Ein Derby vor der eigenen Familie
Schon nach dem Abpfiff sprach Chakroun von einem "richtig guten Gefühl", weil man die Fans als Team "glücklich machen konnte". Dass er selbst an diesem Abend besonders viel investierte, lag auch an seiner persönlichen Kulisse. Fast seine gesamte Familie war im Stadion – 13 Karten hatte er im Vorfeld besorgt.
Der gebürtige Hannoveraner sagte dazu schmunzelnd, dass "eigentlich alle" da gewesen seien. Für den Offensivspieler, der seine ersten fußballerischen Schritte auf einem Bolzplatz wenige Kilometer entfernt gemacht hat, ist so ein Derby dementsprechend nochmal auf eine andere Weise speziell.
Klassische Derby-Dynamik
Auf dem Platz erlebte Chakroun eine Partie, die typische Derby-Merkmale trug: viele Zweikämpfe, hohe Intensität, weniger Raum für klare Kombinationen. Hannover habe sein gewohntes Spiel "nicht so durchspielen" können, erklärte der Offensivspieler, fügte aber hinzu, dass dies "bei einem Derby normal" sei.
Wichtig sei gewesen, konzentriert zu starten – und später, als Braunschweig stärker drängte, defensiv stabil zu bleiben. Am Ende sei es darum gegangen, "den Sieg zu verteidigen und die drei Punkte zuhause zu behalten".
Noll als verlässlicher Rückhalt
Eine zentrale Rolle spielte dabei Torhüter Nahuel Noll, der mit mehreren starken Paraden die Führung sicherte. Chakroun beschrieb ihn als einen "unglaublichen Keeper" und stellte besonders heraus, dass er "selten jemanden gesehen" habe, der so ruhig und präzise am Ball sei. In der Rückrunde zeige Noll zudem "auf der Linie richtig starke Leistungen".
Unterstützung von allen Seiten
Die Kulisse in der Heinz‑von‑Heiden‑Arena trug erheblich zu diesem besonderen Derbyabend bei. 42.000 Zuschauende sorgten für eine Atmösphäre, die Chakroun auf dem Platz deutlich wahrnahm. Die Unterstützung sei nicht nur von der eigenen Familie und der Nordtribüne gekommen, sondern "wirklich aus allen Richtungen". Diese Energie half der Mannschaft vor allem in der 16-Minütigen Nachspielzeit, sich gegen die Braunschweiger Druckmomente zu wehren und die drei Punkte am Maschsee zu behalten.