NIEMALSALLEIN

Die erste Pleite 2008 – 96 verlor das Finale des Turniers auf Teneriffa 1:2 gegen Grasshopper Zürich.

 

LOS REALEJOS. Da war diese Szene kurz vor der Pause, die zeigte, wie angefressen Valérien Ismaël war. Der Franzose machte einen langen Ausfallschritt und haute mit der Hand auf den Boden, nachdem er den Ball ins Seitenaus befördert hatte.

Mehr noch als dieser Patzer wird ihn die unglückliche Aktion vor dem 1:1 geärgert haben. Ismaël ließ sich von Raul Bobadilla überrumpeln. Der Züricher Angreifer lupfte den Ball über Ismaël und legte auf den Torschützen Ricardo Cabanas ab (26.).

Wechselhaft wie Ismaëls Auftritt war das gesamte 96-Spiel gegen die griffigen und taktisch vom früheren Kölner Trainer Hanspeter Latour gut eingestellten Schweizer. Es fehlte oft an Präzision – und an Durchsetzungsvermögen im Angriff. „Es war viel zu wenig Fußball“, ärgerte sich 96-Trainer Dieter Hecking, „wir haben uns schwer getan gegen eine gut organisierte Mannschaft.“ Vahid Hashemian, der Mike Hanke in der Spitze vertrat, blieb genauso wirkungslos wie Benjamin Lauth in seinen 45 Minuten auf der Zehner-Position.

Sergio Pinto dagegen agierte clever und smart, erst rechts und in der zweiten Halbzeit im zentralen offensiven Mittelfeld, ihm war mit einem Schuss aus 15 Metern das 1:0 gelungen (21.). Neben Pinto hatte auch Szabolcs Huszti einige charmante Einfälle. Nach einem trickreichen Dribbling im Strafraum schoss er rechts am Tor vorbei (33.), und kurz nach der Pause wehrte Torwart Eldin Jakupovic einen Huszti-Schuss soeben noch mit dem Fuß ab (47.).
96 nutzte also seine Chancen nicht mehr, die Grasshoppers gingen effektiver vor. Nach einem Freistoß von Antonio dos Santos köpfte David Blumer hinein zum 1:2 (62.). Ja, ja – dieses Spiel trieb seltsame Blüten. 96 hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, konnte aber nicht viel damit anfangen. Fünf Minuten vor dem Ende ließ Torwart Jakupovic einen Freistoß von Vinicius nach vorne abprallen, Altin Lala brachte den Ball aber nicht an ihm vorbei.

So endete das Internationale Turnier von Los Realejos mit einer Enttäuschung. 96 wird es verwinden können – in dieser Formation wird die Mannschaft in drei Wochen beim HSV garantiert nicht spielen. „Wir müssen besser spielen, wenn wir un der Bundesliga punkten wollen“, meinte Hecking, „auch wenn die Aufstellung anders aussehen wird.“

 

NEWSCENTER
RSS Feed
Fanartikel
Business
Arena
Datenschutz
Kontakt
Medien
Sitemap
Tickets
Navigation
Schließen