vordergrund zu rücken.

"Es geht immer zuerst ums Team", versichert der Flügelspieler und fügt an, dass die Mannschaft hier "gemeinsam eine tolle Entwicklung hingelegt" habe. Ein qualitativ wie quantitativ stark aufgestellter Kader, in dem jede Position mindestens doppelt besetzt ist. Da sei eines selbstverständlich: "Manchmal spielst du, manchmal nicht." Und dennoch – nicht zu spielen oder sich nicht einmal im Kader wiederzufinden, ist hart. Auch für Bundu: "Persönlich war es sicherlich ein Auf und Ab und zeitweise schon schwierig", erzählt er über die Phase, in der er das Team fünfmal in Folge nicht auf dem Rasen, sondern von der Tribüne oder vor dem Fernseher aus unterstützen musste.

Schwierige Phase
Am 15. Spieltag zog sich Bundu in der Partie gegen Preußen Münster eine Verletzung zu, die nicht nur seine Einsätze in den beiden darauffolgenden Spielen, sondern auch die Teilnahme am Trainingslager sowie den Start in die Rückrunde verhinderte. "Ich war sechs oder sieben Wochen raus – das war heftig", gesteht der Offensivspieler. Bei seinem Kader‑Comeback gegen Fortuna Düsseldorf stand Bundu direkt in der Startelf, wurde zur Halbzeit jedoch ausgewechselt. Er habe in diesem Spiel, "aus der Verletzung kommend sicherlich nicht meine beste Leistung gebracht und war dann erst einmal wieder raus."

Es folgten fünf Spiele ohne Kadernominierung. Für den "Happy Guy" Bundu jedoch kein Grund, aufzugeben. "Ich bin immer positiv geblieben", betont er – und ergänzt: "Ich habe hart gearbeitet, um wieder auf mein Niveau zu kommen." In dieser Zeit hätten ihm zudem die Gespräche mit Cheftrainer Christian Titz geholfen. Gemeinsam habe man einen Weg gefunden, den Mann aus Sierra Leone wieder an den Spieltagskader heranzuführen.

Wendepunkt beim Tabellenführer
Mit Erfolg: Auf eine engagierte Leistung gegen Greuther Fürth folgte eine maßgeschneiderte Flanke gegen den FC Schalke 04 tief in der Nachspielzeit, die den späten Ausgleichstreffer brachte. "Auch wenn Dinge mal nicht laufen, halten wir fest zusammen." Diese Szene beim Tabellenführer aus Gelsenkirchen – inklusive Gefühlsexplosion im 96‑Auswärtsblock – steht exemplarisch für den Zusammenhalt, den Bundu beschreibt.

Mustapha Bundu umringt von weiteren 96-Spielern.
Daumen hoch: Bundu bereitete mit einer präzisen Flanke im Spiel gegen Padeborn den Ausgleichstreffer vor. (Foto: 96/Redaktion)

Im Jubiläumsspiel gegen den SC Paderborn zeigte sich der 29-Jährige nach Einwechslung erneut als belebendes Element in der 96-Offensive. Wieder war es eine seiner präzisen Flanken, die zum wichtigen Ausgleichstreffer führte und verhinderte, dass sich der SCP auf sieben Punkte absetzte. Eine Leistung, die für Bundu am vergangenen Spieltag beim 3:1-Auswärtssieg gegen den Karlsruher SC schließlich mit dem Startelf-Comeback belohnt wurde.

Gekröntes Startelf-Comeback
"Ich hatte unter der Woche schon so ein Gefühl, dass der Coach mich aufstellen könnte", schildert Bundu. "Ich habe mir gesagt: Du musst bereit sein, performen und alles geben." Gesagt, getan: In der 18. Spielminute ließ Waniss Taibi ein Zuspiel von Noel Aseko butterweich in den Lauf des Rechtsaußen prallen – Bundu verwandelte eiskalt und flach zur wichtigen Führung. "Es war ein gutes Gefühl, wieder von Anfang an zu spielen. Umso schöner, dass ich direkt getroffen habe." Bereits im Hinspiel gegen den KSC hatte Bundu getroffen – sein erster Treffer im 96‑Dress, dem nun der zweite folgte.

Dem Saisonfinale blickt Bundu zuversichtlich entgegen – mit dem nötigen Realismus: "Wir können nichts garantieren. Wir sind in einer guten Position, aber jedes Spiel ist schwer." So auch das am Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr) anstehende, ausverkaufte Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Münster. "Auf dem Papier sieht die Aufgabe einfach aus, aber das ist sie überhaupt nicht. Fußball ist manchmal verrückt und darum müssen wir jedes Spiel voll fokussiert angehen.“ Die Team- und Energieleistung beim KSC ließ keinen Zweifel offen, dass die Mannschaft genau dazu in der Lage ist.
lk

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