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Thordarsons Plan für die letzten zwei Spiele

Der späte Ausgleich von Preußen Münster hatte den Roten am Sonntag einen wichtigen Heimsieg gekostet. Entsprechend emotional zeigte sich Stefan Thordarson direkt nach dem Abpfiff. Und doch richtete er den Blick schnell nach vorne: Zwei Spiele bleiben Hannover 96 in dieser Saison noch – und für diese hat der Isländer einen klaren Plan.

/ Profis
Stefan Thordarson klopft sich im roten 96-Trikot auf die Brust.
Stefan Thordarson schoss in der Partie gegen Münster den zwischenzeitlichen Führungstreffer. (Foto: 96/Redaktion)

Schwieriger Start, starke Reaktion
"Wir sind in der ersten Halbzeit nicht so reingekommen, wie wir uns das vorgestellt haben“, gibt Thordarson mit Blick auf den Beginn der Partie zu. Umso höher bewertete er die Reaktion der Mannschaft, die einen Zwei-Tore-Rückstand noch vor der Halbzeit ausglich: "Wie wir dann zurückgekommen sind, zeugt wirklich von großer Mentalität." Der Ausgleich noch vor dem Seitenwechsel sei ein Ausdruck dessen, was die Mannschaft auch in schwierigen Phasen dieser Rückrunde auszeichne: auch nach Rückschlägen immer weiterzumachen.

Rettungstat und Führungstreffer als Schlüsselmoment
Zwischenzeitlich schien es, als würde Thordarson die Partie nach seiner Einwechslung auf die Seite Hannovers ziehen. Erst verhinderte er mit einer Rettungstat aus nahezu unmöglichem Winkel auf der eigenen Linie einen beinahe sicheren Gegentreffer. Nur wenige Minuten später schlug er auf der anderen Seite selbst zu und jagte den Ball mit voller Überzeugung aus der Distanz unhaltbar zur zwischenzeitlichen Führung in den Winkel – die Heinz von Heiden Arena bebte.

"Wenn du so ein Tor vor so einer Kulisse schießt und das Gefühl hast, dass du das Spiel damit gewinnst – für die Stadt, für die Mannschaft – kannst du nicht groß nachdenken", beschrieb der 27‑Jährige seinen persönlichen Highlight-Moment.

Alles geben in den letzten beiden Spielen
Der späte Ausgleich in der Nachspielzeit tat dann umso mehr weh. "Es ist sehr enttäuschend", machte der Torschütze keinen Hehl daraus. Längere Grübelei schloss er jedoch kategorisch aus: "Heute ist ein neuer Tag. Und damit auch neue Möglichkeiten und Chancen, uns zu verbessern." Der Fokus müsse nun klar auf den letzten beiden Saisonspielen liegen. "Zwei Spiele sind noch zu gehen und wir werden alles reinwerfen."

Dabei sei vor allem eines entscheidend: "Wir können nicht beeinflussen, was in den anderen Spielen passiert. Wir müssen uns auf uns selbst fokussieren." Entsprechend deutlich wurde Thordarson daher bei der Formulierung der Erwartungshaltung: "Ich erwarte von uns, dass wir in diesen Spielen 100 Prozent geben."

"Mit breiter Brust, Stolz und voller Power"
Auf die Frage wie das gelingen kann, formuliert Thordarson einen simplen, aber eindeutigen Plan: "Wir gehen mit breiter Brust, Stolz und voller Power raus." Am Samstag steht zunächst das letzte Auswärtsspiel der Saison beim VfL Bochum (Anstoß 13 Uhr) an, ehe eine Woche später der 1. FC Nürnberg zum 34. Spieltag (Anstoß 15.30 Uhr) in der Heinz von Heiden Arena gastiert. "In diesen zwei verbleibenden Spielen der regulären Saison müssen wir alles geben – und dann schauen, wo wir landen."
lk

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