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Siegesdruck auf beiden Seiten

Eine Ungeschlagen-Serie, ein drohender Abstieg und Erfahrung an der Seitenlinie: Diese und weitere Fakten zum ausverkauften Heimspiel von Hannover 96 gegen Preußen Münster am Sonntag (Anstoß 13 Uhr) lest Ihr hier.

/ Profis
Eine Jubeltraube aus 96-Spielern im Heimtrikot.
Im Hinspiel gab 96 in der Nachspielzeit eine 2:0-Führung aus der Hand. (Foto: 96/Redaktion)
  • Ungeschlagen-Serie als Faustpfand: Hannover 96 ist in der Rückrunde das Maß der Dinge. Seit sechs Spielen sind die Roten ungeschlagen (drei Siege, drei Remis) und sammelten dabei 12 Punkte. Insgesamt steht Hannover bei 28 Rückrundenpunkten, Ligabestwert. Sollten die Niedersachsen auch gegen Münster gewinnen, wären es sieben Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage in der Heinz von Heiden Arena – ein Wert, den zuletzt 2015 erreicht wurde. Gleichzeitig winkt Platz zwei: Bei einem Sieg könnte 96 an Elversberg vorbeiziehen und stünde auf einem direkten Aufstiegsplatz.
  • Münsters Abstieg droht: Sollte Hannover 96 die Partie gewinnen, wäre der Abstieg der Preußen nahezu besiegelt – vorausgesetzt, die Konkurrenz sammelt parallel genügend Zähler. Münster Rückstand könnte dann auf bis zu acht Punkte auf das rettende Ufer anwachsen. Es droht nach 1981 und 1991 der dritte Abstieg aus der Zweitklassigkeit. 

  • Starke Defensive gegen hohe Belastung: Ein klarer Unterschied zeigt sich auch in der Defensivarbeit. Hannover 96 stellt eine der stabilsten Abwehrreihen der Liga: Nur drei Teams kassierten weniger Gegentore (37), zudem liegt der gegnerische xGoals‑Wert mit 38,9 unter dem Ligadurchschnitt – ein Top‑3‑Wert. Besonders bemerkenswert: Weniger als 34 Großchancen ließ kein anderes Team zu. Münster dagegen steht defensiv unter Dauerbelastung. 45 Gegentore bedeuten eine unterdurchschnittliche Bilanz, auch der xGoals‑Against‑Wert liegt über dem Ligamittel. Zwar verhindert die Schlusslinie Schlimmeres, insgesamt kassieren die Preußen aber mehr klare Abschlüsse als viele Konkurrenten.

  • Erfahrung an den Seitenlinien: An der Seitenlinie treffen Erfahrung und unterschiedliche Ausgangslagen aufeinander. Hannover‑Trainer Christian Titz erlebt statistisch seine beste Cheftrainer‑Saison: 57 Punkte, 52 Prozent Siege und eine Niederlagenquote von nur 19 Prozent sind persönliche Bestwerte. Auf Münsteraner Seite steht Alois Schwartz, der seit Herbst im Amt ist und den Klassenerhalt noch nicht abgeschrieben hat. Insgesamt bringen beide Trainer zusammen Erfahrung aus 369 Zweitligaspielen mit.
     
  • Unterschiedliche Ziele, gleiche Bedeutung: Während Hannover seine Position in der obersten Tabellenregion weiter stärken will, kämpft Münster ums sportliche Überleben. Die Westfalen benötigen dringend Punkte, um den Anschluss an das rettende Ufer zu halten. Für 96 hingegen gilt: Mit einem Sieg würde der aktuelle Lauf weiter verschärft – und der Druck auf die Konkurrenz im Rennen um die vorderen Plätze weiter erhöht.
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