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"96-Shirt gegen Rassismus" - das sind die drei Siegerentwürfe

Vorhang auf: Bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel-Auftakt gegen Borussia Dortmund wurden erstmals die drei Siegerentwürfe des "96-Shirt gegen Rassismus"-Wettbewerb präsentiert! Schaut Euch hier die Gewinner an und erfahrt, wo und wann Ihr die Shirts erwerben könnt!

Überwältigend viele gute Vorschläge
Gemeinsam hatten der Arbeitskreis "96-Fans gegen Rassismus", der Fanbeirat, das Fanprojekt Hannover und Hannover 96 über die Initiative 96plus Anfang Juli dazu aufgerufen, Vorschläge für ein "96-Shirt gegen Rassismus" einzusenden. Wie bereits am Dienstag verkündet, hat sich die Jury rund um Horst Heldt nun für drei Gewinner-Shirts entschieden, anstatt - wie ursprünglich einmal geplant - drei Vorschläge in ein Online-Voting zu schicken und daraus den Sieger wählen zu lassen. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Die Auswahl war so überwältigend gut, dass einstimmig beschlossen wurde, dass es nicht nur einen Gewinner geben dürfe. Insgesamt wurden über 60 Vorschläge eingereicht, die die Jury in einer rund 90-minütigen Sitzung sichtete. Am Ende fiel die Wahl auf die Einsendungen von Rosa Ehresmann, Jendrik Kleefeld und Claudia Oonk.

Claudia Oonk, Rosa Ehresmann und Jendrik Kleefeld mit ihren Shirts...
... und bei der Pressekonferenz gemeinsam mit Horst Heldt und André Breitenreiter

Ab Freitag erhältlich
Erwerben könnt Ihr die Shirts für 14,96 pro Stück ab Freitagnachmittag in unseren beiden Fanshops sowie online. Der komplette Erlös geht an den AK "96-Fans gegen Rassismus" und wird im Rahmen von dessen Engagement für Vielfalt und gegen Ausgrenzung sinnvoll in Aktionen und Projekte investiert.

Und hier gibt's die Erklärungen zu den Entwürfen:

Rosa Ehresmann: "Als Grafikabteilung des MusikZentrums haben wir beschlossen, alle an dieser Aktion teilzunehmen, da wir die Intention klasse finden. Mein Design stellt eine Frau dar, die ganz viele bunte Blumen, das 96-Logo und verschiedene Zeichen im Haar platziert hat. So bleibt kein Platz mehr für Hass und Rassismus in den Köpfen der Menschen und in der Welt."

Jendrik Kleefeld: "Im Fußball spielen Nationalität und Hautfarbe keine Rolle, auf dem Platz gibt man sich die Hand - egal, wo man herkommt. Und wir müssen auch abseits des Platzes zusammenhalten. Gemeinsam gegen Rassismus!"

Claudia Oonk: "Die Deutschen sind als Reiseweltmeister bekannt – urlauben nicht nur zunehmend im eigenen Land, sondern besuchen vor allem gern fremde Kulturen und freuen sich, wenn sie von den Einheimischen nett, zuvorkommend und fair behandelt werden. Soweit so selbstverständlich.
Zurück im eigenen Land ist diese Gastfreundschaft jedoch schnell vergessen und wird immer häufiger nicht erwidert, sei es, weil Menschen anders aussehen, sich anders kleiden und/oder andere Umgangsformen haben als in unserem Land üblich. Und es wird selten hinterfragt, ob diese Menschen es entweder nicht besser wissen oder (noch) nicht können. Abgesehen davon wird auch Deutschland immer mehr Multikulti, so daß Menschen mit untypischen Haut- und Haarfarben gern als Ausländer deklariert werden, obwohl sie ur-deutsch sind. Die zunehmenden Übergriffe auf fremdländisch aussehende Mitbürger in unserem Land sind offensichtlich eine Mischung aus Informations-Ignoranz und Angst vor dem Unbekannten. Ein Blick genügt, und ein Urteil fällt. Weil "die Ausländer sowieso alle gleich schlecht" sind. Willkommen Rassismus! Das darf nicht sein. Deshalb rufe ich mit meinem T-Shirt dazu auf, immer erstmal das Gehirn einzuschalten, bevor leichtfertig das Urteil über Mitmenschen fällt. Soviel Zeit – und Respekt – sollte sein."