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Welche Partie Titz in Bielefeld erwartet

Hannover 96 reist zu einer Bielefelder Mannschaft, die über ihre intensive Spielweise kommt. Welche Muster Cheftrainer Christian Titz in den Abläufen der Ostwestfalen erkannt hat und welche ihrer größten Stärken es zu minimieren gilt, erfahrt Ihr hier.

/ Profis
Christian Titz lächelnd auf dem Trainingsplatz.
Cheftrainer Christian Titz hat die Mannschaft auf die Stärken des Gegners vorbereitet. (Foto: 96/Redaktion)

Klare Spielerwartung
Wenn Hannover 96 am Samstag in Bielefeld antritt (Anpfiff: 13 Uhr), dürfen sich die Fans auf ein Spiel einstellen, in dem "beide Teams intensiv rangehen", wie Cheftrainer Christian Titz erklärt. "Die Fans sind miteinander befreundet, es ist eine kürzere Distanz, wir spielen in einem kleinen, engeren Stadion", fügt der Coach an. All das sind für Titz eindeutige Indizien, eine klare Prognose für die Partie mit den Ostwestfalen zu treffen: "Ich erwarte ein hochintensives Spiel."

Bielefelds Spielweise
Dass Titz zu dieser Einschätzung gelangt, liegt nicht nur an der Atmosphäre, sondern auch an den Daten. Keine Mannschaft in der 2. Bundesliga hat in dieser Saison so viele intensive Läufe absolviert wie Arminia Bielefeld — über 17.000. Hinzu kommen nahezu ligaweite Spitzenwerte bei Sprints und Gesamtdistanz.

"Bielefeld spielt mit hoher Laufbereitschaft, vielen Sprints und hohem Anlaufen", erklärt Titz die Spielanlage der Arminia. Auffällig sei zudem, dass die Ostwestfalen zuletzt "ein Stück weit Dinge verändert" hätten, häufiger aus einem kompakten 5‑4‑1 verteidigten und dann mit Wucht ins Pressing schieben.

Diese Anlage sorgt dafür, dass der Gegner kaum entspannte Phasen bekommt und sich über 90 Minuten hinweg immer wieder in Zweikämpfen behaupten muss. Für Titz ist diese Spielweise kein Zufall: "Ich finde, seine Mannschaft spiegelt ihn wider", sagt der 54‑Jährige über Arminias Trainer Mitch Kniat. "Enormer Wille, konsequent verteidigen, in den hohen Bällen präsent sein" — all das habe Kniat schon in ihrer gemeinsamen Zeit in Aachen ausgezeichnet. Von 2002 bis 2004 trainierte Titz den heutigen Arminia‑Coach in der U19 von Alemannia Aachen.

Gefahr aus dem Stand: Warum Bielefeld Standards erzwingt
Die angesprochene Präsenz in der Luft ist inzwischen ein klares Stilmittel der Arminia: Bielefeld schlägt die meisten Ecken der Liga — 145 bisher — und das nicht zufällig. Die Mannschaft forciert Flanken, Eingaben und Duelle im Strafraum, weil sie dort große Vorteile besitzt. Mittelstürmer Roberts Uldrikis, 1,98 Meter groß, meldete sich nach langer Verletzungspause mit einem Startelf‑Doppelpack zurück — eines seiner Treffer wurde per Kopf nach einer Ecke erzielt.

Titz verweist deshalb ausdrücklich auf die körperliche Präsenz des Gegners. "Es ist eine Mannschaft mit Größe und Wucht. Egal ob aus Eingaben oder Standards: Sie bringen immer Gefahr rein." Die Zahlen bestätigen das: viele gewonnene Kopfballduelle, eine starke Strafraumbesetzung und sieben zugesprochene Elfmeter, die allesamt verwandelt wurden.

Entsprechend lag in dieser Woche ein Schwerpunkt auf der Verteidigung von Standardsituationen. "Wir haben es unter der Woche trainiert und vorbereitet. Es wird für uns darum gehen, die Standards zu minimieren", so Titz. "Standards sind mittlerweile enorm wichtig, viele Mannschaften bringen hierbei Qualität mit", fügt der Cheftrainer generell an.

So könnt Ihr das Spiel verfolgen:
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lk

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