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Hannover 96 jagt Vereinsrekord

Ein torreicher Schauplatz, zwei sehr unterschiedliche Spielanlagen und die Chance auf weitere Auswärtsrekorde: Diese und weitere Fakten zur Auswärtspartie von Hannover 96 beim Karlsruher SC am Samstag (Anstoß 13 Uhr) lest Ihr hier.

Zwei 96-Spieler im Kampf um den Ball gegen einen Karlsruhe Spieler.
Das Hinspiel gegen den KSC ging mit 3:0 gewonnen. (Foto: 96/Redaktion)
  • Ballbesitz vs. Umschaltspiel: Die Rollenverteilung ist klar: Während Hannover 96 zu den spielbestimmenden Mannschaften der Liga gehört, setzt der KSC stärker auf das direkte Spiel. Mit durchschnittlich 56 Prozent Ballbesitz und rund 14.100 Pässen aus dem Spiel stellt 96 einen der dominantesten Spielwerte der 2. Bundesliga. Auch die Passquote der Roten (86 Prozent) ist ligaweit Bestwert. Karlsruhe dagegen gehört zu den Teams mit den meisten langen Bällen und verzichtet bewusst auf längere Ballbesitzphasen. Der Ballbesitz‑Schnitt des KSC liegt bei rund 47 Prozent, die Passanzahl deutlich unter der von 96 – ein Hinweis auf das vertikale, auf Umschaltmomente ausgelegte Spiel der Badener.
     
  • Umschaltmomente als Karlsruher Waffe: Die Spielweise des KSC birgt Risiko – und genau das zeigen die Zahlen. Karlsruhe kassierte ligaweit mit die meisten Gegentore nach Ballverlusten im Spielaufbau (16). Passend dazu lassen die Badener viele Abschlüsse des Gegners nach Kontersituationen zu – nur zwei Teams sind in dieser Kategorie anfälliger. Hannover 96 agiert hier deutlich kontrollierter: Die Roten ließen erst sechs Gegentore nach Ballverlust im Spielaufbau zu (Ligabestwert, nur Schalke ist ähnlich stabil). Umsicht im Aufbau ist eine der klaren Stärken der Niedersachsen.
     
  • Defensiv viel Arbeit für den KSC: Ein Blick auf die gegnerischen Chancen unterstreicht die unterschiedliche defensive Belastung. Karlsruhe gestattete ligaweit die meisten Torschüsse (494) sowie den höchsten xGoals‑Wert der Gegner (60,1). Dass der KSC dennoch nur 56 Gegentore kassierte, spricht für einen guten Torwart. Hannover 96 verteidigt im Ligavergleich überdurchschnittlich: Die Roten ließen weniger Gegentore zu, als es der xGoals‑Wert erwarten ließe, und gehören zu den Teams mit den wenigsten zugelassenen Großchancen (33). Nur wenige Mannschaften erlauben dem Gegner noch weniger klare Abschlüsse.
     
  • Standards im Fokus: Ruhende Bälle könnten im Wildpark eine wichtige Rolle spielen. Der Karlsruher SC ist besonders nach Freistößen gefährlich: Fünf Treffer resultierten aus dieser Situation – nur Darmstadt war hier erfolgreicher. Auch insgesamt kommt der KSC auf viele Tore nach Standards. Hannover 96 überzeugt dagegen vor allem aus dem laufenden Spiel und zählt zu den Teams mit den meisten Treffern aus dem Spiel heraus (39). Auch nach Freistößen ist 96 gefährlich und reiht sich in dieser Statistik direkt hinter dem KSC ein.
     
  • Ballermänner im Wildpark: Der Wildpark steht in dieser Saison für Tore. In den sechs Heimspielen des KSC im Jahr 2026 fielen insgesamt 25 Treffer – im Schnitt mehr als vier pro Partie. In jedem dieser Spiele trafen sowohl Karlsruhe (insgesamt 16‑mal) als auch die Gäste (neun Treffer). Ein torloses Duell zwischen KSC und Hannover? Historisch ausgeschlossen: In allen 25 bisherigen Pflichtspielen zwischen beiden Teams fiel mindestens ein Tor.
     
  • Auswärtsrekorde in Reichweite: Hannover 96 führt die Auswärtstabelle an und kann im Saisonendspurt noch Vereinsgeschichte schreiben. Mit aktuell 29 Auswärtspunkten fehlen den Roten nur zwei Zähler zum Klubrekord aus der Meistersaison 2001/02. Acht Auswärtssiege bedeuten ebenfalls Bestwert – Rekord sind neun Siege in einer Saison.
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