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Maurice Neubauer über seine neue Rolle auf der rechten Seite

Maurice Neubauer spielt bei Hannover 96 erstmals in seiner Karriere auf der rechten Seite - eine unerwartete aber bewusst angestrebte Veränderung für den gelernten Linksverteidiger. Vor dem Duell mit Ex-Klub Elversberg spricht der 29-Jährige über seine eigene Entwicklung, warum er Veränderung forciert und über die fünf Jahre im Saarland.

/ Profis
Maurice Neubauer in rotem Trikot gestikuliert.
Maurice Neubauer absolvierte über 300 Spiele auf der linken Seite des Spielfelds. (Foto: 96/Redaktion)

323 Spiele als Linksverteidiger
Maurice Neubauer ist während seiner Karriere vor allem eines gewesen: Linksverteidiger. 323 Pflichtspiele hat er dort absolviert, das Positionsspiel auf dieser Seite hat er seit Jahren verinnerlicht. Entsprechend überraschend war es, als Cheftrainer Christian Titz ihn in Hannover auf die rechte Seite umfunktionierte. Eine Veränderung, die Neubauer nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gesucht hat. "Genau wegen sowas bin ich ja auch diesen Schritt zu 96 gegangen, weil ich einfach noch mal was Neues lernen und raus aus der Komfortzone wollte", sagt der 29‑Jährige. "So entwickelst du dich weiter."

Die Umstellung war dennoch spürbar. Für einen Linksfuß verändern sich auf der rechten Außenbahn viele Abläufe: die offene Stellung, das Andribbeln, die Anschlussaktionen. Neubauer beschreibt die ersten Wochen als "ungewohnt", gleichzeitig aber auch als eine Phase des stetigen Lernens. "Es ist von Spiel zu Spiel besser geworden", sagt er. Inzwischen ist die neue Rolle für ihn selbstverständlich geworden. "Ob rechts oder links ist egal", sagt er lachend. "Hauptsache, der Trainer stellt mich auf."

Lernbereitschaft als Motivation
Dass Neubauer die neue Aufgabe so klar annimmt, führt er auch auf frühe Einflüsse zurück. Der Linksfuß spielte viele Jahre in der Schalker "Knappenschmiede". Dort wurde er von Norbert Elgert trainiert, der für seine generationsübergreifende Entwicklung bekannt ist. "Er hat Spieler extrem gefördert, die bereit sind, immer lernwillig zu bleiben“, sagt Neubauer. "Das ist für mich auch keine Frage des Alters", so der gebürtige Recklinghausener, der in diesem Monat 30 Jahre alt wird.

Für die Mannschaft von Cheftrainer Christian Titz ist die neue Rolle vor allem eines: ein klarer taktischer Zugewinn. Als inverser Schienenspieler öffnet Neubauer andere Wege ins Zentrum, gestaltet den Spielaufbau anders und bringt Variabilität in die rechte Seite. Eine Entwicklung, die das Trainerteam schätzt – und die Neubauer selbst als wichtigen Schritt seiner eigenen Karriere sieht.

Fünf Jahre im Saarland
Am Sonntag trifft 96 auf die SV Elversberg (Anstoß 13.30 Uhr), Neubauers früheren Verein. Fünf Jahre spielte er dort, erlebte zwei Aufstiege und eine rasante Entwicklung des Klubs. "Es ist schon ein besonderer Klub und der Verein hat sich enorm entwickelt", sagt er. "Ich habe dort schon gespielt, als es gefühlt nur eine Tribüne gab und 100 Fans im Stadion waren. Jetzt passen 10.000 rein und es ist fast immer ausverkauft."

Die bodenständigen Bedingungen haben Neubauer geprägt. "Irgendwann kamen der Umbau und die Containerlandschaft drumherum für Kraftraum, Duschen, Kabine und so. Das ist vielleicht nicht schick, aber du weißt es zu schätzen", sagt Neubauer. "Das zeichnet die Mannschaft ein bisschen aus, dass du mit relativ wenig zufrieden bist und weißt, wo du herkommst."

Ostersonntag in der heimischen Heinz von Heiden Arena
Das Team rund um Kapitän Enzo Leopold & Co. will am Sonntag gegen die Saarländer an den Derbyerfolg anknüpfen und den zweiten Heimsieg in Folge feiern. Seid dabei und verbringt den Ostersonntag im Stadion – hier geht es zu den Tickets.
lk

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