Nachwuchs, Grundlagenbereich

Unsere U11 im Akademie-Saisonrückblick

Unsere U11 ist der jüngste Jahrgang im Nachwuchs von Hannover 96. Die vergangene Saison beenden die Akademie-Talente auf Rang drei in der U12-Kreisliga. Allerdings sind Ergebnisse in dieser Altersklasse zweitrangig, denn die individuelle Entwicklung steht im Vordergrund. Diesbezüglich hat die 96-Akademie in der abgelaufenen Saison wichtige Erkenntnisse gewonnen und wird die Strukturen der kommenden U11 verändern. Alles Weitere zum Optimierungsprozess, eine abenteuerliche Reise als Saisonhighlight und Cheftrainer David Oehmigen über die reizvolle Aufgabe einer U11 - hier für Euch im "Akademie-Saisonrückblick".  

Der Pflichtspielbetrieb
Unsere U11 ist das jüngste Team der 96-Akademie. Mit Kai Rätzel an der Seitenlinie war unsere U11 in die Saison gestartet, doch zur Winterpause schied der Chefcoach berufsbedingt aus, und Co-Trainer David Oehmigen übernahm die kleinsten Roten. Simon Alpers machte das Trainerteam in seiner Funktion als Co-Trainer komplett.

Im Pflichtspielbetrieb haben sich die Mini-Roten in der Saison 2018/19 erstmals mit Teams aus der D-Junioren-Kreisliga gemessen und somit Gegner des Jahrgangs U12 vor der Brust gehabt. In der B-Staffel belegten die Talente aus der 96-Akademie durch einen Sieg am letzten Spieltag den dritten Platz von acht Mannschaften. "Ich bin mit der abgelaufenen Saison zufrieden. Wir sind nicht durch die Liga marschiert, aber das war für die Jungs das erste Jahr auf dem Neunerfeld", resumiert Oehmigen: "Zusätzlich hatten wir das Pech, in einer extrem starken Staffel zu spielen." Die U12-Teams von Germania Egestorf/Langreder und TSV Bemerode haben die Meisterschaft mit deutlichem Abstand unter sich ausgemacht.

Umstrukturierung des Saisonkonzepts
Meisterschaften und Siege genießen in dieser Altersklasse aber auch nicht oberste Priorität. Primär geht es im Grundlagenbereich altersgerecht um die individuelle Entwicklung und Freude an der Bewegung. "In dem Alter geht es darum, Spaß zu haben, egal ob im Training oder im Spiel. Außerdem ist dieser Faktor enorm wichtig, um den Jungs in ihrem ersten Jahr bei 96 den Druck zu nehmen", erläutert Oehmigen und fügt eine zweite wichtige Eigenschaft an: "Es geht auch nicht darum, hier ein bisschen zu kicken, sondern ein weiterer wichtiger Baustein ist der enorme Wille, sich weiterzuentwickeln."

Um hierfür die bestmöglichen Bedingungen zu gewährleisten, haben sich die Verantwortlichen der 96-Akademie dazu entschieden das Saisonkonzept der kommenden U11 umzustrukturieren. "Auf dem Neunerfeld wird schon taktischer gespielt, und wir wollen uns auf die Individualität und Kreativität der Jungs fokussieren", begründet Johannes Plecksnies, 96-Koordinator der Teams von der U10 bis zur U15, den Schritt vom Neuner- aufs Siebenerfeld: "Das Siebenerfeld ist dem Alter der E-Jugendlichen angepasst und generiert mehr Eins-gegen-Eins-Aktionen, mehr Dribblings und vor allem mehr Ballaktionen für den einzelnen Akteur."

Dementsprechend wird die U11 der nächsten Saison nicht am Pflichtspielbetrieb der D-Junioren teilnehmen, wo den Statuten nach auf dem Neunerfeld agiert werden muss. Dafür wird der 96-Nachwuchs verstärkt auf Turniere und vor allem Leistungsvergleiche setzen, bei denen der eigene Entwicklungsstand mit anderen Nachwuchszentren kontinuierlich verglichen werden kann. Da darf es laut Plecksnies "auch gerne mal ein drei gegen drei oder fünf gegen fünf sein", um möglichst viele Aktionen des Einzelnen in kürzester Zeit zu schaffen.

Das U11-Saisonhighlight
Einer dieser Leistungsvergleiche war die Reise zum FC Augsburg, dem auserkorenen U11-Saisonhighlight. Gemeinsam mit dem U10-Perspektivteam und unserer U12 ging es im März auf Einladung der Augsburger für ein Wochenende im aufregenden Doppeldeckerbus in den Südwesten Bayerns. Rund um die Bundesliga-Begegnung zwischen unseren Profis und dem FCA ging es vorerst im Augsburger Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) um die schönste Nebensache der Welt. Nach 2x35 Minuten verließ allerdings der FC Augsburg in einer sehr knappen Partie mit 6:5 als Sieger den Platz. Im Anschluss wurden alle gemeinsam beim Italiener verwöhnt, um danach durch die WWK-Arena des FC Augsburg geführt zu werden - und dort auch das Bundesligaspiel der beiden Klubs zu verfolgen.

Frisch, ausgeruht und munter startet unsere U11 dann in den abschließenden Sonntag: Leistungsvergleich am FCA-NLZ. Die Gastgeber wurden in 1x25 Minuten 3:2 geschlagen und auch gegen den SSV Ulm behielt der 96-Nachwuchs in 2x25 Minuten mit 7:3 die Oberhand. Ein hervorragender Abschluss einer aufregenden Reise!

Reizvolle Aufgabe und große Ziele
Cheftrainer Oehmigen bleibt unserer U11 auch in der Spielzeit 2019/20 erhalten und Co-Trainer Alpers wird in der gleichen Funktion die Jungs in die U12 begleiten, die in der kommenden Spielzeit von einem neuen Gesicht in der 96-Akademie trainiert wird: Artur Zimmermann. Dafür erhält die U11 Julian Reese als Unterstützung auf der Trainerbank, der bereits beim TSV Berenbostel eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Oehmigen pflegte. Der Coach ist nicht zufällig für die jüngste 96-Altersklasse zuständig: "Mich reizt, die Jungs in ihrer Entwicklung zu begleiten und ihnen den Start bei Hannover 96 zu ermöglichen."

Oehmigen hat seine Debütsaison im 96-Nachwuchs nun hinter sich, und der Bürokaufmann ist absolut angetan von seiner Nebentätigkeit: "Die Jungs kommen hierher und haben einfach Bock auf Fußball. Hinweise und Tipps werden sofort angenommen und umgesetzt. Das Leuchten in den Augen der Jungs ist einfach unbezahlbar, und deswegen macht das als Trainer auch unendlich viel Spaß." Sein größtes Ziel sei es stets, "den Jungs den Start so einfach wie möglich zu machen, wenn sie dann dreimal die Woche trainieren und im Gegensatz zum Perspektivteam jedes Wochenende für 96 auflaufen". Trainingsauftakt ist am 29. Juli. Bis dahin können die Jungs der kommenden U11 die Beine hochlegen. Und dann beginnt sie: Die erste Saison im Trikot von Hannover 96.
cvm