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Waldemar Anton und Maximilian Beier fahren zur Weltmeisterschaft

Der DFB hat die Kaderbekanntgabe zur WM 2026 unter ein klares Leitmotiv gestellt: die individuellen Wege der Spieler auf die größte Bühne. Zwei dieser Wege führten über Hannover 96: Waldemar Anton und Maximilian Beier stehen im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft.

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Maxi Beier (links) und Waldemar Anton im DFB-Trikot.
Gemeinsam im DFB-Team: Maximilian Beier (links) und Waldemar Anton kommen zusammen auf 19 Länderspiele für Deutschland. (Foto: IMAGO/Noah Wedel)

Der Weg führt über Hannover
Mit der offiziellen Bekanntgabe des WM-Kaders hat Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag seinen 26 Spieler umfassenden Kader für die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko präsentiert. Begleitet wurde die Nominierung vom Deutschen Fußball-Bund mit einer besonderen Erzählweise: den ganz individuellen Wegen, die die Spieler bis zu diesem Moment geführt haben.

Jedes Detail, jede Erfahrung – all das ist Teil des Weges zu einer Weltmeisterschaft. Ein Narrativ, das der DFB rund um die Nominierung bewusst in den Mittelpunkt stellt und das auch aus Sicht von Hannover 96 eine besondere Bedeutung erhält. Denn zwei dieser Wege nahmen entscheidende Anfänge bei den Roten: Waldemar Anton und Maximilian Beier gehören zum deutschen WM-Kader.

Waldemar Anton: Aus der 96-Akademie bis zur WM-Nominierung
Waldemar Anton ist ein echtes 96-Eigengewächs. Kurz vor seinem achten Geburtstag wechselte er 2008 in die Akademie von Hannover 96 und durchlief dort sämtliche Nachwuchsteams. Am 27. Februar 2016 erfüllte sich für 'Waldi' dann der große Traum: Beim Spiel gegen den VfB Stuttgart feierte der heute 29-Jährige nach Einwechslung im Alter von 19 Jahren sein Profidebüt im 96-Trikot.

In Hannover reifte der Innenverteidiger zu einem gestandenen Bundesligaspieler. Über den VfB Stuttgart führte ihn sein Weg zu Borussia Dortmund, wo er heute als Stammspieler gesetzt ist, regelmäßig in der Champions League aufläuft und sich auch im Kreis der Nationalmannschaft etabliert hat. Zwölf Länderspiele stehen bislang zu Buche.

Nach der Europameisterschaft 2024 im eigenen Land ist die Weltmeisterschaft 2026 bereits Antons zweites großes Turnier im DFB-Trikot und ein weiterer Meilenstein auf seinem Weg, der bei Hannover 96 Fahrt aufnahm.

Maximilian Beier: Vom Durchbruch bei 96 bis zur WM-Nominierung
Auch Maximilian Beier verbindet entscheidende Entwicklungsschritte mit Hannover. Von 2021 bis 2023 lief der Angreifer für zwei Spielzeiten für die Roten auf und konnte nach ersten Profierfahrungen bei seinem Stammverein TSG Hoffenheim in Hannover nachhaltig Fuß im Profifußball fassen. In 68 Einsätzen im 96-Trikot erzielte Beier 15 Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor.

Im Anschluss folgte der nächste Entwicklungsschritt zurück bei der TSG Hoffenheim, ehe ihn sein Weg zu Borussia Dortmund führte, wo er nun gemeinsam mit Waldemar Anton spielt.

Auch im DFB-Team hat sich der 23-Jährige durch seine Spielweise empfohlen. Bundestrainer Julian Nagelsmann betonte im Zuge der Nominierung vor allem dessen Mentalität und Intensität: "Er ist immer auf dem Gaspedal, hat in diesem Jahr eine ordentliche Quote. Er verkörpert viel von dieser deutschen Arbeitermentalität. Er marschiert, er gibt Gas – so wie wir die Nationalmannschaft sehen wollen."

Qualitäten, mit denen sich Beier bereits sieben Einsätze im DFB-Trikot erarbeitet hat und die ihn schon während seiner Zeit in Hannover zu einem Spieler gemacht haben, den viele 96-Fans besonders schätzen.

Füllkrug und Tresoldi: Knapp gescheitert
Neben den beiden WM-Fahrern gab es auch Spieler mit 96-Vergangenheit, die den Sprung in den finalen Kader knapp verpasst haben.

Niclas Füllkrug, gebürtiger Hannoveraner und von 2016 bis 2019 im 96-Trikot, wurde von Nagelsmann nicht berücksichtigt. "Grundsätzlich ist das Profil eines einwechselstarken Kopfballstürmers wichtig für uns", erklärte der Bundestrainer, verwies jedoch auch darauf, dass zuletzt "nicht so viele Tore beim AC Mailand" für den Angreifer gesprochen hätten, der aktuell von West Ham ausgeliehen ist.

Auch Nicolo Tresoldi durfte sich berechtigte Hoffnungen machen. Der Stürmer, aus der 96-Akademie hervorgegangen und in Hannover zum Profi gereift, war laut Nagelsmann "super lange nah dran", in den 26-köpfigen WM-Kader zu rutschen. Gleichzeitig lobte er dessen Qualitäten: "Er hat einen guten Riecher in der Box." Am Ende habe man dennoch Entscheidungen treffen müssen, die jedoch mit einer klaren Perspektive verbunden seien: "Die Zeit vieler junger Spieler, die es nicht geschafft haben, wird kommen."

Der 21-jährige Tresoldi hatte Hannover vor der vergangenen Saison in Richtung FC Brügge verlassen und sorgt dort aktuell im Titelrennen der Jupiler Pro League sowie an der Spitze der Torschützenliste für Furore.
lk

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