NIEMALSALLEIN

 

VON FLORIAN KREBS

NÜRNBERG. Es war lange ein starkes Debüt in der 96-Startelf, dass Christian Schulz hinlegte. Mit einem bösen Ende allerdings – der Ex-Bremer sah in der Schlussphase Gelb-Rot und fehlt im nächsten Heimspiel gegen Leverkusen.

Wie schon in den 20 Minuten gegen Bochum hatte zunächst alles Hand und Fuß, was der 24-Jährige tat. Von Abstimmungsproblemen keine Spur – dabei ist Schulz gerade mal zwei Wochen bei 96.

Als zweiter „Sechser“ neben Hanno Balitsch machte Schulz die Räume im Mittelfeld eng, verteilte die Bälle geschickt, ging – wenn die Lücke da war – auch mal mutig mit nach vorn. Dass 96 in der ersten Halbzeit „richtig Power“ machte, wie er fand, lag auch an ihm.

„Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht und ist super in die Zweikämpfe gekommen“, lobte Mike Hanke. Schulz hatte sogar das 3:0 auf dem Fuß. Nach Doppelpass mit Jiri Stajner zog er aus 20 Metern ab, Nürnbergs Torwart Jaromir Blazek konnte den Ball gerade noch um den Pfosten drehen.

Damit aber genug der Loberei: Sieben Minuten vor Schluss sah Schulz nach einem dummen Foul Gelb-Rot – und fehlt Sonntag gegen Leverkusen. Für ihn dürfen Altin Lala oder Chavdar Yankov ran.

Innerhalb von sechs Minuten bugsierte sich Schulz selbst ins Aus. Nach einem Zweikampf mit Zvjezdan Misimovic sah er Gelb (77.): „Ein Witz. Der Schiri hat mir gesagt, ich sei zu spät gekommen. Das ist absoluter Blödsinn.“ In der 83. Minute fuhr Schulz Misimovic erneut und dieses Mal sehr unsanft in die Parade – Gelb-Rot war die logische Folge. Schulz selbstkritisch: „Das war dumm von mir, an der Mittellinie hätte ich nicht so hingehen müssen.“

Kleine verpatzt den persönlichen Heimsieg

NÜRNBERG. Vier Jahre hat Thomas Kleine während seiner Fürther Zeit in Nürnberg gewohnt – Sonnabend kehrte er als 96-Stammspieler in die Frankenmetropole zurück.

Der 29-Jährige lieferte vor den Augen etlicher Kumpels im Stadion eine solide Partie ab, köpfte einmal gefährlich aufs Nürnberger Tor (47.), rettete einmal auf der Linie (67.). Und hatte Glück, dass es nach einem Foul an Angelos Charisteas (11.) keinen Elfmeter gegen 96 gab. „Es war ein schöner Ausflug in die alte Heimat – bis auf die letzte Minute“, bilanzierte der 96-Verteidiger süßsauer. In dieser 89. Minute nutzte Marek Mintal Kleines einziges größeres Missgeschick zum 2:2. Frank Fahrenhorst war nicht an eine Misimovic-Flanke herangekommen, Kleine köpfte Hanno Balitsch an – Mintal sagte Dankeschön. „Es ging alles so schnell. Ich habe den Ball kommen sehen, konnte aber nicht mehr reagieren“, klagte Kleine: „Das ist so ärgerlich. Als Ex-Fürther wäre es besonders schön gewesen, gegen Nürnberg zu gewinnen.“

Demnächst kehrt Vinicius ins Team zurück – Kleine wird um seinen Stammplatz kämpfen: „Ich werde weiter Gas geben. Alle haben den Anspruch zu spielen, ich auch.“ fk

 

NEWSCENTER
RSS Feed
Fanartikel
Business
Arena
Datenschutz
Kontakt
Medien
Sitemap
Tickets
Navigation
Schließen