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Diese neuen Fußballregeln gelten ab Sommer 2026

Die Mitglieder des International Football Association Board (IFAB) haben auf der Jahreshauptversammlung zahlreiche neue Regeln beschlossen. Ziel: mehr Spielfluss und erweiterte Befugnisse für den VAR. Hier erfahrt Ihr, was sich ab Sommer 2026 - und bei den Spielen von Hannover 96 - ändert.

/ Profis
Mehrere Schilder mit dem Logo der 2. Bundesliga stehen hintereinander. Im unscharfen Hintergrund ist die Heinz von Heiden Arena zu sehen.
Beschlossene Sache: Die Regelneuerungen gelten ab der neuen Saison auch in der 2. Bundesliga. (Foto: DFL/Getty Images/Fabio Deinert)

Die neuen Regeln
Am letzten Samstag hatten sich die Mitglieder des International Football Association Board (kurz: IFAB) in Wales zur Jahreshauptversammlung getroffen. Dort wurden einige Regelneuerungen beschlossen, die ab dem 1. Juni 2026 gelten und somit erstmals bei der kommenden Weltmeisterschaft eingesetzt werden.

  • Der Videoassistent erhält künftig erweiterte Eingriffsmöglichkeiten. So darf er in Zukunft auch bei offensichtlich falschen Eckball-Entscheidungen korrigierend eingreifen. Ziel ist es, zu verhindern, dass irrtümlich zugesprochene Eckbälle unmittelbar zu Toren führen. Die Überprüfung soll ohne lange Videoanalysen auskommen. Diese Möglichkeit des VAR ist erstmal nur optional geplant, sodass jeder Wettbewerb selbst entscheiden kann, ob diese Regel aufgenommen wird.
     
  • Auch bei Gelb-Roten Karten wird der VAR stärker eingebunden. Wird ein Spieler zu Unrecht verwarnt und infolgedessen des Feldes verwiesen, kann die Entscheidung überprüft und korrigiert werden. Erste Gelbe Karten oder nicht geahndete Verwarnungen bleiben weiterhin grundsätzlich von einer Überprüfung ausgeschlossen.
     
  • Bislang war ein Eingreifen des VAR möglich, wenn Spieler derselben Mannschaft bei einem Vergehen verwechselt wurden. Künftig darf der Videoassistent auch dann eingreifen, wenn irrtümlich ein Spieler der gegnerischen Mannschaft sanktioniert wurde.
     
  • Neben den VAR-Anpassungen gibt es weitere Regeländerungen. Die Acht-Sekunden-Regel beim Abschlag des Torhüters aus dem Spiel heraus ist seit dieser Saison im Einsatz. Nun soll es das Modell, mit einem kleinen Unterschied, auch bei Abstößen und Einwürfen geben, um den Spielfluss weiter zu verbessern: Bei der Ausführung haben die Spieler fünf Sekunden Zeit. Zu welchem Zeitpunkt der Countdown beginnt, liegt im Ermessen des Unparteiischen. Bei Zeitverzögerungen drohen direkte Konsequenzen: Ein zu lang ausgeführter Abstoß führt zu einem Eckball für den Gegner, bei einem verzögerten Einwurf darf die gegnerische Mannschaft einwerfen.
     
  • Auswechslungen werden strenger geregelt, um die effektive Spielzeit zu erhöhen. Spieler haben künftig nur noch zehn Sekunden Zeit, das Feld zu verlassen. Wird diese Frist überschritten, darf der vorgesehene Einwechselspieler erst bei der nächsten Spielunterbrechung aufs Feld kommen. Dazwischen soll mindestens eine Minute liegen. Die zehn Sekunden beginnen, sobald die Tafel mit der Rückennummer hochgehalten wird.
     
  • Um Zeitspiel zu verhindern, müssen verletzte Spieler, die behandelt wurden, künftig eine Minute an der Seitenlinie warten, bevor sie wieder ins Spielgeschehen eingreifen dürfen.
    jr
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